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Functional Training: Trainieren bei Krankheit? Sinnvoll oder nicht?

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Functional Training: Ob man während einer Krankheit trainineren sollte oder nicht, wird kontrovers diskutiert. Hochintensive Workouts, wie sie vor allem im funktionellem Training vorkommen, setzen den Körper höherem Stress aus, was Erkrankungen verschlimmern kann.

Darf ich also mit Krankheit trainieren?

Dasselbe Immunsystem, das Trainingsschäden repariert, bekämpft auch Infektionen und Krankheitserreger. Wenn Ihr Körper also quasi nach einem Functional Training-Workout mit hoher Intensität Überstunden macht, kann es ihm schwerfallen, gleichzeitig von einer Krankheit zu genesen.

Erkrankte ziehen oft ihr Training durch und werden danach kränker, und Leute, die sich schon fast von einer Krankheit erholt hatten, machen vielleicht ein Workout, nur um wenige Tage später einen Rückschlag zu erleiden.

Funktionelles Training trotz Krankheit?

Meist ist es keine gute Idee, ein Functional Training, Widerstandstraining, hochintensives Intervalltraining, Zirkeltraining oder Sprints zu absolvieren, wenn man krank ist oder sich von einer Krankheit erholt.

Gestatten Sie Ihrem Körper, sich auf seine Genesung zu konzentrieren, statt Ihr Immunsystem durch die nach einem Workout nötige Muskelregeneration abzulenken. Wollen Sie dennoch trainieren, kann Widerstands- oder Krafttraining mit niedriger Intensität okay sein – falls der am Muskel entstandene Schaden minimal ist.

Ausdauertraining mit hohen Wiederholungszahlen kann ebenfalls akzeptabel sein, solange das Gesamtvolumen nicht zu hoch ist. Den größten Schaden am Muskel richten moderate bis schwere Gewichte und moderate Wiederholungen im Bereich von 6–12 an. Das sollten Sie vermeiden.

Functional Training mit Erkältung und Fieber?

Oft wird behauptet, es sei in Ordnung, mit einer Erkältung zu trainieren, aber man solle es lassen, wenn die Krankheit Hals oder Brust betrifft. Das stimmt, solange die Intensität des Workouts niedrig bleibt.

Haben Sie jedoch Fieber, so sollten Sie überhaupt nicht trainieren. Solange man sich in diesem verletzlichen Zustand befindet, darf der Körper all seine Resourcen auf die Bekämpfung der Erkrankung verwenden.

Darf ich mit einer Bronchitis Sport treiben?

Brusterkrankungen wie Lungenentzündung und Bronchitis sind gefährlicher als Erkältungen. Ärzte haben es lieber, wenn man im Bett bleibt, während man sie auskuriert. Allerdings kann dies für einen Athleten zum Problem werden.

Völlige Ruhe und Bewegungslosigkeit (etwa bei Bettruhe) kann diese Erkrankungen noch weiter begünstigen. Während Sie im Krankenhaus im Bett liegen, besteht die Gefahr von nosokomialen Infektionen. Zu solchen Zeiten braucht Ihr Körper irgendeine Art von Bewegung statt des normalen Functional Trainings – dem er nicht gewachsen wäre.

Vielleicht möchten Sie aufstehen und einen kurzen Spaziergang machen, um den Kreislauf anzuregen? Oder Tiefenatmung praktizieren, vor allem dann, wenn Sie viel husten müssen. Das könnte besser für Sie sein, als nur herumzuliegen und nichts zu tun. Sprechen Sie dies aber immer mit Ihrem Arzt ab!

Falls Sie das Gefühl haben, für ein Workout bereit zu sein, halten Sie die Intensität gering. Vielleicht machen Sie einen kleinen Erholungslauf oder eine Aufwärmübung. Achten Sie darauf, wie Sie sich fühlen, und machen Sie sich Notizen. Bei einer Neigung, es zu übertreiben, sobald man erst einmal aufgewärmt ist, sollte man von Workouts komplett Abstand nehmen – bis man wieder völlig hergestellt ist.

Fazit

Bei Krankheit sollte man besser nicht trainieren. Wenn doch, dann nur leicht. Nach jeder Übung, die man macht, sollte man sich besser fühlen als zuvor. Falls Sie beginnen, sich schlechter zu fühlen, hören Sie auf und ruhen Sie sich den Rest des Tages aus. Denn vergessen Sie nicht: Ihr Körper und Ihre Muskeln erholen sich, während Sie ruhen, und das Gleiche gilt auch bei der Genesung von einer Krankheit.

Autor:Steven Low

Quelle: Overcoming Gravity – Schwerkraft überwinden

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