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Fettverbrennung: Kann man gezielt an den Problemzonen abnehmen?

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An Problemzonen abnehmen! Egal ob Bauch, Beine oder Po: Gerade Frauen trainieren oft isoliert bestimmte Muskeln an Geräten, um damit ihre Problemzonen zu bekämpfen. Das funktioniert allerdings nicht. Um Körperfett zu verbrennen gilt es vielmehr den gesamten Energieverbrauch zu erhöhen.

Mythos: Problemzonen wegtrainieren

Drei weitverbreiteten Missverständnisse im Fitnesssport lauten: Problemzonentraining, Isolationsübungen und Figurformung. Jedes davon ist ein absoluter Mythos. Oft sieht man in Zeitschriften diverse neue Bauchübungen, die den heißersehnten Sixpack versprechen. Dies entbehrt jeglicher wissenschaftlicher Grundlage. Genauso wie die Werbesendungen, die versprechen, dass mit verschiedenen Wundergeräten gezielt Muskulatur aufgebaut werden könnte. Auch solche Übungen sind ein dummer Werbetrick.

Wer Ihnen verspricht, dass Sie beim Kauf eines solchen Gerätes schon bald aussehen wie das Model, das die Übungen vorführt, dann lassen Sie sich zum Narren halten. Mit solchen Geräten oder auch mit Variationen von Crunches wird Ihr Bauch nicht straffer und Ihr Po nicht kleiner und wer Hunderte Male kleine Kurzhanteln hinter den Kopf schwingt, bekommt davon keine strafferen Oberarme.

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An welcher Stelle Körperfett eingelagert wird ist nicht beeinflussbar

Es ist schlicht unmöglich, an bestimmten Stellen gezielt Fett »wegzutrainieren«, also an Problemzonen abnehmen. Sie können Ihren Körperfettanteil nur als Ganzes reduzieren, doch wenn Sie das schaffen, sieht Ihr ganzer Körper fit und durchtrainiert aus.

Wenn weniger Kalorien aufgenommen als verbraucht werden, entsteht eine negative Kalorienbilanz. Um die Körperfunktionen trotzdem weiterhin aufrechtzuerhalten, bedient sich der Körper eigener Fettreserven. Es kommt im ganzen Körper zu einer Serie chemischer Reaktionen im Gewebe. Wo genau der Großteil dieser chemischen Reaktionen stattfindet, kann genauso wenig beeinflusst werden, wie Sie bestimmen können, an welchen Körperstellen Sie vermehrt Fett einlagern. Allerdings kann gesagt werden, dass die Bereiche, in denen Sie vorzugsweise Fett einlagern – etwa Hüfte, Gesäß und Oberschenkel – auch am meisten Fett verlieren können.

Muskelwachstum ist durch gezieltes Training möglich

Während Fetteinlagerung und Fettverlust am ganzen Körper stattfinden, erfolgt Muskelwachstum nur dort, wo Muskeln trainiert werden. Dabei ist die Form, die der einzelne Muskel annimmt, weitgehend genetisch bestimmt, also nicht durch das Training beeinflussbar. Es gibt allerdings Körperteile, die wir uns fälschlicherweise als einzelne Muskeln vorstellen, obwohl sie in der Tat Muskelgruppen sind.

Hierzu gehören die Schultern, Oberschenkel und der Rücken. Indem wir einzelne Muskeln aus diesen Muskelgruppen gezielt ansprechen, können wir das Aussehen des gesamten Bereiches verändern. Anders ausgedrückt können Sie sich Körperteile aussuchen, die Sie gezielt stärken wollen. Wenn Sie entsprechend intensiv trainieren, dann unterstützt Ihre Anstrengung den allgemeinen Fettabbau. Während also isolierte einarmige Übungen nicht viel gegen den Wabbel unter den Oberarmen anrichten können, führen anstrengende, intensive Übungen quasi als Nebenprodukt zu kräftigeren Armen und eben auch zu Fettabbau.

An den Problemzonen abnehmen: Das Gesäß

Wollen Sie ein straffes Gesäß haben, dann müssen Sie natürlich Übungen für den großen Gesäßmuskel (Gluteus) machen. Wenn Sie jedoch nicht gleichzeitig den gesamten Körperfettanteil reduzieren, wird Ihr Po auch mit gestärkter Muskulatur nicht knackiger aussehen.

Krafttraining ist auch für Frauen effektiv

Sie legen außerdem wenig Gewicht auf und absolvieren hohe Wiederholungszahlen, weil sie vermeiden wollen, dass sie durch hochintensives Training mit geringer Wiederholungszahl Muskelberge wie ein Kerl entwickeln. Auch das wird nicht passieren. Manche Frauen, mit denen ich gesprochen habe, befürchten sogar, dass einmal aufgebaute Muskulatur sich sofort in schwabbeliges Fett umwandelt, wenn sie aufhören zu trainieren.

Aber das ist ein weiteres Irrtum: Fettzellen und Muskelzellen haben sehr unterschiedliche Wirkungsweisen und Funktionen. Fettzellen können sich nicht in Muskelzellen verwandeln und umgekehrt. Wenn ein ehemals schlanker, durchtrainierter Mensch eines Tages wabbelig und übergewichtig ist, dann liegt das daran, dass er über einen längeren Zeitraum mehr Kalorien aufgenommen als verbraucht hat.

Mit anderen Worten: Es wurde zu viel oder das Falsche gegessen. Ein weiterer Faktor für die Veränderung der Körperzusammensetzung kann eine reduzierte Stoffwechselrate als Folge von Muskelabbau sein. Wer seine Muskulatur nicht trainiert, baut Muskeln ab und wer Muskeln abbaut, dessen Grundumsatz geht zurück.

Fazit: Gezielt an den Problemzonen abnehmen geht nicht

Wir halten also fest: Körperfett an Problemzonen kann man nicht isoliert wegtrainieren. Wer Po straffen oder seinen Bauch definieren will, muss schlicht und ergreifend seinen Gesamtenergieverbraucht erhöhen und so das Körperfett zum Schmelzen bringen.

Im Gegensatz dazu können durch gezieltes Krafttraining bestimmte Muskelgruppen gestärkt werden. Hier empfehlen sich allerdings Übungen, die möglichst viele Muskelgruppen gleichzeitig ansprechen und somit einen höheren Energieverbrauch haben.

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Quelle: Mark Lauren mit Joshua Clark – Fit ohne Geräte für Frauen

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Über den Autor

Mark Lauren

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