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Wie ich zum Ultramarathon kam: Leben beginnt, wo unsere Angst endet

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Ultramarathon-Läufer Christoph R. Kanzler erzählt in seiner inspirierende Geschichte, wie er von einem übergewichtigen Workaholic zum Ultramarathon-Läufer wurde. Mit lebhaften Erzählungen von entscheidenden Momenten aus seinem Leben überbringt der Autor seine Message: Ein erfülltes Leben entsteht erst, wenn wir es schaffen uns aus unserem Netz aus Gewohnheiten und Ängsten zu lösen. Oder wie der Titel des Buches zusammenfasst: „Leben beginnt, wo unsere Angst endet.“

Ultramarathon? Ein Fremdwort für mein altes Ich

Schweißgebadet, mit Herzrasen und Druck in der Brust wache ich 2014 im 35. Stock eines Hotels in Austin (Texas) auf. Panik überfällt mich. Durch langsames Ein- und Ausatmen versuche ich mich zu beruhigen. Ich stehe vorsichtig auf und gehe zum Panoramafenster. Unter mir pocht das hektische Leben der beleuchteten Hauptstadt Texas, während mein Herz weiter wild schlägt. Auch der Druck in der Brust will nicht abnehmen.

Was zur Hölle soll ich tun? Vorsorglich beginne ich im Kopf die Vokabeln für Herzrasen, Herzinfarkt, Druck in der Brust, Vernichtungsangst zu finden. Doch nichts davon fällt mir ein – entweder, weil sich mein Körper im Überlebensmodus befindet oder weil ich auch nach mehr als 20 Jahren Englisch diese Wörter noch nie gebraucht habe. Während ich mich noch über mich selbst wundere, beruhigt sich mein Herz langsam und auch der Druck in der Brust nimmt endlich ab.

Ein paar Stunden vorher war ich nach einem 11-stündigen Flug kommend aus London, in Austin gelandet. Damals arbeitete ich für eine US-amerikanische Investmentfirma, die dort ihren Hauptsitz hat. Seit ein paar Jahren verantwortete ich die deutschsprachigen Länder, was ich zusammen mit einem Team von null an aufgebaut habe. Ich liebte meinen Job. Das hatte aber auch seinen Preis: Ich lebte unter der Woche in Flugzeugen und Hotels. 14- Stunden-Tage und mehr waren keine Seltenheit. Kaum Sport. Auch meine Ernährung ließ zu wünschen übrig: viel Fleisch, viel Alkohol. Mit dem Rauchen hatte ich ein paar Jahre vorher zwar aufgehört. Aber nach 3 Gläsern Wein und in der passenden Stimmung gönnte ich mir auch immer wieder gerne eine Ausnahme. Durch all das war mein Gewicht die letzten Jahre kontinuierlich gestiegen.

Ein Warnschuss des Körpers

„Sie sehen schlecht aus, Herr Kanzler“, so das fachkundige Urteil des Kardiologen, bevor ich an das EKG gehängt werde. Zu meiner Erleichterung kann er einen Herzinfarkt ausschließen. Auch die Blutwerte sind zwar schlecht, aber nicht furchterregend. Nur der Blutdruck ist viel, viel zu hoch. Die Ursache dafür findet sich erst bei der Magenspiegelung. Sie offenbart eine schwere Magenschleimhautentzündung, die auch schon die Speiseröhre und das Zwerchfell angriffen hat. Dass das alles nicht mehr rundläuft, hat meine Symptome wie Herzrasen, Schwindel und Panikattacken ausgelöst.

Die Diagnose war also in ihrer Schwere überschaubar. In meiner Erleichterung sah ich mich schon wieder im nächsten Flieger sitzen. Doch mein Hausarzt brachte mich schnell wieder auf den Boden der Tatsachen. „Das war ein Warnschuss, Herr Kanzler. Seien Sie froh, dass das so ausgegangen ist. Wenn Sie nichts an Ihrem Leben ändern, kann es beim nächsten Mal wirklich tödlich enden.“ Auch wenn mir nicht gefiel, was er mit als Nächstes verordnete, fühlte ich tief im Inneren, dass er recht hatte. „Die nächsten 6 Wochen kein Alkohol, gesunde Ernährung. Damit der Blutdruck runterkommt, muss das Gewicht runter. Und fangen Sie an, Sport zu treiben. Wir sehen uns in 2 Wochen wieder.“

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Vom Workaholic zum ersten Ultramarathon

Lange Läufe bieten die Möglichkeit, über einiges nachzudenken. Als meine Uhr 45 gelaufene Kilometer anzeigt, kommt mir mein Zusammenbruch in Austin aus dem Jahr 2014 wieder in den Kopf. Damals hätte ich jeden für verrückt erklärt, der mir prophezeit hätte, einmal mehr als 10 Kilometer zu laufen. Und jetzt bin ich gerade auf dem Weg, 74 Kilometer zu bezwingen. Seitdem hat sich vieles verändert und noch immer ist manches dabei, sich zu verändern.

Ich lebe ein anderes Leben, weil ich seit dem gesundheitlichen Warnschuss den Mut habe, die Dinge so zu machen, wie ich es – als Christoph – für richtig halte. Und all diese Entscheidungen führen zu Ergebnissen, mit denen ich mich identifizieren kann, hinter denen ich stehe. Das heißt nicht, dass sich immer alles so entwickelt, wie ich es mir vorstelle. Aber die Entscheidungen basieren auf meinen Werten und Vorstellungen. Das war vorher nicht immer so.

Wieso läuft man einen Ultramarathon?

Auf Sie wartet die Geschichte, warum und wie ich von einem 103-kg-Schwergewicht zu einem 68-kg-Ultraläufer wurde. Es geht aber nicht nur um das Laufen. Es geht um einen Transformationsprozess. Wir alle sind in einem Netz aus Gewohnheiten und Ängsten gefangen, die es uns sehr schwer machen, Dinge die wir verändern wollen, auch wirklich zu verändern. Die Straße der gebrochenen Vorsätze ist lang. Diese Ängste sind wie Dämonen, die uns immer wieder heimsuchen. Besonders dann, wenn wir sie gerade überhaupt nicht brauchen können. Sie sorgen meist für uns unbewusst dafür, dass wir immer wieder scheitern oder in alte Gewohnheiten verfallen. Und meistens wissen wir nicht einmal warum.

Um aus unserem Trott auszubrechen, braucht es daher einen starken Impuls. Dieser zeigt sich oft in Form von Schicksalsschlägen und Lebenskrisen. Wie wir damit umgehen, bestimmt dann unsere weitere Zukunft. Unser Leben ist das Ergebnis unserer getroffenen Entscheidungen. Es sind häufig nur wenige Sekunden in denen wir entscheiden oder entschieden wird, wie sich unser Leben weiterentwickelt.

Fazit

Das Laufen, speziell das Langstreckenlaufen hat mich vieles gelehrt. Die wichtigste Lektion lautet aber: Die größten Belohnungen warten auf uns, wenn wir unsere größten Ängste überwinden. Wenn wir etwas schaffen, was wir vorher für nicht erreichbar gehalten haben. Unser Leben beginnt dort, wo unsere Ängste enden. Dort finden wir die tiefe innere Ruhe und Zufriedenheit, nach der wir alle streben. Kommen Sie mit auf meine Reise die 2014 in den USA begann. Dieses Buch soll inspirieren und Mut machen in schwierigen Coronazeiten, in denen wir alle im Moment leben.

Autor: Christoph Kanzler


Unser Buchtipp:

Leben beginnt, wo unsere Angst endet

Wie ich von einem 103-kg-Schwergewicht zu einem 68-kg-Ultraläufer wurde 

Leben beginnt, wo unsere Angst endet: Wie ich von einem 103-kg-Schwergewicht zu einem 68-kg-Ultraläufer wurde von [Christoph Kanzler]Als ANLEGER Coach betreut Christoph Kanzler private und institutionelle Anleger, die ihr Geld effizient, lautlos und erfolgreich für sich arbeiten lassen wollen. Ratsch und Tratsch Anleger, die investieren mit Unterhaltung verwechseln, sind nicht seine Kunden.

Als Reaktion auf einen gesundheitlichen Kollaps begann Christoph Kanzler 2016 mit dem Laufen. Aus dem anfänglichen Jogger ist heute ein ambitionierter Läufer geworden. Zwischen 2018 und 2021 absolvierte er 19 Marathons, davon 5 auf Ultradistanzen.

In seinem zweiten Buch „Leben beginnt, wo unsere Angst endet“ erzählt Christoph Kanzler, wie er sich von einem 103-kg-Schwergewicht zu einem 68-kg leichten Ultraläufer verwandelt. Das Buch erschien im Januar 2022 im Eigenverlag.

Das Buch können Sie hier bestellen

 

 

 

 

 

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Über den Autor

Trainingsworld

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