Übersäuerung vom Magen-Darm-Trakt: Anzeichen, Signale, Symptome

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Übersäuerung des Magen-Darm-Trakts: Unser Verdauungstrakt ist ein hochsensibles, komplexes System von Organen. Er beginnt mit der Eintrittspforte an den Lippen und reicht bis zum Anus. Der Verdauungstrakt umfasst eine riesige Menge an Nervenzellen, die ihrerseits in einer faszinierenden Feinabstimmung alle Abläufe rund um unsere Nahrungsaufnahme, unsere Verdauung und die Ausscheidung unserer Nahrungsreste mit regulieren.

Übersäuerung im Magen-Darm-Trakt

Ist die Säure-Basen-Balance gestört, kann es – von den Zähnen bis zum Stuhlgang – zu Beeinträchtigungen der einzelnen Teile des Verdauungstrakts kommen. Um bestmöglich arbeiten zu können, sind die Nervenzellen hier auf die Zufuhr von Blut mit einem pH-Wert von 7,4 angewiesen. Liegt der pH-Wert darunter, werden auch hier die Nervenzellen nicht optimal arbeiten können.

Ist die Säurelast zu hoch, kann es, ähnlich wie im Gehirn, durch die vermehrte Ansammlung von Säure auch im Nervensystem des Bauchraums zu einer eingeschränkten Funktion kommen. Auch hier kann es sein, dass sich der betroffene Mensch zunächst ganz allgemein unwohl fühlt. Mit Müdigkeit, Nervosität, Unausgeglichenheit, Stressgefühlen und einer verminderten Belastbarkeit.

Jedes einzelne Symptom kann ein Signal des Körpers sein. Werden diese Signale überhört, kann es sein, dass sie sich zunächst verstärken und, wenn weiter unbeachtet, zu weiteren Problemen führen.

So erkennen Sie die Übersäuerung am Nervensystem

Mögliche Anzeichen für eine Übersäuerung am Verdauungstrakt

  • Entzündung der Mundschleimhaut
  • Wundsein der Mundschleimhaut
  • Entzündung und Rückgang des Zahnfleisches
  • Entzündung und Rückgang des Zahnhalteapparats
  • erhöhter Blutzuckerspiegel
  • Sodbrennen
  • Entzündung der Magenschleimhaut
  • Magengeschwüre
  • Reizmagen
  • Reizdarmsyndrom
  • ›unruhiger‹ Magen und Darm
  • Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Nahrungsmitteln
  • Durchfall
  • Verstopfung
  • Übelkeit

Sodbrennen und Magenschleimhautentzündungen

Selbstverständlich reagieren – wie alle anderen Nerven – auch die vielen Millionen Nervenzellen, die allein unser Magen beherbergt, auf eine Übersäuerung, die sich dann etwa in Form eines nervösen Magens, Fehlregulationen und einer Entzündung der Magenschleimhaut oder auch als Sodbrennen zeigen kann.

Übersäuerung Magen-Darm: Was ist Sodbrennen?

Von Sodbrennen spricht man, wenn saurer Mageninhalt durch eine Störung in die Speiseröhre gelangt. Das Sodbrennen kann, muss jedoch nicht zwingend von einer Übersäuerung des Körpers kommen. Es kommt auch vor, dass erbliche oder mechanische Probleme mit dem Schließmuskel vorliegen, der normalerweise ein Übertreten von Magensäure in die Speiseröhre verhindern würde.

Nichtsdestoweniger sind mir immer wieder Menschen begegnet, die, nachdem sie Ihr Problem mit der Übersäuerung gelöst hatten, auch ihre Magenprobleme ganz wie von selbst losgeworden sind oder zumindest spürbare Erleichterung finden konnten.

Schnelles Essen als Ursache für Sodbrennen

Und oftmals ist dem Magen mit seinem hochkomplexen Nervensystem einfach schon dadurch geholfen, dass ein Mensch besser auf seine Körperintelligenz hört und zu hastiges, individuell unpassendes Essen und Trinken oder auch Genussmittel wie Alkohol, Softdrinks und Nikotin meidet, alles Stoffe, die im individuellen Übermaß zugeführt, der Magenschleimhaut einfach erhebliche Probleme bereiten können.

Wenn ein Essen nicht genügend gekaut, eingespeichelt oder zu hastig gegessen worden ist, muss nämlich der Magen dann die übergangene Vorverdaung, die eigentlich der Mund durch das Kauen und das Einspeicheln mit übernehmen sollte, nachholen.

Das kann dann, genau wie individuell unverträgliche Speisen oder eine ungünstige Kombination von verschiedenen Nahrungsmitteln, zu einer Überforderung des Magens führen.

Gestörte Verdauung, Verstopfung und das Reizdarm-Syndrom

Unser Verdauungstrakt ist mit einem hochkomplexen Netz von Nervenzellen ausgestattet. Dieses Nervensystem steuert die Funktion aller Verdauungsorgane mit. Das faszinierende System reicht von Mund und Nase bis zum Darmausgang. Es ist darüber hinaus sogar auch noch mit unserem Hör-, Seh- und Geruchssinn verbunden.

Liegt im Körper nun ein Überschuss an Säure vor, führt das, ähnlich wie beim Bindegewebe, zu Ablagerungen von Säure am Nervengewebe. Das Ergebnis: Die nervliche Steuerung und somit die Funktion und der Zustand von Mundhöhle, Magen, Darm und den umliegenden Gebieten kann dadurch deutlich beeinträchtigt werden.

Das kann Unwohlsein, Übelkeit, aber auch Probleme wie Blähungen, Schmerz, Verstopfung und Durchfall zur Folge haben. Unzählige Male durfte ich in meiner Praxis schon erleben, dass es nach einer Entsäuerung zu einer deutlichen Verbesserung solcher Beschwerden kam. Mitunter sogar zu einem völligen Verschwinden der Probleme.

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