Das Impingement-Syndrom der Schulter

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Impingement-Syndrom, Schulter-Impingement, Engpass-Syndrom: viele Namen, gleicher Schmerz! Erfahren Sie mehr über die Symptome, Ursachen und Behandlung von Schulterschmerzen und gehen Sie mit gezieltem Training aktiv dagegen vor.

Definition Impingement-Syndrom: wenn die Rotatorenmanschette nicht mehr rund läuft

Das Impingement-Syndrom entsteht durch einen zu geringen Platz im Schultergelenk. Für diesen Zustand werden weitere Namen, wie Schulter-Engpass-Syndrom, Schulter-Impingement und Engpass-Syndrom verwendet. All diese Bezeichnungen bedeuten aber ein und dieselbe Erkrankung, die durch deutliche Schulterschmerzen gekennzeichnet ist. Der ungenügende Platz in der Schulter kann eine Einklemmung zwischen dem Kopf des Oberarmknochens und dem Schulterdach mit sich bringen.

An dieser Stelle können bindegewebige Strukturen von Muskeln der Rotatorenmanschette, wie Sehnen, Kapseln oder Schleimbeutel eingequetscht werden.Tritt eine solche Einklemmung ein, sind vor allem Bewegungen des Armes, die ab Schulterhöhe aufwärts stattfinden, mit Schulterschmerzen verbunden. Der Platz im Gelenk ist bei einer Schulterstellung zwischen 60 und 120 Grad am geringsten. In diesem Radius findet also die stärkste Quetschung und Reizung eingeklemmter Teile statt. Betroffene beschreiben den Schmerz meist als einschießend, ziehend, brennend und am häufigsten vorne oder seitlich am Oberarm auftretend.

Warum falsche Bewegungen zu Schulterschmerzen, und schließlich zum Schulter-Engpass-Syndrom führen können

Die Schulter ist der Teil des menschlichen Körpers, der die meiste Bewegung in alle Richtungen zulässt, das bedeutet aber auch, dass sie anfälliger für Verschleißerscheinung ist. Vier Muskeln halten von allen Seiten das Schultergelenk fest. Sie bilden gemeinsam die Rotatorenmanschette, die dafür zuständig ist, den Oberarmknochen in einer optimalen Position zu stabilisieren. So kann dieser bei Bewegung reibungslos unter dem Schulterdach gleiten.

Um das zu gewährleisten, müssen diese Muskeln perfekt zusammenarbeiten können. Lang anhaltende Überbelastung, falsches Training oder wiederholte, eintönige Übungen mit Gewichten führen zu einer ungleichmäßigen Ausbildung der Rotatorenmanschette. Berufsgruppen, wie die der Maler oder Lackierer müssen arbeitsbedingt häufig in einer sehr ungünstigen Stellung arbeiten, bei der sich die Arme über dem Kopf befinden. Solche immer wiederkehrende, nicht ergonomische Bewegungen reizen den Schleimbeutel enorm. Im Zuge dieser Reizung schwillt er an und kann sich entzünden. Folglich hat er durch die Schwellung weniger Platz zwischen Schulterdach und Oberarmkopf, die Schulterschmerzen setzen ein.

Es gilt also dringend zu beachten, dass nur physiologisch passende Bewegungen die Rotatorenmanschette zuverlässig in seinem Gleichgewicht erhalten können. Somit zählt auch Sport, wenn dieser nicht richtig ausgeübt wird, zu den möglichen Ursachen für das Impingement-Syndrom.

Wer ist vom Impingement-Syndrom betroffen?

Circa 10 bis 12 Prozent der Bevölkerung leidet unter dem Engpass-Syndrom. Am häufigsten treten die Schulterschmerzen um das 50. Lebensjahr auf, wobei Männer gleichermaßen betroffen sind, wie Frauen. Besonders gefährdet sind Menschen, die einer Arbeit oder einer Sportart nachgehen, bei der die meisten Bewegungen über Schulterhöhe oder sogar über Kopfhöhe ausgeführt werden. Demnach gehören zum Beispiel Maler, Lackierer, Monteure, Schwimmer, Tennisspieler, Volleyballer und Handballer zu dieser Risikogruppe.

Aber auch Menschen, die unter Rheuma, Osteoporose leiden oder einen sitzenden Beruf am PC ausüben sind häufiger vom Schulter-Impingement betroffen.

Gekrümmte Körperhaltung als Auslöser für Symptome und Schulter-Impingement

Nicht nur unpassendes, einseitiges Training, zu viel schulterbelastender Sport und falsche Übungen können das Engpass-Syndrom herbeiführen, sondern auch eine schlechte Körperhaltung. Menschen, die hauptsächlich sitzende Tätigkeiten ausüben und solche, die überhaupt keinen Sport treiben, neigen dazu einen krummen Rücken zu entwickeln. Dabei fallen die Schultern nach vorne.

Ist die Muskulatur am oberen Rücken und am Bauch zu schwach, kann sie diese Fehlstellung der Schulter nicht ausreichend begleichen und es manifestieren sich langfristig, Schmerzen und Symptome passend zu dem  Engpass-Syndrom. Hält diese ungesunde Körperhaltung lange an, verkürzen sich die Brustmuskeln und das Zurückziehen der Schulter und somit ein gerader Rücken wird sogar als sehr unangenehm empfunden.

Schlechte Ernährung lässt Gelenke schneller verschleißen

Die Kombination aus mangelnder Bewegung, schlechter Haltung und einseitiger Ernährung kann zur Bildung von Kalziumkristallen in den Gelenken führen. Auch als Kalkablagerungen bekannt. Vor allem aber trägt eine unzureichende Flüssigkeitszufuhr durch Wasser zur Bildung solcher Ablagerungen bei. Diese Kristalle schränken die Gleitfähigkeit in der Schulter deutlich ein, führen zu Schmerzen und begünstigen die Entstehung des Schulter-Impingement.

Weitere Ursachen für das Schulter-Impingement

  • In erster Linie muss erwähnt werden, dass unterschiedliche Schultern anatomisch natürlich nicht vollkommen identisch aufgebaut sind. So gibt es Formen des Schulterdaches, die von Geburt an mehr oder weniger Platz zum Kopf des Oberarmknochens bieten. Das heißt, je weniger Raum anatomisch bedingt vorhanden ist, umso stärker wirken sich weitere negative Faktoren auf die Entstehung eines Engpass-Syndroms aus.
  • Zusätzlich gelten Menschen, die an Rheuma erkrankt sind, besonders gefährdet. Sie leiden unter immer wiederkehrenden Entzündungen am Bewegungsapparat. Ist in diesem Rahmen der Schleimbeutel im Schultergelenk betroffen, treten schnell entsprechende Schulterschmerzen auf.
  • Des Weiteren hat Osteoporose in ihrem Verlauf sehr häufig eine gekrümmte Körperhaltung zur Folge und spielt dadurch auch eine Rolle bei der Entwicklung des Impingement-Syndroms in der Schulter.
  • Ein Sturz auf die Schulter aber auch das Auskugeln kann in einem Bruch der Schulterpfanne enden. Verheilt die betroffene Stelle am Knochen nicht richtig, kann dort eine Auswülstung zurückbleiben, die das Gelenk in seiner Bewegung beeinträchtigt. Davon betroffene Menschen sind zu einer schmerzbedingten Schonhaltung des Armes gezwungen. Die fehlende Bewegung durch diese Schonhaltung und der Platzverlust im Gelenk durch Knochenunebenheiten stellen weitere Ursachen für ein Engpass-Syndrom dar.

Der natürliche Verlauf des Impingement-Syndroms. Was geschieht ohne Behandlung?

Obwohl die Einklemmung des Schleimbeutels oder einer Sehne an der Schulter sehr schmerzhaft ist, warten manche Menschen mit der richtigen Therapie viel zu lange. Wird das Engpass-Syndrom nicht behandelt, führt das zu einer chronischen Sehnenreizung und einer chronischen Entzündung des Sehnenansatzes. Dieser Zustand endet schließlich mit einem schwerwiegenden Verschleiß und im schlimmsten Fall mit einem Riss der Rotatorenmanschette. Die Schulter ist dann in seiner Funktion erheblich gestört, auch ein vollständiger Funktionsverlust ist möglich.

Die Therapie des Impingement-Syndroms: je früher, desto besser

Im Rahmen dieser Erkrankung spielt Zeit, wie so oft, eine sehr große Rolle. Denn je geringer die Krankheit vorangeschritten ist, desto weniger Schäden konnte sie anrichten. Im Fall des Impingement-Syndroms gibt es auch keine einheitliche Therapie, die bei allen Betroffenen sofort anschlägt. Es sind zahlreiche Möglichkeiten zur Behandlung bekannt, aus denen individuell ausgewählt werden muss, um die gewünschten Erfolge zu erzielen. Bei der Planung der geeigneten Therapie spielen die Ursachen, der Leidensdruck und die vorhandenen Fähigkeiten des Patienten die wichtigsten Rollen.

Die erste Wahl bei der Behandlung: Nehmen Sie die Schulter selbst in die Hand!

Vom Impingement-Syndrom Betroffene können aktiv einen großen Teil zu ihrer Genesung beitragen und dadurch sogar eine Operation umgehen. Natürlich hängt die geeignete Therapie von dem Schweregrad und dem Fortschritt der Beschwerden ab. Grundsätzlich ist zu beachten, dass die Schulter nie unter Schmerzen trainiert oder belastet werden darf. Stehen Schmerzen oder eine Entzündung im Vordergrund, müssen zuerst diese Symptome mit Medikamenten, Kühlung und Schonung behandelt werden. Als ergänzende Hilfe wird Physiotherapie eingesetzt. Verkürzte Muskeln werden passiv gedehnt und das Schultergelenk durch Traktionsübungen, das heißt mittels Zug entlastet.

Sobald die Entzündung abgeklungen ist und die Schmerzen nachgelassen haben, sollen die Betroffenen aktiv werden. Individuell zugeschnittenes Training und eine Haltungsschulung sind die wichtigsten Teile der Therapie. Sie verringern Folgeschäden oder vermeiden diese sogar gänzlich, beugen dem Neuauftreten der Symptome vor und wirken sich langfristig sehr positiv auf die Gelenkgesundheit aus.

Die richtigen Übungen bei einem Schulter-Impingement

Die richtigen Übungen können dabei gezielt die Muskeln der Rotatorenmanschette stärken. Wichtig ist, das Training nicht aus dem Stegreif, gut gemeint an zu fangen, denn es kann auch negative Auswirkungen haben. Der Deltamuskel, sollte zum Beispiel im Rahmen des Schulter-Impingements nicht zu sehr aufgebaut werden. Ist er nämlich zu kräftig, wird der Oberarmknochen särker nach oben, in das Gelenk gezogen und der Platz in der Schulter wird damit ungewollt verkleinert. Es ist immer empfehlenswert sich an eine professionelle Fitnessberatung zu wenden.

Wenn das Impingement-Syndrom chronisch wird, treten die typischen Beschwerden wiederholt auf, oder sie sind dauerhaft vorhanden. In diesem Fall gibt es eine Reihe weiterer Behandlungsmethoden, die erfolgreich sind. Die Akupunktur, als Beispiel, kann zwar die Problematik in der Schulter nicht direkt beheben, aber sie kann die Schmerzen lindern.

Kältetherapie beim Schulter-Impingement

Die Kryotherapie, oder Kältetherapie kann kurzfristig zur Schmerzfreiheit verhelfen. Patienten können im Anschluss gezielte Übungen besser ausführen. Sie wird häufig am Anfang von Physiotherapiesitzungen angewendet, um die danach folgende Krankengymnastik zu erleichtern.

Liegen die Ursachen für das Engpass-Syndrom in der anatomischen Form des Schulterdaches, oder in dem Vorhandensein von Kalkablagerungen im Gelenk, dann ist eine Operation unumgänglich. Aber auch direkt nach einem solchen Eingriff wird weniger die Schonung und Stilllegung der Schulter empfohlen. Viel mehr hat sich auch hier gezeigt, dass leichte Bewegungen und ein gezielter Aufbau der Muskulatur eine äußerst wichtige Rolle dazu beitragen den Alltag wieder uneingeschränkt und schmerzfrei meistern zu können.

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