Gelandet in Südafrika

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Südafrika gilt ja als ein Triathlontrainingsmekka. So viel wusste ich auch vor meiner Ankunft, doch wenn man hier unterwegs ist, sieht man schnell, dass es eher ein Radfahrertraum ist! Bisher war ich nur entlang der East Coast und West Coast mit dem Auto unterwegs und habe allein dabei schon viele Biker gesehen. Der Asphalt ist eigentlich überall fast perfekt und neben der Straße ist oft ein Streifen, der dem deutschen Standstreifen ähnelt. Hier kann man also sehr gut fahren – auch „auf der Autobahn“. Selbst war ich auf dem Signal Hill, dem niedrigsten Hausberg Kapstadts – mit einem geliehenen Mountain Bike. Ein Rennrad zu organisieren ist mir bisher leider nicht gelungen. Vielleicht bekommt man eher in einem Radladen eines, denn die Radvermietungen haben nur MTBs.

Jogging in Richtung Signal Hill

Laufen war ich bisher aufgrund der Lage meiner ersten Unterkunft auch nur am Berg Richtung Signal Hill. Wenn man einmal aus der Stadt raus ist, wird die Gegend wunderschön und vor allem sehr unbefahren. Schade, dass ich einen Monat zu spät dran bin, denn im Frühling (September) muss es wirklich atemberaubend sein, mit all den blühenden Sträuchern zu beiden Seiten. Der Signal Hill bietet einen guten Rundumblick, wenngleich natürlich nicht mit dem Tafelberg vergleichbar. Doch auf diesen kommt man wohl nur als geübter Trailrunner. Es geht recht steil hinauf mit vielen Steinstufen. Deshalb bevorzugte ich es dort zu wandern.
Schwimmen kann man sehr günstig in den öffentlichen Bädern (weitere Informationen). Ich selbst war bisher im Long Street Swimming Pool , einem Haus aus dem vorigen Jahrhundert, das wohl noch genauso ist wie es damals erbaut wurde. Schlicht, funktionell. Angenehm war, dass das Wasser nicht verchlort ist. Ich war an einem Wochentag zur Mittagszeit schwimmen und hatte das Becken für mich alleine bis eine Schulklasse kam. Ein Traum für umgerechnet 1,10 EUR. In Kauf nimmt man dafür die relativ kühle Wassertemperatur mit 25 Grad Celsius und die Tatsache, dass man sich nur mit Wasser – ohne Seife – duschen darf. Das Meer ist mit 14 Grad Celsius übrigens noch nicht wirklich eine Alternative zu dieser Jahreszeit.

Kapstadt gut geeignet fürs Training

Generell ist Kapstadt wohl recht gut geeignet für Triathlontraining, jedoch würde ich es bevorzugen nicht im Zentrum zu wohnen, um schneller im Grünen bzw. an der Küste zu sein. Da ich versuche meine komplette Reise nur bei der lokalen Bevölkerung via Couchsurfing unterzukommen, habe ich natürlich keine große Auswahl, wo genau ich lande. Die ersten fünf Tage habe ich Stadtteil Gardens gewohnt, nun bin ich in Bishopscourt. Heute gibt’s das nächste Lauftraining und morgen werde ich auf dem Rad Cape Point erkunden. Darauf freue ich mich schon sehr!!

Trainingstechnisch muss ich zugeben, dass ich meinen Plan nicht ganz einhalten konnte. Die Wanderung auf und vor allem der anschließende Abstieg vom Tafelberg waren so anspruchsvoll, dass ich geschlagene 2 Tage lang heftigsten Muskelkater in den Oberschenkeln hatte. Aber ich bin zuversichtlich, dass das bis Mai klappt mit dem „Halben“.

Sandra Holte

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