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Stress im Alltag – diese Nahrungsergänzungsmittel können helfen

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Ganz egal was die Ursachen für einen stressigen Alltag sind, ob nun Sport und Training, der Job oder das Privatleben: Auf Dauer schadet Stress und macht nicht nur unglücklich, sondern auch krank! Um diesen Zustand abzubauen, empfiehlt sich neben Sport und autogenen Training auch die Unterstützung durch Nahrungsergänzungsmittel!

Ist Magnesium bei Stress sinnvoll?

Magnesium ist ein sehr hilfreiches Nahrungsergänzungsmittel, da es ein wichtiger Mineralstoff für die Neuralfunktion ist. In stressigen Lebensphasen, besonders bei entzündungsbedingtem, von Autoimmunerkrankungen ausgelöstem Stress, leert sich der Magnesiumspeicher. Ein Mangel an Magnesium verstärkt entzündungsbedingten oder oxidativen Stress sogar noch, der durch chronischen Stress oder Schlafmangel verursacht wird. Nahrungsergänzung mit Magnesium senkt den Cortisolspiegel nach sehr anstrengenden Sporteinheiten. Magnesium verbessert zudem die Schlafqualität, wirkt wie ein Stimmungsaufheller und vermindert durch die Wiederherstellung des Serotoninspiegels sogar Depressionen.

Bei Mangelerscheinungen und zur Behandlung von Depressionen haben sich Magnesiumglycinat und Magnesium mit Taurin als sehr wirksam erwiesen. Die Magnesiumabsorption wird durch die gleichzeitige Aufnahme von präbiotischen Ballaststoffen und Vitamin B6 verbessert.

Aufgrund seiner beruhigenden Wirkung wird Magnesium häufig am Abend vor dem Schlafengehen eingenommen. Wahrscheinlich aber erhöht die mehrmalige Einnahme zu den Mahlzeiten die Aufnahme. Sie können auch beides machen (was sich auch in klinischen Tests zur Behandlung von Depressionen bewährt hat): Nehmen Sie das Magnesium sowohl zu den Mahlzeiten als auch vor dem Schlafengehen ein. Denken Sie daran, dass Magnesiumsupplemente nur unvollständig absorbiert werden und möglicherweise den Wassergehalt Ihres Stuhls erhöhen. Wenn Sie durch die Einnahme von Magnesium Durchfall bekommen, reduzieren Sie die Dosis, wechseln Sie die Magnesiumart und verändern Sie den Zeitpunkt der Einnahme in Bezug auf die Mahlzeiten.

Wie wirkt sich Vitamin C auf einen stressigen Alltag aus?

Bei einem nicht ausgeglichenen Cortisolspiegel kann Vitamin C hilfreich sein. Vitamin C wird von der Nebenniere in Antwort auf das adrenocorticotrope Hormon (ACTH) vor der Ausschüttung von Cortisol sezerniert. Warum die Nebennieren Vitamin C sezernieren, ist noch nicht erforscht, doch bei chronischem Stress kann dies zu einer völligen Leerung der Vitamin-C-Speicher führen. Deshalb benötigen Sie bei Stress viel mehr Vitamin C. Beachten Sie, dass hohe Dosen von Vitamin C (500– 1000 Milligramm dreimal täglich) die Cortisolantwort auf akuten psychischen Stress oder anstrengende Sporteinheiten nachweislich dämpfen konnten.

Omega-3-Fettsäuren bei Stress

Auch die erhöhten Zufuhr von Omega-3-Fettsäuren hat positive Auswirkungen auf den Cortisolspiegel.
Es gibt noch viele andere Nahrungsergänzungsmittel. Diese Adaptogene oder pflanzlichen Anti-Stress-Mittel werden zum Teil bereits seit Jahrhunderten traditionell gegen Stress angewendet. Ihre positive Wirkung ist in einigen Fällen auch wissenschaftlich bestätigt. Allerdings enthalten sie vielfach Inhaltsstoffe, die auch das Immunsystem stimulieren. Daher sollten sie bei Autoimmunerkrankungen nur mit äußerster Vorsicht angewendet werden.

Viele pflanzliche Anti-Stress-Mittel enthalten z. B. Saat-Hafer oder Saat-Hafer-Extrakt (meist wird der lateinische Name Avena sativa deklariert), der das Prolamin Avenin und möglicherweise sogar Gluten enthält. Zitronenmelisse (meist wird der lateinische Name Melissa officinalis deklariert) wirkt sich sowohl auf das angeborene als auch auf das adaptive Immunsystem negativ aus und unterdrückt die Schilddrüsenfunktion.
Adaptogene Kräuter bzw. Adaptogene sind Kräuter oder isolierte chemische Stoffe (meist Polyphenole), die die Widerstandskraft des Körpers gegen Stress, Traumata, Angstzustände und Erschöpfung erhöhen.

Hilft Ginseng bei Stress?

Ashwagandha, ein weiterer Inhaltsstoff, den man häufig in diesen Nahrungsergänzungsmitteln findet, gehört
zur Familie der Nachtschattengewächse und kann bei einigen Menschen das Immunsystem stimulieren. Ginseng, das oft in Anti- Stress-Mitteln enthalten ist, um die Energie zu steigern, hat offenbar immunstimulierende Eigenschaften. Und natürlich ist es nicht hilfreich, ein ohnehin schon überstimuliertes Immunsystem noch zusätzlich zu reizen.

Die adaptogenen Kräuter Astragalus membranaceus, Schisandra chinensis und Cordyceps sinensis stimulieren alle das Immunsystem. Menschen mit chronischem Stress werden
häufig Nahrungsergänzungsmittel zur Unterstützung der Neurotransmitter empfohlen. GABA (Gamma-Aminobuttersäure) ist ein hemmender Neurotransmitter, der nachweislich eine Rolle für die HPA-Achse spielt, und zwar sowohl im Bereich des Hypothalamus als auch der Hypophyse. Angeblich wirkt GABA in Nahrungsergänzungsmitteln stressreduzierend, doch seine Wirksamkeit ist nicht wissenschaftlich belegt.

Stress und DHEA

DHEA (Dehydroepiandrosteron) ist ein neuroaktives Steroid und Zwischenprodukt der Androgen- und Östrogenproduktion. Es wird sowohl von der Nebenniere als auch vom Gehirn produziert. DHEA-Nahrungsergänzung senkt nachweislich den Cortisolspiegel und verbessert die Gedächtnisfunktion. DHEA wirkt immunmodulatorisch, außerdem ist das Absenken des Cortisolspiegels nicht grundsätzlich
von Vorteil (man sollte diesen regulieren und nicht nur senken).

DHEA steigert die Zahl und Aktivität natürlicher Killerzellen, senkt einige proinflammatorische Zytokine, steigert aber auch die Zytokinproduktion durch TH1-Zellen sowie die T-Zell-Proliferation. Bei Patienten mit systemischem Lupus erythematodes waren die Ergebnisse einer DHEA-Supplementierung uneindeutig und es bestehen Bedenken hinsichtlich der Langzeitwirkung. Eine weitere Option ist die Einnahme von Naltrexon, das die Aktivierung von Mikrogliazellen unterdrückt.

Stress bei Autoimmunerkrankungen

Viele Menschen die von unterschiedlichen Autoimmunerkrankungen betroffen sind, leiden unter Stress. Die Versuchung ist groß, diesen mithilfe von Nahrungsergänzungsmitteln »auszuschalten«, aber das funktioniert bei Menschen mit einer Autoimmunerkrankung nicht. Zwar sind eine hohe Zufuhr von Omega 3-Fettsäuren und hohe Dosen von Magnesium und Vitamin C durchaus nützlich, aber sie können Veränderungen des Lebensstils zur Reduzierung von Stress und die Stärkung Ihrer angeborenen Resilienz nicht ersetzen. Wenn Sie ein Problem mit der Darm-Hirn-Achse haben, sollten Sie Supplemente daher eher als ergänzendes Heilverfahren betrachten.

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