Frühsport verdirbt den Appetit

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Um die Fettverbrennung zu trainieren, machen einige Leute einen Nüchternlauf, gehen also schon vor dem Frühstück eine Runde zum Joggen. US-Forscher haben nun einen weiteren Vorteil des Nüchternlaufs entdeckt. Denn Sport schon vor dem Frühstück beeinflusst auch den Appetit.

Während die Kohlenhydratreserven im Körper begrenzt sind, besitzen wir fast unendliche Fettreserven, die den Körper mit Energie versorgen können. Doch unser Organismus zieht seine Energie lieber aus den Glykogenspeichern. Mit speziellem Training können wir aber auch den Fettstoffwechsel ankurbeln und so dafür sorgen, dass der Körper beim Sport mehr Fett verbrennt.

Eine Möglichkeit, den Fettstoffwechsel zu trainieren, ist der Nüchternlauf. Hier geht man schon vor dem Frühstück mit leerem Magen zum Sport, z. B. Laufen. Denn da sich die Glykogenspeicher über Nacht geleert haben, muss der Organismus auf die Fettspeicher zurückgreifen. Nur übertreiben darf man es nicht. Ansonsten kann es passieren, dass der Körper Muskelprotein verbrennt. Ein Nüchternlauf sollte daher immer nur maximal eine halbe Stunde bei lockerem Tempo absolviert werden.

 

Weitere Vorteile von Frühsport

Frühsport hat aber noch weitere Vorteile. Zum einen kann man entspannter in den Tag starten, weil man sein Sportpensum schon absolviert hat. Zum kommt der Kreislauf besser in Schwung. Zum dritten profitiert man von allen Vorteilen, die der Sport mit sich bringt, wie beispielsweise Entspannung, Stressresistenz, Glücksgefühle, man fühlt sich gesund und fit etc. Zum vierten muss man keine Angst haben, dass sich durch den Frühsport der Appetit verstärkt und man so mehr isst als wenn man sich am Morgen nicht bewegt hat. Eher ist sogar das Gegenteil der Fall. Das zumindest ist das Ergebnis einer Studie an der Brigham Young University in Utah/USA.

Die US-Forscher ließen 35 weibliche Testpersonen, davon 17 übergewichtige und 18 normalgewichtige, ein jeweils 45-minütiges Fitnesstraining absolvieren. Anschließend maßen sie mit einem EEG die Hirnströme, die beim Betrachten von Bildern von Lebensmitteln aktiv wurden. Das gleiche wiederholten sie nach einem trainingsfreien Morgen. Anschließend verglichen sie die beiden Hirnströme. Dabei stellten sie fest, dass die entsprechenden Hirnregionen, die einen erhöhten Appetit anzeigen, nach dem Frühsport nicht erhöht waren.

Die Reaktion auf das Betrachten der Bilder fiel nach dem Morgentraining sogar geringer aus. Daher gehen die Wissenschaftler davon aus, dass Frühsport nicht nur Kalorien verbrennt, sondern auch den Appetit zügelt. Dadurch isst man im Anschluss an das Training auch weniger und nimmt in der Folge über den Tag verteilt auch weniger Kalorien zu sich. Gerade für Menschen, die abnehmen wollen, ist dies eine überraschende, aber möglicherweise wichtige Erkenntnis. (Sporternährung für Frauen)

  

Fazit

Auch wenn die Studie nur mit wenigen Testpersonen durchgeführt wurde und die Probanden auf Frauen beschränkt waren, lässt das Ergebnis zumindest dieser Studie kaum einen Zweifel. Zumindest fanden sie keinen negativen Einfluss von Frühsport auf das Essverhalten. Wer also abnehmen will, kann einen Teil seines Trainings in den Morgen verlegen, sofern man es eben nicht übertreibt.

 

Christian Riedel

 

Quellenangabe:

1. http://news.byu.edu/print.aspx?id=9018

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Christian Riedel

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