Bier als Sportgetränk

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Warum eignet sich Bier so gut als Sportgetränk? Inzwischen sind die wissenschaftlichen Hintergründe beleuchtet und die positive Wirkung von Bier in der Sporternährung bestätigt.

In der Volksmedizin hatten Tinkturen und Tropfen auf Alkoholbasis immer schon einen festen Platz. Vor allem das tägliche Glas Bier oder Wein wurde bereits von unseren Vorfahren ob seiner gesundheitsfördernden Wirkung geschätzt.

 

Bier und Sport

Das Problem dabei war allerdings, dass die positiven Meinungen rund um Bier und Wein keinen wirklichen wissenschaftlichen Hintergrund hatten. Dabei wird Bier schon seit Jahrtausenden mit Sport in Verbindung gebracht. Auch heute noch gaben bei einer repräsentativen Befragung 92 Prozent der 360 interviewten deutschen Spitzensportler an, dass sie Bier vor oder nach einer sportlichen Betätigung häufig bevorzugen.

 

Wissenschaftliche Hintergründe

Heutzutage existieren mehr als 3000 wissenschaftliche Publikationen zum Thema Bier. Und der subjektive Eindruck täuscht nicht. Alkoholfreie Biere und auch Vollbiere eignen sich, in Maßen getrunken, als Sportgetränk. Sie stehen den sogenannten „Iso-drinks“ also den speziellen Sportgetränken größtenteils in nichts nach. Nach den Vorgaben von Piendl sind die meisten alkoholfreien und viele alkoholhaltige Biere isotonisch. Daneben gibt es noch zahlreiche weitere Vorzüge:

– günstiges Verhältnis von Kohlenhydratanteil zu Gesamtkalorien

– leicht verfügbare Zucker und langsamere Dextrine

– gutes Verhältnis Wasser zu Zucker

– kein Fett und Cholesterin

– reich an Kalium, Magnesium, Phosphor und vielen anderen Spurenelementen

– leicht resorbierbare organische Säuren

– und enthaltene Ballaststoffe.

 

Somit ist Bier ein bekömmlicher, leicht verdaulicher und vor allem schneller Energiespender in der Sporternährung. Neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen zufolge hat Bier außerdem keine spezifische Wirkung auf die Entstehung des „Bierbauches“.

 

Quellenangabe:

1. Sport- und Präventivmedizin, 2010, Bd. 40 (3), S. 17–20

 

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Über den Autor

Dennis Sandig

Dennis Sandig arbeitet als Sportwissenschaftler am Institut für Sportwissenschaften der Julius-Maximilians Universität in Würzburg.

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