Fischöl im Körper

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Wie kann Fischöl Ihrem Körper, Ihrer Leistung und Ihrer Gesundheit nutzen? Wie können Sie es Ihrem Körper zuführen? Und sind Omega-3-Fettsäuren aus Mikroalgen eine Alternative zur Nahrungsergänzung mit Fischölkapseln?

Stärkt Fischöl das Immunsystem?

Seit langem ist bekannt, dass essenzielle Fettsäuren bei der Erhaltung der Immunabwehr eine große Rolle spielen. In einer neuen brasilianischen Studie wurde jetzt der Effekt von Fischöl mit langkettigen, mehrfach ungesättigten Omega-3 Fettsäuren auf die Immunmarker von Leistungsschwimmern untersucht.

 

Die Studie

Bei der Studie wurden 20 Schwimmer in 2 Gruppen unterteilt. Eine Gruppe erhielt über einen Zeitraum von 6 Wochen Fischölkapseln, die andere ein Placebo. Vor und nach der Intervention wurden diverse immunologische Marker gemessen sowie die Konzentration der Hormone Insulin und Cortisol (ein Stresshormon, das bei intensivem Training vermehrt ausgeschüttet wird und die Immunabwehr herabsetzt).

 

Die Ergebnisse

Eine wesentliche Erkenntnis dieser Studie war die, dass die Schwimmer der Fischölgruppe nach der Belastung eine verminderte zirkulierende Konzentration von Prostaglandin E2 (eine hormonähnliche Substanz, die am Entzündungsgeschehen beteiligt ist) aufwiesen. Das ist durchaus als positiv zu bewerten, denn eine hohe Prostaglandin-E2- Konzentration ist in der Regel mit einem erhöhten Entzündungsgeschehen, Steifheit und Muskelkater verbunden. Anhand von Zellen, die den Schwimmern entnommen und kultiviert wurden, wies die Studie zudem nach, dass auch die Konzentration von Interferon-Gamma (an der Immunabwehr beteiligt) durch die Gabe von Fischölkapseln verringert wurde.

 

Fazit

Die Forscher kamen zu dem Schluss, dass Nahrungsergänzung mit Fischöl bei Wettkampfschwimmern eine positive Auswirkung auf die Immunreaktionen unter sportlicher Belastung hatte, und somit gut für die Gesundheit sein kann.

 

Omega-3-Fettsäuren aus der Mikroalge: Die pflanzliche Alternative zu Fischöl

Bei Fetten ist die Qualität entscheidend, denn Fett ist nicht gleich Fett. So gibt es Nahrungsfette, die die Gesundheit und das Wohlbefinden fördern und solche, die sich negativ auf den Fettstoffwechsel auswirken.

Pflanzliche Öle und Fette wie Sonnenblumen-, Maiskeim- und Sojaöl weisen einen hohen Anteil an n-6-Fettsäuren (z. B. Linolsäure) auf. Raps-, Walnuss, Soja- und Leinöl sind gute Quellen für n-3-Fettsäuren (z. B. Linolsäure). Längerkettige n-3-Fettsäuren wie zum Beispiel die Eicosapentaensäure (EPA) oder die Docosahexaensäure (DHA) kommen hauptsächlich in fettreichen Fischen wie Hering, Makrele oder Lachs vor.

Alternativ zum Fischverzehr sind Omega-3-Kapseln auf Fischölbasis auf dem Markt erhältlich. Nachteilig ist hier, dass die Fische mit Umweltgiften wie Quecksilber, organischen Chloriden und Dioxinen belastet sind. Durch ein neues Verfahren ist man nun in der Lage, die DHA anstatt aus Fischöl direkt aus steril gezüchteten Mikroalgen zu gewinnen. Dies ist aus toxikologischer Sicht zu begrüßen. Hinzu kommt der ökologische Aspekt, da die neue Mikroalgentechnologie der Überfischung der Meere entgegen wirkt. Da die Kapseln ohne tierische Gelatine hergestellt werden, bieten sie daher auch Vegetariern eine pflanzliche Alternative zu Fischöl und ermöglichen ihnen eine Nahrungsergänzung mit Omega-3-Fettsäuren. 

 

Quellen: 

1. Prostaglandins Leukot Essent Fatty Acids. 2007 Okt 6

2. Schweizerische Zeitschrift für Ernährungsmedizin, 2007, Bd. 5 (1), S. 47–48

 

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