Weihrauch gegen Arthrose und Gelenkschmerzen?

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Weihrauch gegen Gelenkschmerzen: Mehr als nur ein religiöses Räucherwerk.

Was hat Weihrauch mit Gelenkschmerzen zu tun? Beim Stichwort „Weihrauch“ denkt man zuallererst an die Kirche. Schließlich wird Weihrauch hier bei Messen in einem kultischen Sinne verwendet. Und schon das Jesuskind erhielt bei seiner Geburt von den heiligen drei Königen Gold, Myrrhe und…klar, Weihrauch. Weihrauch ist also in der Tat eine heilige Substanz, worauf schon sein ursprünglicher altdeutscher Begriff hinweist. Man nannte es damals wîhrou[c]h, basierend auf dem altdeutschen Verb wîhen, was „heiligen“ bzw. „weihen“ bedeutet.

Das alternative Heilmittel aus Vorderasien und Afrika

Doch Weihrauch kann mehr bewirken, als bloß für einen angenehmen Duft in der Umgebung zu sorgen. Tatsächlich wird es schon seit Jahrtausenden als alternatives Heilmittel verwendet. Der botanische Name des Weihrauchs lautet „Boswellia“. Der Weihrauchbaum ist ein sogenanntes Balsambaumgewächs. Er ist insbesondere in vorderasiatischen Ländern wie dem Oman und in Jemen, aber auch im Osten Afrikas verbreitet. Es existieren verschiedene Arten, die aber alle eines gemein haben: Ihr Harz enthält diverse ätherische Öle, Säuren und sekundäre Pflanzenstoffe, die Weihrauch aus medizinischer Sicht interessant machen, da sie mitunter bei Arthritis und Gelenkschmerzen wahre Wunder vollbringen. Boswellia serrata gilt hierbei als die wirksamste Weihrauchart.

Mit Weihrauch Arthritis und chronische Beschwerden lindern

Zu diesen Inhaltsstoffen zählen zum Beispiel Lupansäuren, Robursäuren und Amyrin. Die moderne Medizin steht bei der Erforschung der medizinischen Wirkung von Weihrauch zwar noch am Anfang. Doch erste Ergebnisse von Studien lassen vermuten, dass Weihrauch bei chronischen Erkrankungen wie Arthritis und Rheuma oder entzündlichen Gelenkschmerzen eine positive Wirkung hat. Dazu wird aus dem Weihrauchharz, das in Form und Farbe an braunen Kandiszucker erinnert, ein Extrakt gewonnen. Dieser wird dann mit Extrakten von anderen Pflanzen, zum Beispiel Ingwer und Sonnenblumen, vermischt. Außerdem werden häufig Oliven- und Avocadoöl hinzugefügt. Daraus entstehen dann wohlriechende Cremes und Salben.

Schon die alten Römer und Griechen setzen auf den vielfältigen Weihrauch

Üblicherweise trägt man eine Weihrauchcreme ein- oder mehrmals täglich auf schmerzende Körperstellen auf. Man reibt also zum Beispiel nach dem Sport beanspruchte Körperteile wie die Knie, Schulter, die Oberschenkel oder die Rückenpartie ein. Wie schon erwähnt, ist die moderne Medizin gerade erst dabei, die tatsächliche medizinische Wirkung von Weihrauch zu erforschen. Doch schon in vergangenen Epochen wurde Weihrauch in allen Ecken der Welt verwendet, da man von seinen praktischen Erfolgen überzeugt war. Im Sinne der Ayurveda-Heilkunst verwendeten die Inder es schon vor etwa 5000 Jahren bei schmerzenden Gelenken und Muskeln. Auch die alten Römer und Griechen setzen auf die heilende Wirkung von Weihrauch, um Wunden zu reinigen und Atembeschwerden zu lindern. Im Mittelalter bediente sich unter anderem Hildegard von Bingen dem (damals übrigens sehr teuren) Mittel, um allerlei Schmerzen zu beseitigen.

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