Fußpilz vermeiden und behandeln

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Sportler sind besonders anfällig für Fußpilz. Zum einen mögen die Pilze das feuchtwarme Milieu im Sportschuh, zum anderen ist die Ansteckungsgefahr unter den Duschen oder im Schwimmbad besonders groß. Hier erfahren Sie, wie Sie Fußpilz behandeln oder im Idealfall ganz vermeiden können.

Für viele Menschen ist Fußpilz noch so etwas wie ein Tabuthema. Dabei sind sehr viele, Schätzungen zufolge wohl jeder 3. in Deutschland, und insbesondere Sportler, von dieser Erkrankung betroffen. Möglicherweise liegt es daran, dass bei Vielen der Fußpilz immer noch dafür steht, dass man es mit der Hygiene nicht so ganz genau nimmt. Dabei ist eher das Gegenteil der Fall. Denn häufig holt man sich den Pilz im Schwimmbad oder in Duschen, die von vielen Menschen benutzt werden. Auch die feuchtwarmen Schuhe sind ein idealer Nährboden für die Pilze.

 

Pilze lauern überall

Beim Fußpilz juckt es zwischen den Zehen, es schuppt, teilweise bilden sich Bläschen oder die Haut löst sich ab. Im Fachjargon werden Fußpilze als Dermatophyten bezeichnet. Außer in Sportschuhen kann man sich den Pilz eigentlich überall holen. Egal ob im Schwimmbad, in der Sporthalle oder auch im Hotelzimmer, überall wo man barfuß unterwegs ist, kann man sich anstecken, wenn man in entsprechend belastete Hautschuppen tritt.

Meistens tritt der Pilz im Zwischenraum zwischen den Zehen auf. Hier herrscht genau das feuchtwarme Klima, das die Dermatophyten so lieben. Dort fühlt er sich wohl und kann wachsen. Von da aus kann er sich erst zu den anderen Zehen, aber im fortgeschrittenen Stadium auch auf die Fußsohle oder die Zehennägel ausbreiten. Sogar in der Leiste kann der Pilz auftreten, sofern man nichts dagegen unternimmt.

 

Was tun bei Fußpilz?

In den meisten Fällen ist ein Jucken der Zehen oder ein Kribbeln zwischen dem 4. und 5. Zeh das erste Anzeichen. Später breitet sich die Infektion aus und ein brennender Schmerz kann sich einstellen. Doch trotz Jucken und Brennen sollte man auf keinen Fall im betroffenen Bereich kratzen: Zum einen kann man die Infektion damit verschlimmern, zum anderen hat man die befallenen Hautschuppen dann an den Fingern. Berührt man nun einen anderen Körperteil, kann sich der Pilz dort ebenfalls ausbreiten. Problematisch ist auch, dass man die betroffene Stelle aufkratzt. Dort können sich nun andere Bakterien im ohnehin geschwächten Gewebe ansammeln.

Besser ist natürlich, es gar nicht erst soweit kommen zu lassen. Mit entsprechenden Anti-Pilzmitteln, die rezeptfrei in der Apotheke erhältlich sind, kann man die Dermatophyten bereits im Frühstadium wirkungsvoll bekämpfen. Mit der Behandlung sollte man so schnell es geht beginnen, damit sich der Pilz nicht ausbreiten kann. In Fällen, wenn beispielsweise bereits die Zehennägel befallen sind, ist meist eine aufwändige und lange Therapie notwendig. Ansonsten dauert es mit einem Gel, mit Salbe oder einem Spray rund 3 Wochen, bis der Pilz endgültig beseitigt ist. Auch wenn der Pilz schon vorher verschwunden zu sein scheint, sollte man die Zeit trotzdem einhalten, um wirklich auf Nummer sicher zu gehen. Beendet man die Behandlung früher, können einige Dermatophyten überleben und sich erneut ausbreiten.

 

Tipps zur Vorbeugung gegen Fußpilz

Besser ist natürlich, den Fußpilz erst gar nicht entstehen zu lassen. Dafür gibt es 10 Tipps zur Vorbeugung:

1. Gut abtrocknen: Nach der Dusche oder dem Bad vor allem die Zwischenräume zwischen den Zehen gut und gründlich abtrocknen.

2. Täglich frisch: Jeden Tag frische Socken anziehen. Am besten aus Baumwolle. In synthetischen Materialien schwitzt man schneller. (Dies hilft übrigens auch gegen Fußgeruch)

3. Schuhe gut trocknen lassen: Lieber die Schuhe einen Tag stehen lassen, damit die Feuchtigkeit komplett verschwindet.

4. Nicht barfuß: Vor allem in öffentlichen Schwimmbädern, in Saunen und in Gemeinschaftsduschen nicht barfuß laufen.

5. Kontrolle: Füße regelmäßig auf Fußpilz und kleine Verletzungen untersuchen. Beschädigte Haut ist oft die Eintrittspforte für Pilze.

6. Handtuch: Immer ein eigenes Handtuch benutzen, damit man sich nicht bei anderen Menschen anstecken kann.

7. Waschen: Wer Fußpilz hat, sollte alles, was mit den Füßen in Kontakt kommt (Handtuch, Socken, etc.), bei 60 Grad waschen oder einen entsprechenden Waschzusatz gegen Pilze verwenden.

8. Training: Fußpilz entsteht auch, wenn die Durchblutung gestört ist. Dagegen hilft Fußgymnastik oder barfuß laufen.

9. Hygiene: Die Füße sollten jeden Tag gewaschen werden.

10. Anti-Pilz-Spray: Wer viel in Sportanlagen duscht, sollte als Vorsichtsmaßnahme regelmäßig Anti-Fußpilz-Spray benutzen.

 

Christian Riedel

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Christian Riedel

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