Eisenmangel: Wie er entsteht und welche Folgen er hat!

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Mineralstoffe sind wichtig für den Körper, da sie wesentliche Funktionen unterstützen. Einer davon ist Eisen, das zum einen in den Sauerstofftransport involviert ist, zum anderen Bestandteil von Enzymen und Proteinen ist.

Eisenmangel beeinträchtigt maßgeblich die Leistungsfähigkeit des Körpers. Entleerte Eisenspeicher beeinflussen u. a. die aerobe Leistungsfähigkeit. Daher ist für alle Sportler und insbesondere für Ausdauersportler extrem wichtig, einem möglichen Eisenmangel vorzubeugen. Dabei gilt es zu beachten, dass der Eisenbedarf mit zunehmendem Energieumsatz ansteigt.(1) Aus diesem Grund ist Eisenmangel sowie dessen Vorstufen bei Sportlern mit hohen Trainingsbelastungen keine Seltenheit. 

Ausdauertraining kann zu verstärkter Hämolyse führen

Ein wesentlicher Grund für den meist gesteigerten Eisenbedarf ist die Tatsache, dass Sportler diesen – wie auch andere – Mineralstoffe über Schweiß und Urin verlieren. Zudem können sehr intensiven Trainingsbelastungen zu ganz feinen Blutungen im Magen-Darmtrakt führen. Bei gleichzeitiger erhöhter Motilität des Darms kann dies ebenfalls zu einem Eisenmangel führen. 

Ausdauertraining kann ebenfalls dazu führen, dass rote Blutkörperchen eine verkürzte Lebensdauer aufweisen und sich auflösen. Zudem wurde der Effekt beobachtet, dass bei Marathonläufern auch durch die rein mechanische Belastung durch langes Laufen auf Asphalt oder auch auf anderem Untergrund rote Blutkörperchen zerstört werden. Training ruft so eine verstärkte Hämolyse und somit einen zusätzlichen Eisenbedarf hervor. Schließlich ist Eisen wichtiger Bestandteil der Blutbildung. Bei Frauen ist zudem die Menstruationsblutung ein wesentlicher Faktor mit Blick auf die Blutbildung und einen möglichen Eisenmangel. 

Möglichebeein Folgen von Eisenmangel 

Sowohl mit Blick auf Ihre Leistungsfähigkeit als auch auf Ihre allgemeine Gesundheit sollte ein Eisenmangel absolut vermieden werden. Eine Folge ist zum Beispiel einer verminderte Sauerstofftransportfähigkeit, was zu einer sinkenden Leistungsfähigkeit und auch Müdigkeit führen kann. Darüber hinaus verringern negative Auswirkungen auf Enzyme, deren Bestandteil Eisen ist, in Ihren Mitochondrien Ihren Energiestoffwechsel und damit Ihre Leistungsfähigkeit. 

Auch das Immunsystem ist beeinflusst

Zudem ist auch das Immunsystem und somit Ihre Gesundheit negativ beeinflusst. Bei starkem Absinken des Eisenspiegels wird daher oft eine zusätzliche Gabe von Eisen empfohlen. Als Grenzwert gelten dabei Serum-Ferritinspiegel unter 20 μg/l. Sollte sich der Eisenmangel als manifest erweisen, ist eine Eisensubstitution absolut notwendig. Bei grenzwertig niedrigen Konzentrationen muss jedoch vorsichtig mit der künstlichen Gabe von Eisen umgegangen werden. Eine regelmäßige Kontrolle der Werte durch einen Arzt ist hierbei immer ratsam, da Magen-Darm-Beschwerden entstehen können. Außerdem beeinträchtigt die Eisen-Substitution möglicherweise die natürliche Aufnahme aus der Nahrung. Wenn Ihre Blutferritinwerte niedrig sein sollten, empfiehlt sich zunächst einmal eine eisenreiche Ernährung, um Ihren Bedarf zu decken.(1)

Literatur: 

1 Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin, 2009, Bd. 60 (5), S. 130–131 


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