Richtige Sportkleidung in der kalten Jahreszeit

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Der Winter ist eine tolle Jahreszeit, die sehr viele Reize mit sich bringt. Nicht nur zum Rodeln oder Skifahren, sondern auch zum regelmäßigen Sporttreiben wie Joggen oder Training mit dem eigenen Körpergewicht sind die schneebedeckten Landschaften perfekt geeignet.

Bevor man aber den Schritt nach draußen wagt, sollte man nicht nur die eigene Motivation einpacken, sondern auch an die richtige Sportkleidung denken, damit der Spaß richtig lange andauern kann, ohne der Gesundheit zu schaden. Es gibt eine goldene Regel: Besonders im Winter ist für das Training draußen das Zwiebelprinzip angesagt.

An dieser Stelle gehen wir 2 unterschiedliche Wetterszenarien durch, die in der jetzigen Jahreszeit auftreten könnten: Regnerische Trainingstage und richtig verschneite Wintertage.

 

Regnerische Trainingstage

Auch wenn laut dem Kalender der tiefe Winter herrscht, kann die regnerische Laune der Natur zum Vorschein kommen. Wie genau soll der Zwiebellook nun aussehen?

 

Erste Schicht

Das ist die enganliegende Kleidung, die fast die 2. Haut bildet. Bitte verwenden Sie dafür KEINE Baumwollkleidung, denn Baumwollshirts saugen den Schweiß schnell auf, halten ihn aber extrem lange und werden somit nur langsam trocken. Dies stellt auch bereits das Ausschlusskriterium für die reinen Baumwollshirts dar. Funktionsshirts oder Naturfasern wie Merinowolle dagegen transportieren den Schweiß schnell nach außen ab und werden durch ihre Stoffstruktur im Nu wieder trocken. Denn spätestens nach der Trainingseinheit, wenn die Körpertemperatur nach unten sinkt, fühlt sich die trockene Kleidung viel angenehmer an. In der Regel findet man diese Kleidungsstücke unter der Bezeichnung „Funktionsunterwäsche/Skiunterwäsche“. Diese Schicht hat den großen Vorteil, dass der Schweiß direkt aufgenommen und nach Außen abtransportiert wird. Somit hält sich das „verschwitzte Gefühl“ stark in Grenzen.

 

Zweite Schicht

Am besten eignet sich ein langarmiges Funktionsshirt dafür.

 

Dritte Schicht

Ziehen Sie zusätzlich eine Softshell an. Bei leichtem Regen ist die Softshell der beste Freund und beim wirklich starken Regen hält sie bis zu 2 Stunden, nach eigener Erfahrung, trocken. Zusätzlich dient die Softshell als Windstopper und ist sehr leicht und atmungsaktiv, d. h. der Schweiß verdunstet und der Wind kühlt uns nicht aus. Reine Laufjacken haben den Windstopper nicht integriert und sind somit nur bei schönem Wetter zu empfehlen. Wenn es stark regnet und man komplett trocken bleiben möchte, empfehle ich eine Gore-Tex Jacke o. ä. Die herkömmlichen Regenjacken schützen zwar vor Regen, halten aber den Schweiß, da sie in der Regel nicht atmungsaktiv sind, was sich nicht sehr angenehm anfühlt.

 

Wintertage

Ja, auch im Winter kann man Sport problemlos draußen treiben. Das bedarf auch keiner großen Anschaffung. Zu dem bereits aufgezeigten Zwiebelprinzip fügen wir nur noch einen Fleecepullover hinzu – somit entsteht folgende Reihenfolge:

– Funktionsunterwäsche/Skiunterwäsche

– Shirt

– Fleecepullover

– und Jacke.

 

Dann kann es auch schon los gehen. Eine Mütze und dünne Handschuhe sind auch nicht verkehrt, denn der größte Wärmeverlust passiert über die Kopfhaut. An die Beine kommen Skiunterwäsche und eine Jogginghose, damit das Gesäß warm bleibt.

Bei den Schuhen kann man ruhig die Sommerlaufschuhe anbehalten und dafür nur dickere Socken anziehen.

Wenn man wirklich im Schnee trainieren sollte, passen Sie auf die Glatteisgefahr auf!

Die Schichtbezeichnungen (erste, zweite und dritte Schicht) findet man übrigens auch im Einzelhandel.

 

Ansonsten bleibt mir nichts anderes übrig, als Ihnen viel Spaß und Fitness zu wünschen!

Lesen Sie auch: Training bei kaltem Wetter 

 

Marina Lewun

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