Nur wer sein Ziel kennt, findet den Weg! (Laotse)

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Eines der zentralen Themen, mit denen wir uns im Grunde unser Leben lang immer wieder im Berufsleben, im Privatleben und ganz besonders auch im Sport befassen, ist die Frage nach den persönlichen Zielen. Jeder von uns kennt das großartige Gefühl, wenn man für eine Sache wirklich „brennt“, einfach total motiviert ist, etwas Bestimmtes zu erreichen.

Um zum Beispiel hohe und dauerhafte Motivation für die vielen harten Trainingseinheiten aufzubringen, ist es sehr förderlich, wenn man ein klares, alle Kräfte mobilisierendes Ziel vor Augen hat. Denn ohne Ziel ist all unser Handeln letztlich ohne Orientierung. Ziele und Wünsche sind in unserem Leben also gegenwärtig. Deshalb könnte man auch meinen, eine solche Feststellung sei doch banal. Denn jeder kenne ja eben schließlich aus seiner eigenen Alltagserfahrung, dass man sich Ziele steckt und danach lebt!

Aber ganz so trivial scheint die Sache mit der persönlichen Zielsetzung und Zielerreichung letztlich doch nicht zu sein. Zahlreiche Hinweise dafür erhalten wir aus den unterschiedlichsten Lebensbereichen beispielsweise gerade zu Beginn eines neuen Jahres. Wer kennt sie nicht, die so genannten „Neujahrsvorsätze“!? Da heißen dann die guten Vorsätze zum Beispiel: „Ich will nicht mehr so dick sein“, „Ich möchte aufhören zu rauchen“, „Ich möchte mehr Bewegung in meine Leben integrieren“, „Dieses Jahr wollen wir nicht absteigen“, „In der kommenden Saison haben wir keine Angst mehr vor unseren Gegnern“ und so weiter und so fort. Hoch motiviert startet dann die betreffende Person oder Mannschaft auch mit einer entsprechenden „zielfokussierten“ Verhaltensänderung. Doch nicht selten ist die Sache bereits nach wenigen Wochen gelaufen und die Motivation dahin. Die guten Vorsätze für das neue Jahr sind wieder ad acta gelegt und die Person oder Mannschaft fällt zurück in ihre alten, eigentlich doch unerwünschten Verhaltensweisen.

An derartigen Beispielen wird deutlich, dass das Thema „Ziele setzen und erreichen“ weitaus komplexer und anspruchsvoller ist, als es auf den ersten Blick den Eindruck macht. Wie gut sind also Ihre Ziele? Wann haben Sie sich zuletzt intensiv und professionell mit Ihren Zielen auseinander gesetzt?

 

Jörg Schönenberg

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