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Morbus Basedow: Symptome und Infos zur Schilddrüsenüberfunktion

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Ständige Gereiztheit, ein Druckgefühl im Hals und starkes Schwitzen – das sind nur drei der typischen Symptome des Morbus Basedow. Bei der Krankheit handelt es sich um eine spezielle Schilddrüsenüberfunktion, die dem Betroffenen durch verschiedene Probleme im Alltag zu schaffen macht.

Schilddrüsenexperte Dr. Berndt Rieger teilt mit Ihnen sein Wissen

Dr. Berndt Rieger, Internist und Schilddrüsenexperte, klärt in seinem Buch „Basedow Healing“ über die Krankheit auf. Vom Basiswissen über derartige Autoimmunerkrankungen über den Krankheitsverlauf bis hin zu Therapiemaßnahmen behandelt er darin Morbus Basedow im Detail. Hier erfahren Sie nun Näheres zu den Symptomen und den Gefahren einer Fehldiagnose. Dabei spielen auch andere Schilddrüsenerkrankungen, wie zum Beispiel Hashimoto, eine Rolle.

Die Symptome eines Morbus Basedow

Früher wurde die Diagnose eines Morbus Basedow gestellt, wenn Patienten eine Glotzaugenkachexie hatten, wenn sich also sich die Lidspalten erweiterten und die Augen aus dem Kopf herausgedrückt schienen und bis zu einem gewissen Grad auch waren, und wenn die Patienten stark an Gewicht verloren hatten.

Kachexie wird medizinisch der Zustand genannt, in dem jemand nur mehr »Haut und Knochen« ist. Oft war die Schilddrüse bei diesen Menschen vergrößert. Wenn sie nach ihren Beschwerden gefragt wurden, berichteten sie über innere Hitze und Unruhe, über Herzklopfen, hohen Blutdruck, vermehrtes Schwitzen, Ängste und Schlaflosigkeit. Die folgende Liste gibt einen Überblick über gängige Symptome, die auf einen Morbus Basedow hindeuten.

Beschwerden bedingt durch eine Schilddrüsenüberfunktion

  • Druck, Enge, Kloßgefühl im Hals
  • Schluckbeschwerden
  • Schlaflosigkeit
  • Gereiztheit
  • Nervosität
  • Konzentrationsstörungen
  • Vergesslichkeit
  • »nahe am Wasser gebaut«
  • Ängste
  • Panikattacken
  • Zittern
  • Herzklopfen
  • Herzrasen
  • Herzrhythmusstörungen
  • Vorhofflimmern
  • Gewichtsverlust
  • Heißhunger
  • Bluthochdruck
  • Schweißausbrüche
  • Haut ist warm und feucht
  • häufiger Stuhlgang
  • Muskelschwäche
  • Zyklusstörungen
  • Unfruchtbarkeit

Morbus Basedow und die Schilddrüsenhormone

Mit dem 20. Jahrhundert gelang es, den Morbus Basedow als Krankheit zu definieren, bei der eine Schilddrüsenüberfunktion auftritt. Labortechnisch findet man erhöhte Werte der Schilddrüsenhormone freies Trijodthyronin (fT3) und freies Thyroxin (fT4). Das Thyreoidea-stimulierende Hormon (TSH) ist unterdrückt und gar nicht mehr messbar. Es ist ein Botenstoff des Gehirns, der die Schilddrüse zur Bildung von Schilddrüsenhormonen antreibt in Fällen einer Schilddrüsenunterfunktion.

Das TSH wird beim aktiven Basedow nicht gebraucht, weil schon genug Hormone produziert werden. Zudem können noch Autoantikörper bestimmt werden. Wichtig ist der TSH-Rezeptor-Antikörper (TRAK). Geringe Mengen davon darf es auch bei anderen Krankheiten geben, doch wenn der Wert deutlich erhöht ist, beweist er heute die Diagnose Morbus Basedow und gibt auch den Grad der Aktivität der Krankheit an. Häufig ist noch der TPO-Antikörper (MAK) erhöht, der sich zerstörerisch auf das Schilddrüsengewebe auswirkt.

Überdurchschnittlich hohe Durchblutung

Im Ultraschallbild zeigen sich bei einem aktiven Basedow dunkle

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Morbus Basedow, Basedow Healing, Schilddrüse, Hashimoto Morbus Basedow ist eine spezielle Form der Schilddrüsenüberfunktion. Schilddrüsenexperte Dr. Berndt Rieger erläutert Ihnen, welchen Symptome und Behandlungsmöglichkeiten mit dieser Krankheit einhergehen und welches Schilddrüsenwissen darüber hinaus von Relevanz ist. | JETZT BESTELLEN

Bezirke der Schilddrüse, in denen Entzündung herrscht, und helle Verdichtungsstrukturen dort, wo die Entzündung schon länger stattgefunden hat und Narben entstanden sind. Die Durchblutung der Schilddrüse ist erhöht als Ausdruck der Entzündung. Es kann eine Szintigrafie der Schilddrüse gemacht und dort festgestellt werden, dass weit mehr von dem Tracer aufgenommen wird als bei Gesunden.

Entzündungen führen zu nach vorn gedrückten Augen

Beweisend für einen Morbus Basedow ist außerdem die Augenbeteiligung. Die aufgerissene Lidspalte, der nach vorne gedrückte Augapfel. Hinter dem Augapfel gibt es ein Bindegewebe, das offensichtlich aus Sicht des Immunsystems ähnlich beschaffen ist wie Schilddrüsengewebe. Wenn es Autoantikörper gibt, findet dort auch eine Entzündung statt und diese führt zu einer Schwellung, der endokrinen Orbitopathie.

Die endokrine Orbitopathie (EO)

»Endokrin« heißt übersetzt »im Blut«, die »Orbita« ist jener Bereich der Schädelhöhle, in den die Augen eingelassen sind, und »Pathos« ist das Leiden. Es handelt sich also auf Deutsch um eine Krankheit, die hormonell, also durch Botenstoffe im Blut, entstanden ist und die die Augenhöhlen befällt. Was aber ist mit »im Blut« gemeint? »Endokrin« bedeutet in der Sprache der alten Medizin nicht nur, dass die Krankheit vom Blut ausgeht, sondern dass sie von dem Element ausgeht, das im Blut herrscht: der Luft. Auch ein Arzt der alten Medizin im Griechenland vor der Zeitenwende hätte sofort gewusst, was wir mit einer EO meinen und dass sie zu den Beschwerden passt, die ein Basedow hervorrufen kann.

In der Antike: Kühlung durch Moorbäder

Es ist davon auszugehen, dass die Empfehlung der Naturärzte von Pergamon in der heutigen Türkei, ein kaltes Moorbad zu nehmen und dann unbekleidet mehrmals um den Tempel zu laufen, bevor man sich gewaschen und getrocknet im Schlafsaal einwickelt, eine der kühlenden Maßnahmen war, von denen jeder an Basedow Erkrankte profitieren würde, vor allem, wenn man diese Maßnahme mehrere Jahre lang anwendet, wie das damals üblich war.

Hervortretende Augen: Heute weitestgehend behandelbar

Fast alle Menschen, die an einem Basedow leiden, haben übrigens die Augenveränderungen, die man früher »Glotzaugen« nannte, wenn auch nur andeutungsweise. In einer Zeit, in der die Schilddrüsenüberfunktion medikamentös blockiert werden kann, sind die »Glotzaugen« zum größten Problem bei der Behandlung geworden, da sie auf eine einfache chemische Blockade der Schilddrüsenproduktion nicht ansprechen. Man merkt, dass das Auge insgesamt hervortritt, und kann das gut mit einer Messvorrichtung, dem sogenannten Hertel-Ophtalmometer, auf den Millimeter genau festhalten.

Doch im Grunde genommen weiß jeder Betroffen auch ohne diese Apparatur, dass seine Augen hervorgetreten sind. Die meisten Patienten, die wegen eines Basedow zu mir kommen, erzählen mir, dass ihnen an sich selbst als erstes Krankheitszeichen auf Fotos ein anderer Blick aufgefallen sei. Die EO ändert den Blick, das Sehvermögen, aber auch das Aussehen des Gesichts.

Das Weiß in den Augen dominiert

Bald ist dann auch das »Gräfe-Zeichen« registrierbar: Wenn Sie auf den Boden schauen bei normal geöffneten Augen, dann sieht man am Augapfel über der Pupille bereits das Weiße vorschauen. Manchmal sind es vom Schreck geweitete Lidspalten, die so etwas vortäuschen können. Bald aber haben sich die »Glotzaugen« voll manifestiert. Man sieht die Pupille an allen Seiten umgeben von Weiß. Trotzdem ist es gut, hier eine gründliche Vermessung durchzuführen. Denn auch Ängste und Hektik können dazu führen, dass Menschen mit Basedow wie »vom Schreck geweitete Lidspalten« haben, die allerdings noch keine EO darstellen. Die Augen sind nämlich nicht hervorgetreten, nur die Lider sind weiter aufgezogen.

Der Zustand der Augen als Maßstab für die Therapie

Man kann die EO auch im Ultraschall des Augapfels oder in der Kernspintomographie sehen. Auch die daraus resultierende Veränderung der Augenbewegungen ist messbar. All das zu messen, ist auch wichtig, denn im Grunde genommen entscheiden vor allem die Augenveränderungen, wie mit einem Basedow therapeutisch umgegangen wird, das heißt, ob und wie lange mit radikalen Therapien wie Cortison, Cyclosporin oder Bestrahlung noch abgewartet werden kann. Denn eine fortschreitende Erkrankung des Auges kann zur Beeinträchtigung des Sehens bis hin zur Blindheit führen.

Letzteres kommt heute zwar extrem selten vor, weil es Ärzte nicht so weit kommen lassen. Aber hier liegt eine klare Grenze, denn die Bedrohung des Augenlichts gehört zu den schwersten Krankheiten, die wir uns überhaupt vorstellen können.

 

Vermehrt weiße Blutkörperchen hinter dem Auge

Wird das bei Basedow befallene Gewebe hinter dem Augapfel unter dem Mikroskop untersucht, findet man kleine weiße Blutkörperchen. Das sind die Lymphozyten, die jedem Menschen mit Autoimmunerkrankungen bekannt sind. Wenn es irgendwo schmerzt und man untersucht die Stelle unter dem Mikroskop, kann man diese weißen Blutkörperchen dort finden. Lymphozyten werden immer dann aktiv, wenn irgendwo im Körper ein Entzündungsreiz auftritt, beispielsweise durch eine virale Infektion.

Hashimoto, Basedow & Co.: Keine scharfen Grenzen

Eine scharfe Abgrenzung zwischen den autoimmunen Schilddrüsenkrankheiten Basedow und Hashimoto einerseits und den anderen Autoimmunkrankheiten, den »Kollagenosen« – dem Lupus erythematodes, der Sklerodermie, der Dermatomyositis oder der rheumatoiden Arthritis –, gibt es übrigens nicht. Alle Autoimmunerkrankungen sind miteinander verwandt, es gibt Mischformen und ein Bild kann ins andere wechseln. Besonders die Hashimoto ist bei einer Kollagenose fast der Regelfall, weil die verschiedensten Autoantikörper gegen Bindegewebe auch die Schilddrüse befallen und sie schleichend zerstören.

Aus naturheilkundlicher Sicht ergeben sich hier mitunter Spuren, die erklären, warum sich mal ein Lupus herausbildet, der vor allem im Gesicht und an den Nieren seine zerstörerische Kraft entwickelt, und warum andere Menschen Gelenkentzündungen haben, die sie unbeweglich machen. Und dass die Schilddrüse auch bei diesen Erkrankungen so häufig und intensiv befallen wird, zeigt die große Bedeutung dieses Organs für die Ich-Organisation, die Selbstdefinition, das Handeln des Menschen.

Die Struma und der Kropf

Sie werden die Worte Struma oder Kropf als Basedow-Patient häufig in Befunden lesen. Gemeint ist damit eine von außen wulstig am Hals sichtbare Schilddrüse. Das Wort »Kropf« bezeichnet sehr schwere Krankheitsverläufe mit riesigen Schilddrüsen. »Kropf« kommt aus der gleichen indogermanischen Wurzel wie das Wort für Krampfadern. »Greup« hieß früher einmal: »sich krümmen«.

Kropf ist also das Krümmen von Halsadern aufgrund einer Vergrößerung der Schilddrüse. Streng genommen dürften also nur solche Hälse als kropfig bezeichnet werden, bei denen auch Krampfadern auf der Schilddrüse oder um die Schilddrüse herum wachsen. Ein Befund, der heute nur mehr extrem selten erhoben wird.

Immer weniger Kröpfe dank Früherkennung

Als ich in den 1980er-Jahren meine Ausbildung zum Mediziner machte, habe ich diese Kröpfe auf der chirurgischen Abteilung noch gesehen, aber in den letzten Jahrzehnten nicht mehr, weil seither viel früher und intensiver operiert wird. Als Kropf wird aber auch eine Vorwölbung im Bereich der Schilddrüsenregion bezeichnet. Beim Morbus Basedow ist das normalerweise eine Schilddrüsenvergrößerung durch entzündliche Schwellung, weshalb die wahre Größe oft überschätzt wird.

Eine normale Schilddrüse hat etwa ein Gesamtvolumen von 30 Milliliter Schilddrüsengewebe, wobei die Schilddrüsen von Frauen etwas kleiner sind als die gleichaltriger und gleich schwerer Männer. Ärzte unterteilen die Vorwölbung der Schilddrüse in verschiedene Grade:

Stadieneinteilung von Strumen

Struma I. Grades: Die Schilddrüse ist erkennbar, wenn Sie den Kopf zurücklegen.

Struma II. Grades: Die Schilddrüse ist bereits erkennbar, wenn Sie den Kopf normal halten.

Struma III. Grades: Die Schilddrüse hat ihre Nische in der Halskontur verlassen und ist so groß geworden, dass sie in umgebendes Gewebe vorwuchert.

 

Fehldiagnosen

Sie fragen sich womöglich, woher Sie überhaupt wissen, dass Sie einen Morbus Basedow haben. Irgendein Arzt hat meistens die Diagnose gestellt, so schlicht ist die Antwort. Das heißt aber nicht, dass die Diagnose auch stimmt. Hier passieren nicht selten Irrtümer. Der häufigste Fehler ist der, den Morbus Basedow mit der Hashimoto-Thyreoiditis zu verwechseln.

Basedow oder Hashimoto?

Beides sind Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse. Besonders bei einem massiven ersten Schub der Hashimoto-Thyreoiditis kommt es mitunter zu einer erheblichen Überfunktion der Schilddrüse. Doch das ist nur ein Scheingefecht. Die Überfunktion entsteht dadurch, dass die Zerstörung der Schilddrüsenzellen Hormone ins Blut freisetzt. Kaum ist diese akute Phase vorüber und kaum sind die Hormone abgebaut, merkt der Betroffene erst, dass er es nun eigentlich eher mit dem Gegenteil zu tun hat, nämlich einer Schilddrüsenunterfunktion.

Fehleinschätzung hat für den Patienten leidliche Konsequenzen

So ist die Hashimoto eher eine Erkrankung, bei der Schilddrüsenhormone gegeben werden, und der Basedow ist eine Krankheit, bei der die Hormonproduktion blockiert wird. Fatal ist es da, wenn ein Arzt von einem Basedow sprach und mit Schilddrüsenblockern anbehandelt hat. Dadurch kommen Hashimoto-Patienten in eine heftige Schilddrüsenunterfunktion und haben darunter so lange zu leiden, bis jemand den Fehler erkennt.

Schilddrüsenblocker, die niemand braucht

Ich kenne Fälle, in denen dieser Fehler fast lebenslang nicht korrigiert wurde und Menschen Schilddrüsenblocker nehmen, die sie nie wirklich gebraucht haben. Und damit trotzdem irgendwie zurechtkommen, nebenbei bemerkt. Denn der Mensch hält viel aus. Beim Morbus Basedow sind im akuten Stadium die Spiegel des TSH-Rezeptor-Antikörpers (TRAK) stark erhöht. Der Normwert geht bis 1,8 IU/ml. Werte von 4 IU/ml findet man manchmal bei der Hashimoto-Thyreoiditis, aber alles, was deutlich darüber liegt, das heißt TRAK-Werte über 10 IU/ml, sind Beweis für einen Morbus Basedow.

Im akuten Schub werden Werte von 30 IU/ml oder noch mehr erreicht. Der höchste Wert, den ich hier erlebt habe, war ein TRAK von 60 IU/ml. 90 Prozent der Hashimoto-Kranken haben keinen TRAK. So kann man also einen Großteil der Menschen mit einer Autoimmunerkrankung der Schilddrüse klar zuordnen.

Ignorante Zellen

Wie sieht es aus, wenn man keine Antikörper, wohl aber eine Schilddrüsenüberfunktion hat? Hier könnte es sich um Schilddrüsenautonomien handeln, die diese hohen Spiegel von Schilddrüsenhormonen hervorrufen. Meist ist es ein einzelner Knoten, der dann »heißer Knoten« oder autonomes Adenom heißt. Manche Zellen in der Schilddrüse produzieren Hormone, ohne auf die Anweisung des Gehirns zu achten. Das heißt, sie reagieren unabhängig vom TSH-Spiegel im Blut.

 

Vorschnelle Entscheidungen zum Operieren

Hier entstehen gerade bei guter Jodversorgung Situationen einer Schilddrüsenüberfunktion, bei der manche Ärzte glauben, es müsse sich um einen Basedow handeln, selbst wenn gar keine Autoantikörper vorliegen. Sie sprechen dann von einem Basedow ohne Antikörper, was eigentlich ein Widerspruch in sich ist. Problematisch wird das aber erst dann, wenn bei einer nicht zu kontrollierenden Überfunktion eine Operation empfohlen wird. Beim Basedow will dann gleich die ganze Drüse entfernt werden, um vielleicht eine Heilung bewirken zu können.

Lebenslang Tabletten schlucken oder langfristig beschwerdefrei?

Bei der Autonomie reicht es hingegen, nur den Knoten mit den autonomen Zellen auszuschälen. Der Rest der Schilddrüse kann vollständig erhalten bleiben und hat den gleich guten Heileffekt. Das macht natürlich einen entscheidenden Unterschied in der Nachbehandlung. In einem Fall schlucken Sie lebenslang Tabletten und im anderen besteht keine Notwendigkeit einer Nachbehandlung.

Jodüberempfindlichkeit: Die gleichen Beschwerden wie bei Morbus Basedow

Ein dritter Fall, bei dem gern ein Morbus Basedow diagnostiziert wird, ist die Jodüberempfindlichkeit. Dieses Krankheitsbild wird von der Schulmedizin gar nicht anerkannt, aber es gibt es. Wenn kleine Mengen Jod irgendwo in der Luft oder der Nahrung vorhanden sind, reagiert der betroffene Mensch mit Überfunktionsbeschwerden. Der große Unterschied zum Basedow ist, dass erstens gar keine Antikörper vorliegen. Und, zweitens, dass es nur selten zu krankhaften Schilddrüsenwerten im Blut kommt. Trotzdem leiden diese Menschen unter denselben Beschwerden wie Menschen mit Morbus Basedow.

„Sie haben ja nichts“: Eine nicht anerkannte Krankheit

Hier wirkt sich die Zwangsjodierung fatal aus, die im deutschen Sprachraum über Jahrzehnte durchgeführt wurde und erst in letzter Zeit von Seiten der Politik neu überdacht wird. Denn ein hohes Maß an Jod in der Umgebung macht einem Menschen mit Jodüberempfindlichkeit das Leben zur Hölle. Sie können einer Jodvergiftung kaum entkommen, leiden und finden dafür bei den Ärzten und ihrer Umgebung kein Verständnis. Denn sie haben ja »nichts«. Das heißt, keine Krankheit, die anerkannt ist. Ein Trost bleibt allerdings, dass diese Menschen zwar starke Beschwerden haben, aber von der Überempfindlichkeit keine Augen- oder Bindegewebsschäden bekommen, wie das bei Menschen mit Morbus Basedow aufgrund der Autoantikörper auf der Tagesordnung steht.

Autor: Dr. Berndt Rieger

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Hitzewallungen, Zittern, Nervosität oder Herzrasen: Morbus Basedow ist eine Autoimmunerkrankung mit vielen Symptomen und großem Leidensdruck. Die Schilddrüse wird von Antikörpern angegriffen, entzündet sich und verdickt. Umfassend und fundiert klärt der erfahrene Arzt und Heilpraktiker Dr. med. Berndt Rieger auf, wie man die Schilddrüsenüberfunktion effektiv behandeln kann. Neben Maßnahmen der Schulmedizin zeigt er, wie zahlreiche Arzneien aus der Naturheilkunde wirkungsvoll zur Selbsthilfe eingesetzt werden können und gibt viele wertvolle Tipps und Informationen zu alternativen Therapiemöglichkeiten wie z.B. Ayurveda, natürliche Schilddrüsenblocken und Schüssler-Salze, um das Immunsystem wieder ins Gleichgewicht zu bringen. So können Betroffene einen sanften Weg zurück zu einem gesunden und beschwerdefreien Leben finden.

Über den Autor:

Dr. med. Berndt Rieger arbeitete elf Jahre lang an verschiedenen Krankenhäusern und ist seit 2002 als Internist und Naturarzt in Bamberg niedergelassen. 2005 gründete er das Zentrum für Traditionelle Europäische Medizin, eine Ausbildungsstelle für Heilpraktiker und Ärzte, in der auch Weiterbildungen für die ganzheitliche Schilddrüsenbehandlung angeboten werden. Dr. Rieger ist der Autor erfolgreicher Gesundheitsratgeber, darunter die Bestseller Die Schilddrüse, Hashimoto und Basedow und Hashimoto Healing.

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Über den Autor

Niklas Nowak

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