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Yoga im Unternehmen- Positive Auswirkungen auf die Arbeitswelt

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Yoga im Unternehmen: Immer mehr Unternehmen erkennen die positive Wirkung von Yoga auf ihre Mitarbeiter im Rahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF). Für Yogalehrer ergibt sich daraus ein interessantes Businessmodell, bei dem es jedoch einige wichtige Punkte zu beachten gilt.

Welcher Yogastil eignet sich am besten?

Die fernöstliche Trainingsform Yoga ist so vielseitig und facettenreich, dass sie tatsächlich fast überall einsetzbar ist. Und so setzten auch immer mehr Unternehmer auf die positiven Effekte von Yoga in der Arbeitswelt. Doch wie lässt sich die Trainingsmethode in Unternehmen sinnvoll umsetzen?

Wer Yoga in einem Unternehmen unterrichten möchte, muss sich im Vorfeld einige wichtige Fragen stellen: Wie gestalte ich eine Yogastunde in dieser Firma? Eignet sich jeder Yogastil oder gibt es sinnvolle und weniger sinnvolle Yogarichtungen für die Mitarbeiter in dieser Firma? Denn gerade in der Betrieblichen Gesundheitsförderung sind die Teilnehmer einer Yogastunde auf verschiedenen Trainingsleveln. Auch das Alter und die Beweggründe für die Teilnahme an solchen Yogastunden werden sehr unterschiedlich sein: Manche wollen ihre Rückenschmerzen lindern, andere wollen es einfach einmal ausprobieren und wieder andere praktizieren bereits regelmäßig Yoga. Was alle gemeinsam haben: Sie kommen direkt aus dem Arbeitsalltag und wollen genau hier abgeholt werden.

Das kann auf ganz unterschiedliche Arten geschehen:

  • Atemübungen, die den Stresspegel verringern,
  • eine Meditation, die hilft, die Aufmerksamkeit nach innen zu richten,
  • entspannte Yin-Yoga-Einheiten, die Anspannungen abfallen lassen,
  • eine Power-Yoga-Stunde, die hilft, in der eigenen Kraft und Stärke anzukommen, und
  • durch eine Vinyasa-Stunde, die alles wieder zum Fließen bringt und den Arbeitsalltag vergessen lässt. Jede dieser Richtungen ist sinnvoll.

Hier ist ein gutes Einfühlungsvermögen des Yogalehrers gefragt, um die allgemeine Stimmung in der Gruppe erfassen zu können und darauf einzugehen.

Wie sollten die Räumlichkeiten gewählt werden?

Auch die Frage nach den passenden Räumlichkeiten stellt viele Yogalehrer vor eine Herausforderung. Denn in der Regel verfügen die wenigsten Unternehmen über einen eigenen Fitnessraum und die Besprechungsräume sind häufig belegt. Hier gilt es, zu improvisieren und flexibel zu sein: Warum die Stunde nicht kurzerhand in den nächstgelegenen Park verlegen? Im Yoga übt man sich im Flexibelwerden – nicht nur körperlich, auch geistig. Man übt sich darin, in schwierigen Situationen ruhig und gelassen zu bleiben und die Umstände so anzunehmen, wie sie sind.

Vorteile von Yoga im Rahmen der BGF

In vielen Firmen führen einseitige Bewegungen oder ständiges Sitzen zu massiven Verspannungen und Fehlhaltungen. Viele Unternehmen bieten ihren Mitarbeitern deshalb Rückengymnastik an, was natürlich sinnvoll ist. Während bei der Rückengymnastik ausschließlich der Körper trainiert wird, wird beim Yoga auch der Geist miteinbezogen. Das bedeutet: Yoga beeinflusst auch die stockende, oft flache Atmung und negativen Gedanken und Gefühle positiv. All das nehmen wir im Yoga wahr. Und allein durch die Wahrnehmung gehen wir bewusster mit uns selbst und auch mit anderen um. Wir betrachten uns ehrlicher.

Da die meisten Teilnehmer an den Yogakursen einer sitzenden bzw. einseitigen Tätigkeit nachgehen, gilt es, dies auszugleichen (Übungen siehe Fotos). Noch dazu gibt es im Yoga keinen Wettkampfgedanken. D. h., hier geht es nicht darum, Ziele zu erreichen. Es zählt das Hier und Jetzt, der gegenwärtige Moment. Die Teilnehmer nehmen wahr, wie es ihnen im jetzigen Moment geht. Jeder darf bei sich sein, ganz ohne Konkurrenzdenken. Dies wird ein kollegiales Miteinander verstärken, ob bewusst oder – durch die Zeit der Yogapraxis – auch unbewusst.

Wie finde ich meinen Ansprechpartner in Firmen?

In großen Firmen gibt es oft ein Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM), das unter anderem für die Vergabe der sportlichen Aktivitäten für Mitarbeiter verantwortlich ist. In kleineren Firmen übernimmt die Personalabteilung diese Aufgabe. Häufig steht Firmen auch ein Budget für BGF zur Verfügung. Manche Firmen übernehmen den Kurs komplett, andere lassen den Kurs als Arbeitszeit gelten. Meist finden die Kurse als abgeschlossene Einheit mit insgesamt zehn Terminen statt – natürlich in bequemer sportlicher Kleidung.

Die besten Übungen für Yoga im Unternehmen

AnfangsentspannungYoga im Unternehmen hat viele positive Auswirkungen auf die Arbeitswelt. Das solltest du als Yogalehrer oder- lehrerin beachten!

Die Teilnehmer liegen flach auf dem Boden. Die Aufmerksamkeit wird auf die Atmung gelenkt, indem man vollständig und gleichmäßig ein- und ausatmet. Eine weitere Möglichkeit ist es, auf vier Zählzeiten einzuatmen, den Atem vier Zählzeiten zu halten und dann wieder auf vier Zählzeiten auszuatmen.

Handgelenke

Da viele Teilnehmer im Büro tätig sind, ist es sinnvoll, Übungen für die Hände und Handgelenke mit einzubauen. Eine sinnvolle Übung ist, im Sitzen die Arme anzuheben und im Wechsel die Hände zu Fäusten zu ballen und die Finger zu spreizen. Der mentale Fokus der Teilnehmer liegt bei dieser Übung auf der Fragestellung: „Wie gehe ich mit einer anstrengenden Situation, die mir wahrscheinlich nicht gefällt, innerlich um?“ Die Dauer dieser Übung beträgt zwei Minuten.

 

 

 

 

Danach zum Ausgleich im Vierfüßlerstand die rechte Hand auf den Handrücken legen (die Finger zeigen nach innen) und die linke Handinnenfläche auf die rechte legen. Mit dem Ellbogen der unteren (rechten) Hand kreisen, sodass eine Mobilisation im Handgelenk stattfindet. Wechsel zur anderen Seite.

Yoga im Unternehmen hat viele positive Auswirkungen auf die Arbeitswelt. Das solltest du als Yogalehrer oder- lehrerin beachten!

Kobra

In der „Kobra“ wird der Herzbereich geöffnet und der obere Rücken gestärkt, daher die Aufmerksamkeit auf diese Bereiche lenken und einen Moment halten. Während dem statischen Halten den Kopf nach rechts und links drehen, um den Halswirbelbereich zu mobilisieren.

Yoga im Unternehmen hat viele positive Auswirkungen auf die Arbeitswelt. Das solltest du als Yogalehrer oder- lehrerin beachten!

 

 

 

 

Bauch

Diese Übung ist für die Stärkung der inneren Mitte. In Rückenlage die Arme überkreuzen und die Beine gegengleich dazu umschlingen. In der Einatmung kommen Finger- und Fußspitzen in Richtung Boden, in der Ausatmung Ellbogen und Knie zueinander.

 

 

 

Abschlussmeditation

Zum Abschluss eignet sich eine kurze Meditation, um die Entspannung, die während der Yogastunde eingetreten ist, zu intensivieren. Hierbei steht im Fokus, die Ruhe zwischen den Gedanken auszudehnen und das Gedankenkarussell anzuhalten. Eine einfache Technik hierfür wäre, die Atemzüge zu zählen – ohne das Ziel, eine bestimmte Zahl zu erreichen, sondern mit dem Wunsch, die Konzentration und die Aufmerksamkeit einzig und allein beim Zählen zu halten.

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Autorin: Martina Schneider

Die Ausbilderin für Yoga und Pilates bei SAFS & BETA hat diverse Yogaausbildungen abgeschlossen, u.a. Intensive Yoga, Sivananda, Yin Yoga, Yoga und Krebs, Yoga Personal Trainer. Mittlerweile hat sie sich auf Firmenyoga und PT spezialisiert und veranstaltet diverse Yogareisen.

www.flower-yoga.com

 

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Über den Autor

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