Das hilft wirklich gegen Knieschmerzen | Mit Video-Übungen

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Zu viel, zu schnell und häufig unnötig. Die Rede ist hier nicht vom Essverhalten der westlichen Welt, obgleich das auch hervorragend passen würde, sondern vom Einsatz künstlicher Kniegelenke. Bereitwillig wie in kaum einem anderen Land setzen diese deutsche Ärzte im Falle von Knieschmerzen ein.

Künstliche Kniegelenke: Das Allheilmittel gegen Schmerzen?

Macht ja im ersten Moment auch Sinn: Das, was übermäßig unter Verschleiß zu leiden hat, tauschen wir aus. Deshalb wechseln wir Autoreifen, deshalb ersetzen wir unsere Laufschuhe. Allerdings scheint diese Methodik beim Knie am eigentlichen Problem vorbeizugehen. Warum? Das wollen wir hier nun aufklären.

Ein Viertel aller Deutschen leidet unter Knieschmerzen

In Deutschland haben etwa 20 Millionen Menschen mit Knieproblemen zu kämpfen, also gut ein Viertel aller Deutschen. Der Begriff mag überstrapaziert sein, ist hier aber angesichts dieser Zahlen angebracht: Knieschmerzen sind eine Volkskrankheit. Bei der Untersuchung geben viele Ärzte ihre falsche Perspektive leider an ihre Patienten weiter.

Was löst unsere Knieschmerzen überhaupt aus?

Denn weit verbreitet ist die Annahme, die Quelle der Knieschmerzen sei der Verschleiß des Knorpels im Gelenk. Tatsächlich ist es nicht falsch, dass dieser Knorpel, gerade im fortgeschrittenen Alter, arg abgenutzt ist. Allerdings besitzt der Knorpel im Kniegelenk keine Schmerzrezeptoren. Ergo kann er auch nicht die Wurzel der Schmerzen sein. In einem solchen Falle ein Kniegelenk einzusetzen, ist so, als würde man bei einem Auto mit platten Reifen den Motor wechseln und erwarten, dass es dann wieder fährt.

Das eigentliche Problem: Nachlassende Elastizität von Muskeln und Faszien

Effektive Übungen gegen Knieschmerzen und bei Beschwerden im Knie für zuhauseAber was ist es dann, das die Knieschmerzen verursacht?  In den meisten Fällen sind es Faszien und Muskeln, deren Flexibilität nachlässt. Dies resultiert in einem Zusammenpressen und zunehmenden Verschleiß des Knorpels. Unser Hirn registriert dies als Schmerz, denn es will verhindern, dass Knorpel und Kniegelenk weiterhin in Mitleidenschaft gezogen werden. Das Hirn will, salopp gesagt, dass wir unser Knie nicht mehr belasten.

Man darf es an dieser Stelle nicht falsch verstehen: NATÜRLICH können Knieschmerzen ebenfalls das Resultat einer Erkrankung oder eines Unfalls sein. In solchen Fällen sammeln sich zum Beispiel Eiter und Blut im Kniegelenk. Es schwillt unübersehbar an und es entstehen starke Schmerzen. Dies ist aber in den meisten Fällen von Knieschmerzen nicht der Ausgangspunkt – sondern eben unnachgiebige Faszien und Muskeln.

Warum büßen Muskeln und Faszien an Elastizität ein?

Um dies zu verstehen, müssen wir uns zunächst einmal vergegenwärtigen, wie Muskeln und Faszien überhaupt funktionieren. Immer dann, wenn wir uns strecken oder beugen, ziehen sich die umliegenden Faszien und Muskeln zusammen. Gleichzeitig sind andere Muskeln und Faszien dazu gezwungen, nachzugeben und sich zu dehnen. Das passiert ganz automatisch im Rahmen unserer Bewegungen – wenn wir etwas heben, wenn wir in der Küche arbeiten, wenn wir Basketball spielen.

Wir nutzen nur einen Bruchteil unserer Gelenkwinkel

Im Körper eines gesunden Menschen befinden sich mehr als 650 Muskeln. Bei jeder Bewegung arbeiten unsere Muskeln mit unseren Gelenkwinkeln zusammen. Da ist es geradezu schockierend, dass wir nur 10 Prozent unserer Gelenkwinkel nutzen. Der Rest wird nicht beansprucht. Und genau dies ist ein Grund dafür, dass sich unsere Muskeln und Faszien verkürzen.

Nachlassende Elastizität durch die immer gleichen Bewegungen

In unserem Alltag muten wir unserem Kniegelenk immer wieder die gleichen Bewegungen zu. Die Gelenke sowie Faszien und Muskeln werden nicht abwechslungsreich gefordert, sondern eben immer wieder auf die gleiche Art und Weise. Dies führt zu Verspannungen, Verhärtungen und nachlassender Elastizität.

Zusätzlich sitzen wir pro Tag im Schnitt sieben Stunden, häufig winkeln wir unsere Knie beim Schlafen an. Dies verschlimmert das Ganze, denn es fördert das oben schon erwähnte Zusammenpressen des Knorpels im Kniegelenk.

Knieschmerzen und Arthrose

Nicht selten sehen sich vor allem ältere Menschen mit der Diagnose Arthrose konfrontiert. Arthrose im Kniegelenk meint einen überdurchschnittlichen Verschleiß des Knorpels und der Menisken im Kniegelenk. Dieser Verschleiß ist nach Auffassung der westlichen Schulmedizin eine Konsequenz der folgenden Dinge:

Das Prekäre ist, dass sich ein Knieverschleiß lange Zeit unbemerkt entfalten kann. Irgendwann äußert er sich dann, indem das Kniegelenk schmerzt oder gar Geräusche auftreten, wenn man es bewegt.

Der Fehler der westlichen Schulmedizin

Es ist genau hier, wo die westliche Schulmedizin einen Fehler macht. Sie stellt einen Zusammenhang zwischen abgenutztem Knorpel und Schmerzen her. Doch so stark eine Arthrose im Kniegelenk auch sein mag, ist Knorpelverschleiß eben nicht verantwortlich für Knieschmerzen. Wie sollte dies ohne Schmerzrezeptoren auch möglich sein?

Wie Sie Ihre Knieschmerzen eliminieren

Nun ein künstliches Kniegelenk einzusetzen oder Schmerzmittel zu nehmen, wird den Verschleiß nicht hemmen. Stattdessen sollte die Beschaffenheit von Muskeln und Faszien verbessert werden. Denn wenn diese wieder mit normaler Spannung arbeiten können und sich bei Bewegungen akkurat zusammenziehen bzw. dehnen, gibt es für Ihr Hirn auch keinen Grund mehr, einen Alarmschmerz auszulösen.

Wie äußern sich Schmerzen am Knie?

Typische Schmerzpunkte sind die folgenden:

  • Im Kniegelenk
  • In der Kniekehle
  • An den Außen- und Innenseiten des Knies
  • Um die Kniescheibe herum
  • An der Vorderseite des Knies

Des Weiteren sind folgende Probleme häufig der Fall:

  • Allgemeine Instabilität des Knies
  • Steifheitsgefühl
  • Probleme beim „Anlaufen“
  • Schmerzen im Ruhemodus bzw. nachts während des Schlafens

Wie lassen sich Knieschmerzen kategorisieren?

Die westliche Schulmedizin unterscheidet bei Knieschmerzen zwischen vier Hauptkategorien. Wichtig: Die nun genannten Ursachen und Zusammenhänge der Schmerzen sind aus der Perspektive der westlichen Schulmedizin geschildert. In den meisten Fällen dürften aber nicht unbedingt diese Faktoren die Schmerzen bedingen, sondern eben verspannte Muskeln und Faszien.

Schmerzen an der Kniescheibe oder vorderer Knieschmerz

Häufig ziehen sich vordere Knieschmerzen bis in die Unter- und Oberschenkel. Die westliche Schulmedizin benennt als deren Ursache in der Regel die Patella, also die Kniescheibe. Deren Spielraum ist durch Fehlstellungen und/oder Verformungen eingeschränkt. Nicht selten benennen Ärzte bei derartigen Schmerzen das sogenannte Springerknie als Ursache.

Ein Springerknie ist das Resultat vieler Sprungbewegungen, abruptem Abbremsen und vielen schnellen Richtungswechseln. Häufig leiden darunter Basketball- oder Volleyballspieler. Die permanente Überbelastung der Kniescheiben-Sehne reizt den unteren Rand der Sehne, was entsprechende Schmerzen nach sich zieht.

Schmerzen in der Kniekehle

Laut westlicher Schulmedizin steckt hinter Schmerzen in der Kniekehle eine Überbelastung der dort befindlichen Muskeln durch intensives bzw. falsch ausgeführtes Training. Dies reizt die Sehne oder führt zu einer Entzündung selbiger. Auch eine Verdickung der Sehnen, die in der Kniekehle sitzen, kann dabei vonstattengehen. Schmerzhaft ist für Patienten mit diesem Leiden vor allen Dingen das Anwinkeln der Knie.

Schmerzen an den Innenseiten des Knies

Betroffen ist hierbei meist der sogenannte Kniegelenkspalt. Die Schmerzen entstehen durch eine Fehlstellung der Füße, wiederum häufig bedingt durch das Tragen falscher oder abgetragener Schuhe. Viele Mediziner vermuten als Ursache dieser Schmerzen auch Schleimbeutelentzündungen, O-Beine und Meniskusschäden.

Schmerzen an den Außenseiten des Knies

O-Beine und X-Beine sowie, erneut, das Tragen falscher Schuhe, sind nach Ansicht vieler Mediziner die Ursachen für Schmerzen an der Außenseite des Knies. Speziell Läufer sind von diesen Schmerzen betroffen, weshalb man hier auch vom Läuferknie spricht.

Es entsteht durch starke Beanspruchung der Sehnen-Platte am Knie während des Laufens. Dabei gilt: Je weniger ausgebildet die Rumpf- und Gesäßmuskulatur, desto größer die Beanspruchung der Sehnen-Platte. Nach Ansicht der westlichen Medizin entsteht hierbei eine Reibung der Knochen im Kniegelenk. Zunächst entfalten sich die Schmerzen lediglich beim Laufen, später dann auch beim Gehen.

Je besser das Fundament, desto langlebiger das Material

Anstatt mit diesen qualvollen Knieschmerzen zu leben oder sich mit dem Spritzen von Schmerzmitteln abzufinden, ist es ratsam, verspannte Muskeln und Faszien zu trainieren. Es ist bei unserer Muskulatur wie bei einem Haus: Je stärker das Fundament, desto langlebiger und robuster ist das Material, desto später ist – wenn überhaupt – eine „Renovierung“ nötig.

Knieschmerzen bekämpfen: Mit diesen Übungen klappt’s

Hier sehen Sie nun zwei Übungen, mit denen Sie Muskeln und Faszien trainieren können, um Knieschmerzen zu minimieren bzw. ihnen vorzubeugen.

Mehr Mobilität: Der Deep Squat

Mehr Stabilität: Die Glute Bridge

Warum viele herkömmliche Behandlungen nicht helfen

Künstliches Kniegelenk

Vereinfacht ausgedrückt kann ein künstliches Kniegelenk gegen die meisten Knieschmerzen nichts ausrichten. Denn das Gelenk selbst ist ja nicht das Problem, sondern die wenig flexiblen Muskeln und Faszien. Vorschnell werden, vor allen Dingen in Deutschland, von Medizinern künstliche Gelenke eingesetzt. In der Hoffnung, dass diese die Schmerzen eliminieren.

Zudem, dies sei nicht verschwiegen, stecken dahinter leider auch finanzielle Motive. Die Summen, die mit künstlichen Kniegelenken in deutschen Krankenhäusern umgesetzt werden, sind enorm. Dennoch sei gesagt: Ist ein Kniegelenk tatsächlich zerstört, zum Beispiel durch einen Unfall, ist ein künstliches Kniegelenk eine sinnvolle Maßnahme. Aber eben nur dann, und nicht bei den üblichen Knieschmerzen, die einen Großteil der Patienten betreffen.

Spritzen sind keine Dauerlösung gegen Schmerzen

Hyaluronsäure ist ein Bestandteil der Gelenkflüssigkeit im Knie. Viele Mediziner setzen daher Hyaluronsäure ein, um Patienten Linderung bei ihren Schmerzen zu verschaffen. Klingt eigentlich nach einer guten Idee.

Aber: Langfristig ist damit leider niemandem geholfen. Schon mehrere Studien haben sich mit der Langzeitwirkung des Spritzens von Hyaluronsäure befasst. Kurzfristig mögen solche Spritzen zwar helfen, über einen langen Zeitraum sorgen sie allerdings nicht für Besserung. Zudem ist noch gar nicht klar, welche Risiken das langfristige Spritzen von Hyaluronsäure birgt. Überspitzt gesagt spielt der Mensch hier mit etwas, das er (noch) gar nicht richtig einschätzen kann.

Unnötige Knieoperationen

Schnell, profitabel und effizient – das scheint das Credo vieler deutscher Krankenhäuser zu sein. Kniespezialisten wie Prof. Dr. med. Hans Pässler kritisieren deutsche Krankenhäuser dafür, dass sie viel zu leichtfertig Knieoperationen durchführen. Auch, weil die Mediziner unter Druck stünden, die Anzahl der Eingriffe zu maximieren. Pässler hält drei von vier Eingriffen am Knie für unnötig.

Aber nicht nur das. Nicht wenige Patienten klagen auch nach einer Operation noch über Schmerzen. Es ist leider das alte Lied: Ein Eingriff am Knorpel oder dem Gelenk hat letzten Endes keinen Effekt, sofern die eigentliche Schmerzquelle Muskeln und Faszien sind, denen es an Elastizität mangelt.

Fazit

Knieschmerzen und deren Behandlung scheinen in vielen deutschen medizinischen Einrichtungen in einem krassen Gegensatz zu stehen. Der Knorpel im Kniegelenk mag sich abnutzen, kann mangels eigener Schmerzrezeptoren aber nicht der Übeltäter sein. Und auch der Einsatz von Spritzen oder künstlichen Kniegelenken hat wenig Aussicht auf Schmerzlinderung.

Darum verspannen sich unsere Muskeln und Faszien

Dies liegt darin begründet, dass die meisten Knieschmerzen auf nachlassende Flexibilität der Muskeln und Faszien zurückzuführen sind. Wir haben uns heute Bewegungsmuster angeeignet, die einseitig sind, schaden unserem Körper durch zu viel Sitzen und treiben – nicht immer, aber häufig – zu wenig (abwechslungsreichen) Sport. Dadurch verkürzen und verspannen sich Muskeln und Faszien.

Den Verspannungen vorbeugen und entgegenwirken

Auch, wenn es uns Pharmaindustrien und Krankenhäuser häufig einreden wollen: In den meisten Fällen sind bei Knieschmerzen keine teuren Schmerzmittel oder Operationen notwendig. Sie mögen kurzfristig Besserung schaffen, zielen langfristig aber am eigentlichen Problem vorbei. Mittels richtiger Pflege, sprich regelmäßigem und zielgerichtetem Training für flexible Muskeln und Faszien am Knie, lassen die Schmerzen auf natürliche Weise nach. Im Idealfall trainieren Sie Ihre Faszien und Muskeln vorbeugend, sodass es erst gar nicht zu Knieschmerzen kommt.

Die ideale Methode für präventives und postoperatives Aufbautraining des Knies

Effektive Übungen gegen Knieschmerzen und bei Beschwerden im Knie für zuhauseUnser Tipp:Wussten Sie, dass nirgendwo so viele künstliche Kniegelenke eingesetzt werden wie in Deutschland? Auch Gelenkspiegelungen gehören erstaunlicherweise zu den häufigsten Eingriffen bei Schmerzen im Knie. Das unglaubliche dabei ist, dass die meisten dieser Operationen absolut unnötig sind! Das belegt eine umfangreiche Studie der Bertelsmann-Stiftung.

In vielen Fällen reichen oft gezielte Übungen aus, um die Kniebeschwerden wieder in den Griff zu bekommen. Das Konzept des Online-Trainings-Systems für die optimale Kniegesundheit beinhaltet ein innovatives Trainingssystem basierend auf den drei Säulen Beweglichkeit, Stabilität und Kraft.

Dabei richtet sich das Training an alle Menschen mit überhöhten muskulär-faszialen Spannungen, mit einer Entzündung im Knie, postoperativ nach abgeschlossener Rehabilitation beim Physiotherapeuten und allgemeinen Schmerzen im Kniegelenk durch Asymmetrien und Dysbalancen, sowie an gesunde und schmerzfreie Sportler, die präventiv ihre Kniegesundheit sichern möchten. Durch die verschiedenen Steigerungsmöglichkeiten wird jeder Patient/ Sportler an seinem aktuellen Stand abgeholt und verzeichnet anschließend regelmäßige Fortschritte!

Ganz bequem von zuhause aus: Einfach aber effektiv!

Übungen gegen Knieschmerzen

 

 

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Über den Autor

Niklas Nowak

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