Beckenbauer: „FC Bayern braucht elf Kapitäne“

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Leise Kritik übte der frühere Bayern-Präsident an den Leistungen von Nationalspieler Schweinsteiger in der vergangenen Saison. „Ich habe Partien von Bastian Schweinsteiger gesehen, in denen er einfach zu kompliziert gespielt hat. Je einfacher er spielt, umso besser ist er. Schweinsteiger muss wieder zu seinem einfachen Spiel finden. Ich bin sicher, Jupp Heynckes wird ihm das erklären“, sagte Beckenbauer, der ohnehin überzeugt ist, dass der neue Bayern-Coach Heynckes auch bei anderen Stars, wie etwa Ribéry, „die richtige Ansprache finden wird“.

Beckenbauer nimmt für die kommende Saison deshalb alle Bayern-Stars in die Pflicht: „Diese Mannschaft tut gut daran, sich nicht auf die Binde zu konzentrieren.“ Der FC Bayern brauche „elf Kapitäne. Keiner darf sich hinter dem Kapitän verstecken. Jeder ist dazu aufgefordert, die unsichtbare Binde zu tragen“, sagte er in Richtung Franck Ribéry, Arjen Robben oder Mario Gomez.

Lahm und Schweinsteiger müssten sich „erst noch reinfinden“. Die beiden Nationalspieler würden im Vergleich zu Matthäus, van Bommel, Stefan Effenberg oder Paul Breitner „auf eine andere Art“ führen: „Keiner von diesen Typen wird ein Matthäus. Sie müssen sich die Verantwortung aufteilen. Du brauchst deine Gefolgsleute.“ Dies müssten „die Besten, der harte Kern“ sein.

München (SID) – Franz Beckenbauer sieht die Mannschaft von Bayern München „perfekt besetzt“, doch fehlen dem „Kaiser“ echte Leitwölfe wie einst Mark van Bommel oder Lothar Matthäus. Bei den beiden aktuellen Kapitänen des deutschen Fußball-Rekordmeisters, Philipp Lahm und Bastian Schweinsteiger, würde zwar die Leistung stimmen, „vielleicht muss aber ihre Überzeugungskraft noch deutlicher werden“, sagte Beckenbauer der Sport Bild.

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