Wasserhaushalt – Wie viel Trinken ist gut?

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Neben der vollwertigen Ernährung gehört die ausreichende Menge an Flüssigkeit zu einem gesunden Menschen ebenfalls dazu: Er benötigt mindestens 1,5 Liter Flüssigkeit am Tag. Zu wenig Trinken aber kann schlimme Folgen haben.

Fakten

Der Mensch besteht bis zu 70 % aus Wasser, das auf eine komplexe Art und Weise im Körper gebunden wird. Der Wasserhaushalt schwankt von Mensch zu Mensch – untergewichtige Menschen können bis zu 70 % Wasser binden, übergewichtige Menschen im schlimmsten Fall dagegen nur ca. 45 %. Dies liegt an der biochemischen Eigenschaft des Fetts in den Fettdepots, welches kaum Wasser einlagern kann.

Das Wasser wird durch Getränke und Nahrung aufgenommen und durch Schweiß, Urin, Atemwege und Kot wieder abgegeben. Die Abgabe beträgt ca. 1,5 Liter pro Tag. Aus diesem Grund ist es wichtig, eine Trinkmenge von mindestens 1,5 Liter pro Tag aufzunehmen (eigentlich gehören sogar 2 Liter pro Tag zu einer gesunden Ernährung). Wenn man regelmäßig Sport treibt, steigt der geforderte Wasserverbrauch, abhängig von der Sportart, um das Vielfache. (Lesen Sie auch: Die richtige Hydration: Nicht zuviel und nicht zuwenig)

Der Mensch ist in vielerlei Hinsicht ein natürlicher Kreislauf. Die Wasserabgabe ist lebensnotwendig, damit Stoffwechselprodukte wie Harnstoff und Salze ausgeschieden werden können, bevor sie Schaden anrichten. Die meiste Flüssigkeit befindet sich in den Körperzellen (ca. 30 l), dann zwischen den Zellräumen (ca. 10 l) und im Blut (ca. 3,5 l). Alle diese Kreisläufe hängen eng miteinander zusammen und werden durch biochemische und hormonelle Vorgänge selbständig geregelt. Wenn der Mensch kurzfristig zu wenig oder zu viel trinkt, kann der Körper das sehr gut steuern. Wenn aber über längere oder lange Zeit zu wenig Flüssigkeit aufgenommen und der Körper in einen Extremzustand versetzt wird, kann es recht leicht zu gravierenden Schäden kommen. 

   

Die Folgen einer mittelfristigen oder chronischen Dehydration

Erstens kann sich der Wasseranteil in den Zellen um bis zu 30 % verringern (was wirklich sehr viel ist!). Dabei wird die Zellaktivität erheblich eingeschränkt – und das betrifft Haut-, Magen-, Leber-, Nieren, Herz- und Gehirnzellen. Die Abfallstoffe können nur sehr schlecht abtransportiert werden.

Dabei wird das Wasser aus der Zelle in die Zellzwischenräume gepresst, um die anfallenden Säuren und Toxine zu neutralisieren oder die gefährlichen Stoffe so weit zu verdünnen, dass kein Organschaden entstehen kann. Dieser Zustand macht sich bei den Betroffenen durch Wasseransammlungen in den Beinen, Füßen, Armen und einem erhöhten Gewicht bemerkbar. Dehydration kann Herzerkrankungen fördern, da das Blut viel dickflüssiger wird und dadurch schwerer durch die Adern fließt und das Herz nun mehr Energie zum Pumpen benötigt. Dadurch steigt auch der Blutdruck.

Wassermangel kann außerdem Arthritis fördern oder hervorrufen. Denn die Gifte im Körper, die durch zu wenig Wasser nicht abtransportiert werden können, lagern sich auch in Gelenkflächen oder Gelenkspalten ab. Dies führt dauerhaft zu Zerstörung und Schmerzen.

Auch Alzheimer kann durch eine Dehydration gefördert werden, da die geistige Leistungsfähigkeit gestört wird.

Es können unspezifische Schmerzen in unterschiedlichen Körperteilen auftreten, die der Körper als ein Warnsignal rausschickt.

Die Liste ist eigentlich unendlich, besonders dann, wenn zum Wassermangel Alkoholkonsum ins Spiel kommt. Der Körper reagiert irritiert und drückt auf alle Alarmknöpfe gleichzeitig.

 

Goldene Regel: Trinkwasser ist das wichtigste Lebenselixier!

Lassen Sie Softdrinks und diverse Kaffeeformen als Durstlöscher weg. Denn diese Getränke fördern den Durst und regen den Körper sogar zur Wasserabgabe an – nichts für Ihre Fitness.

 

Marina Lewun

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