Sommer-Fit in 77 Tagen – Einführung

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Nun, liebe Leser und Leserinnen, geht es los. Ab heute gibt es keine Ausreden mehr. Mit dieser Artikelserie wollen wir gemeinsam unser äußeres Erscheinungsbild in extremer Weise verändern: Herzlich willkommen bei der All-Sports-Trainingsworld-Summer-Transformation!

Wie wir uns ernähren sollten und wie wir trainieren müssen, um unsere Ziele zu erreichen, wissen wir doch eigentlich alle, oder? Doch Hand aufs Herz – aus Ungeduld oder zu wenig Durchhaltevermögen fällt es uns oft schwer, dauerhaft in Topform zu sein. Mangelnde soziale Kontakte, ein ungünstiges Umfeld und eine unbefriedigende berufliche Tätigkeit führen dazu, dass wir unser Training vernachlässigen und als Ersatzbefriedigung ungesunde Lebensmittel bevorzugen. Jeder hat seine eigenen Gründe dafür, warum es mit der dauerhaft gesunden Lebensweise nicht hinhaut.

 

Nicht hinhaut? Falsch: Nicht hingehauen hat!

Ab jetzt motivieren wir uns gegenseitig dabei, unsere Diät durchzuhalten und eine langfristig für uns selbst geeignete Ernährungsweise zu entwickeln. In den folgenden 77 Tagen werden wir Schritt für Schritt in Topform kommen. Dabei werden wir Ernährungsstrategien verwenden, die uns dabei helfen, unser subkutanes und viszerales Körperfettgewebe auf ein Niveau zu bringen, welches eine sichtbare Mittelpartie mit der ein- oder anderen sichtbaren Ader am Bauch ermöglichen wird.

Die Ernährungsrichtlinien, die wir uns zu Beginn ansehen werden, stellen eine sehr gute Möglichkeit dar, langfristig gesund und fit zu werden und dies auch zu bleiben. Da ich es als einen Kunstfehler meinerseits bezeichnen müsste, Ihnen eine exakte Ernährung mit spezieller Gewichtung einzelner Lebensmittel vorzugeben, möchte ich dazu anleiten, die für Sie selbst am besten geeignete Ernährungsform herauszufinden.

Jede Pflanze braucht ihren eigenen Standort mit einem entsprechend individuellen Angebot an Nährstoffen, ebenso jede Tierrasse. Dies ist beim Menschen ebenso der Fall. Konkrete Beispiele: Während viele Europäer kein Soja verstoffwechseln können, haben Asiaten und Farbige häufig Probleme mit Milchprodukten. Da Ernährung immer auch kulturell-evolutionäre Faktoren beinhaltet, an die sich der Organismus langfristig angepasst hat, muss auch der Versuch, einem Menschen eine präzise Ernährung vorschreiben zu wollen, versagen. Das trifft natürlich genauso auf Training, Erholung und die eigene persönliche Zielsetzung bzw. die Wertevorstellung des Individuums in seiner Umwelt zu.

 

Einige Beispiele

Schauen Sie sich z. B. ein Bodybuildingmagazin an, in dem immer auch zahlreiche Athleten ihre (Wettkampf-)Ernährung vorstellen. Wenn Sie alle Ernährungsformen durchgelesen haben, die Athleten und Athletinnen für sich selbst als optimal herausgefunden haben, werden Sie höchstens verzweifeln, statt zu wissen, wie Sie sich selbst ernähren sollten.

Wenn Sie wissen, dass Milchprodukte beim Entwässern vor einem Wettkampf kontraproduktiv sind, da viele Athleten davon einen feinen Wasserfilm unter die Haut ziehen, dann aber von einem Athleten lesen, der Kiloweise Magerquark bis zum Wettkampftag konsumiert, wird Sie das verunsichern.

Sicherlich kennen Sie Athleten, die essen können, was sie wollen und trotzdem immer ripped und muskulös aussehen. Im Bekanntenkreis habe ich 2 befreundete Sportler, die das ganze Jahr bei 3-5 % Körperfett bei einem Körpergewicht von 78-85 Kilo und einer Größe von rund 175 cm mit 40er Oberarm liegen, ohne sich über die Ernährung auch nur irgendeinen Gedanken machen zu müssen – und das ohne verbotene leistungssteigernde Substanzen. Während der eine sich vornehmlich von Reis und Bananen ernährt, isst der andere hauptsächlich trockene Nudeln ohne Beilage. Würde das ebenso auf Sie zutreffen, würden Sie sicher nicht gerade diesen Artikel lesen. Beiden gemeinsam ist vor allem eine unglaubliche Toleranz gegenüber Übertraining, die dazu führt, dass das Umfeld im Studio die gleichen Trainingspraktiken nachahmt und völlig übertrainiert zusammenbricht. Was aber beide intuitiv praktizieren, und was auch Sie erst langfristig lernen müssen ist, auf das Hungergefühl zu hören. Beide essen gerade das, was der Körper eben im jeweiligen Moment begehrt und davon ziemlich wenig.

Diese Athleten ernähren sich das ganze Jahr etwas unterkalorisch und bauen trotzdem konstant Muskelmasse auf. Grund dafür ist neben der genetischen Konstitution vor allem der tiefe Körperfettgehalt, der eine optimierte Stoffwechselsituation für den Muskelaufbau darstellt und die Toleranz gegenüber Übertraining anhebt. Der Körper baut bei geringerer Nahrungszufuhr primär keine Muskelmasse ab, sondern nutzt die zugeführte Nahrung effektiver aus, was gesundheitlich viele Vorteile mit sich bringt.

Das (Rest-)Körperfett ist übrigens nicht nutzlos. Ein gewisser Körperfettgehalt dient als Polster und Halt der inneren Organe, als Wärmeisolation und ist nicht zuletzt auch durch die Eigensekretion von Hormonen für die Aufrechterhaltung eines konstanten Stoffwechselverhaltens zuständig.

Doch keine Sorge. Bei einem vernünftigen Trainings- und Ernährungsprogramm können Sie nicht in den kritischen Bereich kommen. Ist Ihr Körperfett jedoch zu hoch, behindert dies auf Grund antagonistischer Hormonwirkungen (u. a. verstärkte Konvertierung des endogenen Testosterons zu Östrogenen, geringerer Wachstumshormonspiegel, absinkendes Schilddrüsenhormon etc.) den Muskelaufbau und begünstigt eine Vielzahl von Degenerationserscheinungen, von der Belastung der überforderten Organsysteme ganz zu schweigen. (Lesen Sie dazu auch: Wenn „dick sein“ zur Krankheit wird)

  

Erfahren Sie im nächsten Artikel die ersten konkreten Schritte auf dem Weg zur Traumfigur.

 

Denis Tengler

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