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Stress und Zähneknirschen – Was hilft?

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Stress und Zähneknirschen: Die letzte Zeit ist für uns alle nicht einfach und hinterlässt ihre Spuren – bei Vielen auch im Gebiss und Kiefer, wie eine israelische Studie zeigt.

CMD und Stress

Ob hohe berufliche Belastungen, ein angespanntes Familienleben oder sogar schwere Schicksalsschläge: für viele Menschen gehört Stress zum Alltag, ist gewissermaßen der neue Normalzustand. In der Folge nehmen viele den Stresszustand des Körpers nicht mehr bewusst wahr und unternehmen keine Gegenmaßnahmen zum Stressabbau. Häufig beginnt der Körper deshalb selbstständig die Anspannung abzubauen – und zwar über den Kiefer. Das Zähneknirschen oder Zusammenpressen des Kiefers passiert meist unbewusst oder nur nachts, sodass es in der Regel erst durch Folgebeschwerden bemerkt wird.

In der heutigen Leistungegesellschaft nimmt die Stressbelastung ständig zu. Doch nicht nur lange, anstrengende Arbeitstage mit vielen Überstunden tragen zu einem anhaltenden Stresslevel bei. Auch die Lärmbelastung in der Stadt oder die permanente Erreichbarkeit setzen den Körper kontinuierlich in einen Alarmzustand. Dazu können emotionale Belastungen kommen: Schicksalsschläge, Scheidung, Krankheit oder psychische Krankheiten wie Depressionen und Angsstörungen sind nicht selten Auslöser für Zähnknirschen und CMD.

Was löst Zähneknirschen aus?

Stress ist also eine der häufigsten Ursachen oder Verstärker für das (nächtliche) Zähneknirschen. Während der Pandemie sind viele zusätzliche Stressfaktoren entstanden, die bei vielen Menschen unbewusst zum Zähneknirschen, als eine Art Stressabbau, führen.

  • Die Pandemie sorgt für einige Stresssituationen, egal ob beruflich oder privat.
  • Die Unzufriedenheit nimmt generell zu
  • Home office ist eine Herausforderung (Einsamkeit oder Stress in der Familie)
  • Kurzarbeit und finanzielle Sorgen
  • Wenig soziale Kontakte
  • Fehlende Verständigung durch Mimik und mangelnde Körpernähe
  • Kaum Freizeitausgleich durch Einschränkungen

Israelische Studie: Wie Lockdown und Zähneknirschen zusammenhängen

Ein israelisches Forscherteam fand jetzt in einer Studie heraus, dass während des ersten Lockdowns durch Corona sowohl die psychoemotionale Stressbelastung als auch CMD (Kiefergelenksstörungen), Zähneknirschen sowie Schmerzen in der Kiefer- und Gesichtsmuskulatur signifikant verstärkt auftraten.

Mithilfe eines Online-Fragebogens verglichen die Forscher Daten von knapp 1.800 Personen aus Israel und Polen. Neben Fragen zu psychischen und mentalen Aspekten, zur finanziellen Situation sowie zur Infektionsangst oder den Verhältnissen zu Freunden und Verwandten, wollten die Forscher wissen, inwiefern die Studienteilnehmer von CMD, Zähneknirschen (Bruxismus) und Gesichtsschmerzen betroffen seien.

Die spannenden, jedoch wohl nicht so verwunderlichen Ergebnisse im Detail:

  • Fast die Hälfte der Befragten aus Polen gab an, in den letzten 30 Tagen mindestens einmal pro Woche Kiefer- oder Gesichtsschmerzen zu haben. Dabei sind Frauen häufiger betroffen als Männer.
  • Die Forscher stellten einen direkten Zusammenhang zwischen der Corona-Stressbelastung und den deutlich gehäuften Beschwerden her.
  • Außerdem berichteten 34 Prozent der polnischen Teilnehmer, dass sich seit dem Beginn der Corona-Krise ihre Bruxismus-Problematik verschlimmert habe. Bei den israelischen Befragten waren es 15 Prozent.
  • Als weitere Gründe für vermehrtes Zähneknirschen sowie Kiefer- und Gesichtsschmerzen identifizierten die Forscher Ängste, Depressionen oder persönliche Probleme aufgrund von Corona.

Welche Symptome treten bei CMD auf?

Der Begriff Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) beschreibt die Beschwerden, die infolge von beispielsweise nächtlichem Zähneknirschen autreten. Hierbei kann ein Druck von bis zu 600kg pro Quadratzentimeter wirken. Damit ist es nicht verwunderlich, dass verschiedenste Symptome wie Schmerzen in der Gesichts- und Kiefermuskulatur und starke Abnutzungserscheinungen der Zähne auftreten. Zusätzlich leiden viele Betroffene unter unspezifischeren Beschwerden. Dazu gehören häufig Schluckbeschwerden, Ohrengeräusche und Kopfschmerzen oder Schwindel.

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Was kann man gegen Zähneknirschen tun?

Zähneknirschen und CMD werden häufig durch Stress ausgelöst und verstärkt. Um die lästigen Symptome und Schmerzen loszuwerden hilft es, das eigene Stresslevel zu reduzieren und bewusst Entspannungsmethoden anzuwenden. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Ein schöner Spaziergang in der Natur an der frischen Luft
  • Ein warmes Entspannungsbad
  • Vor dem Ins-Bett-Gehen die Gedanken aufschreiben
  • Ruhige Musik und gedimmtes Licht am Abend statt Bildschirm und Blaulicht
  • Eine geführte Meditation oder Fantasiereise

Quellenangabe

Quelle: J Clin Med. 2020 Oct 12;9(10):3250. Temporomandibular Disorders and Bruxism Outbreak as a Possible Factor of Orofacial Pain Worsening during the COVID-19 Pandemic-Concomitant Research in Two Countries. 

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Über den Autor

Florentine Frey

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