So schädlich ist Alkohol nach dem Sport

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Bei vielen Sportlern vor allem in Mannschaftssportarten gehört das Glas Bier in gemütlicher Runde nach dem Training fast ebenso dazu wie das Training selber. Doch wenn man seine Leistung verbessern will, sollte man besser auf eine alkoholfreie Variante umsteigen.

Alkohol und Sport passen nicht zusammen. Das betrifft nicht nur den Einfluss von Alkohol auf das Reaktionsvermögen oder die Koordination, sondern auch die Leistung. So hat eine Schweizer Studie ergeben, dass Alkohol vor dem Sport die anschließende Leistungsfähigkeit verringert.(2)

Die Wenigsten kommen allerdings auf die Idee, vor dem Sport etwas Alkoholisches zu trinken. Interessanter ist daher die Frage, welchen Einfluss alkoholhaltige Getränke nach dem Training auf den Körper und die Gesundheit haben. Genau diese Frage haben sich auch neuseeländische Wissenschaftler gestellt und eine entsprechende Untersuchung durchgeführt.(3)

Keine Regeneration

Geht es nach den Forschern der Massey Universität, sollte man nach dem Sport die Finger vom Mannschaftsbier lassen (Lesen Sie auch: Bier als Sportgetränk). Denn bereits moderate Mengen Alkohol nach dem Training behindern die Regeneration der Muskeln signifikant. Das sagt auch Studienleiter Matt Barnes: „Wenn man trainieren möchte, sollte man keinen Alkohol trinken.“

Bei der Untersuchung mit Hobbysportlern bekam eine Gruppe nach einem exzentrischen Krafttraining einen Fruchtsaft mit einer moderaten Menge Alkohol (Wodka-Orangensaft). Die Kontrollgruppe bekam die gleiche Menge Saft, bei der die dem Alkohol entsprechende Menge Energie zugesetzt war. Nach 36 und 60 Stunden wurde bei den Probanden mittels einer speziellen Ausrüstung ihre Leistungsfähigkeit erneut gemessen.

Schwache Muskeln

„Der Abstand zwischen dem Trinken und dem Messen beträgt 2 bzw. 3 Tage später“, erklärt Barnes. Das wäre also eigentlich genug Zeit, den Alkohol abzubauen. „Doch mit dem Konsum von Alkohol war der Verlust an Muskelleistung deutlich größer, sogar fast doppelt so groß wie bei der Kontrollgruppe.“ Auch 60 Stunden später war die Maximalkraft noch um bis zu 50 % geringer als bei den Abstinenzlern. „Normalerweise erwartet man noch einen Verlust an Leistung, doch unter Alkoholeinwirkung war dieser Verlust extrem hoch.

Dies zeigt, dass, wenn man nach einem exzentrischen Training Alkohol zu sich nimmt, die Fähigkeit der Muskeln sich zu erholen, gebremst wird. Daher würde ich jedem empfehlen, der seinen Sport ernst nimmt, nach dem Training, einem Spiel oder in der Erholungsphase auf Alkohol zu verzichten.“ Alkohol hat in einer ernsthaften Sporternährung nichts zu suchen.

 Christian Riedel

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Quellenangabe:

1. Journal Science Medicine Sports, 2010

2. http://alcalc.oxfordjournals.org/content/44/3/278.full

3. http://www.massey.ac.nz/massey/about-massey/news/article.cfm?mnarticle_uuid=D31E6992-96BF-57FE-A6CF-DA84F7392277

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Christian Riedel

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