Glossar trainingsworld

1-er Wiederholungsmaximum (1RM)

maximale Last, die bei einer Kraftübung einmalig bewältigt werden kann

Abdominal Bracing

Anspannung der Bauchmuskeln, wie z. B. bei einem Boxhieb

Abdominal Hollowing

Anspannung der schrägen Bauchmuskeln durch Einziehen des Nabels in Richtung Wirbelsäule

Abduktion

das Wegführen eines Körperteils von der Körperlängsachse, z. B. einen Arm oder ein Bein vom Körper abspreizen.

Absorption

Aufnahme von Vitaminen oder Mineralstoffen in den Körper

Adduktion

Bewegung eines Körperteils zur Körperlängsachse hin

Adenosintriphosphat (ATP)

dreiteiliges Phosphatteilchen (Molekül), das als allgemeiner körpereigener Energiebaustein gilt: ATP kann sowohl unter aeroben als auch unter anaeroben Bedingungen produziert werden

Aerob

unmittelbare Nutzung von Sauerstoff (zur Energieproduktion)

Aerobe Stoffwechsellage

Energiebereitstellung mit Sauerstoff aus Kohlenhydraten und Fetten

Agility

wörtlich übersetzt „Beweglichkeit“, beschreibt aber auch Schnelligkeit, Wendigkeit und Reaktionsvermögen und ist ein wichtiger Trainingsbestandteil aller Ballsportarten.

agonistischer Muskel

Hauptmuskel, der an der Erzeugung einer bestimmten Bewegung beteiligt ist, z. B. der Bizeps bei der Hebephase eines Bizeps-Curls

Akkumuliertes Sauerstoffdefizit

Energiedefizit, das während einer anaeroben Übung entsteht, wie z. B. beim Sprint, bei dem relativ wenig Energie mittels Oxidation produziert wird

Aktin

Molekül in der Muskelstruktur, das gemeinsam mit Myosin für die Muskelkontraktion verantwortlich ist

aktive Erholung

Lockeres Laufen oder Schwimmen zur Förderung der Regeneration

alaktazid

Energiebereitstellung, die es dem Sportler ermöglicht, über 10–15 Sekunden bei sehr hoher Intensität zu arbeiten, ohne dass es zu Laktatbildung oder Sauerstoffverbrauch kommt

Aminosäuren

Grundbausteine der Proteine, die durch Peptidbindungen zu Ketten verbunden sind. Das menschliche Protein besteht aus 21 verschiedenen Aminosäuren

AMS, acute mountain sickness

Symptome von AMS sind Atemnot, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Schwindel und starke Müdigkeit sowie Stimmungsschwankungen. Weitere Merkmale sind Sehstörungen und die Beeinträchtigung von kognitiven Funktionen wie dem logischen Denkvermögen, der Konzentration, der Gedächtnisleistung und Haltungsstabilität, der sensorisch-motorischen Koordination, der Auge-Hand-Koordination und der neuromuskulären Kontrolle.

anabole Wirkung

Durch die Wirkung der anabolen Steroide auf den Eiweißstoffwechsel wird der Aufbau von Eiweiß in der Muskulatur gesteigert und gleichzeitig der Körperfettanteil vermindert. Ein Effekt tritt nur bei gleichzeitigem intensiven Muskeltraining ein.

anaerob-laktazid

kurzzeitige Energiebereitstellung bei hoher Intensität, bei der es zu einem Abbau von Glykogen (Glykolyse) ohne Sauerstoff kommt. Dabei entstehen ATP und Laktat.

Anaerobe Glykolyse

Verstoffwechselung von Kohlenhydraten ohne Sauerstoff

Anaerobe Kapazität

Fähigkeit der Muskeln, kurzfristig unter hoher Belastung den Energiebedarf zu decken und die Energiegewinnung ohne Sauerstoff durchzuführen

Anaerobe Schwelle

Punkt, der oberhalb der aeroben Laktatschwelle, aber unterhalb der individuellen anaeroben Laktatschwelle liegt

anaerobe Stoffwechsellage

Energiebereitstellung ohne Sauerstoff aus Kohlenhydraten

Androgene Hormone

Oberbegriff für Steroidhormone. Diese männlichen Sexualhormone kommen in geringem Maße auch bei Frauen vor und wirken auf die Kraftentwicklung

Anämie

verminderte Konzentration des roten Blutfarbstoffs

Anpressdruck

Druck, mit dem die Patella (Kniescheibe) an die Gelenkpartner des Ober- und Unterschenkels angepresst wird

Anstrengungsempfinden

Skala von 11–20 (bzw. 1–10 bei der neueren Version), auf der Sportler einstufen können, wie anstrengend eine vorgegebene Leistung war

antagonistischer Muskel

Gegenspieler des an einer Muskelkontraktion beteiligten Muskels. Bei der Hebephase eines Bizeps-Curls wäre dies z. B. der Trizeps

Antioxidantien

Verhindern die Reaktion von freien Radikalen mit Sauerstoff

Anxiolytikum

Substanz (meistens ein Medikament), die Angst- und Spannungszustände vermindert

Arterielle Oxyhämoglobin-Sättigung

besagt, wie viel Sauerstoff im Blut transportiert wird

Arteriolen

Kleine Arterien, d. h. Blutgefäße, durch die sauerstoffreiches, frisches Blut in die Gewebe fließt

Atemzugvolumen

gesamte Luftmenge, die pro Atemzug ein- bzw. ausgeatmet wird

Athletiker

Muskulöser Mensch

Arthroskopie

Gelenkspiegelung mithilfe eines Endoskops

Adenosintriphosphat (ATP)

wichtiges Molekül bzw. energiereiche Verbindung (Nukleotid), die im menschlichen Organismus biologische Energie erzeugt (Muskelarbeit) und dem Körper so als „universelle Energiequelle“ dient

Atrioventrikularknoten

spezielles Herzgewebe, das elektrische Impulse weiterleitet auditive Differenzierung Fähigkeit, zwischen ähnlichen Lauten (z. B. „ch“ und „sch“) zu unterscheiden. Eine entsprechende Störung beeinträchtigt den Lernfortschritt beim Lesen und Buchstabieren.

autonomes Nervensystem

Teil des peripheren Nervensystems, der als Kontrollsystem agiert und verschiedene physiologische Körperfunktionen reguliert.

Außenrotatoren

Außenrotatoren des Oberarms sind der hintere Deltamuskel, M. infraspinatus und M. teres minor.

Axiallast

reine Spannungs- oder Druckbelastung entlang der Längsachse eines Körperteils

basal

bezieht sich auf den Zustand „ruhig und nüchtern“

Betaoxidation

biochemischer Abbaumechanismus der freien Fettsäuren in der Muskulatur

Bewegungsamplitude

Auslenkung eines Gelenks. Im Krafttraining sollte optimalerweise die volle, mögliche Amplitude ausgenutzt werden

Bilaterale Übungen

Übungen, bei denen die Muskeln auf beiden Körperseiten aktiviert werden (meistens beide Arme oder beide Beine gleichzeitig wie bei Kniebeugen)

Bindegewebe

Faserartiges, festes Körpergewebe mit stützender und festigender Funktion

Biometrie

Vermessung des menschlichen Körpers

Biosynthese

Aufbau von biotischen Stoffen durch Stoffwechselprozesse bei Lebewesen

Blut-Hirn-Schranke

Eine Art Membran, die das Gehirn vor den im Blut zirkulierenden chemischen Substanzen schützt

Blutlaktat

Körpereigene Milchsäure, die gebildet wird, wenn Kohlenhydrate ohne ausreichend Sauerstoff (bei sehr intensivem Training) verbrannt werden und die selbst als Energie genutzt werden kann, wenn ausreichend Sauerstoff verfügbar ist. Eine Milchsäureanhäufung führt zu Ermüdung

Body Mass Index (BMI)

gibt Hinweise auf ein mögliches Übergewicht bzw. Untergewicht. Er beachtet dabei auch das Alter und das Geschlecht der entsprechenden Person. In der Regel liegt der BMI bei Männern deutlich höher als bei Frauen, ein Grund dafür ist der höhere Anteil an Muskelmasse. Der BMI berücksichtigt zwar das Körpergewicht, nicht jedoch die Körperzusammensetzung, wie die Anteile von Muskel- und Fettgewebes oder Wasser, was ihn auch unpräzise macht. Für eine erste Einstufung ist er aber allemal geeignet.

Bodenreaktionskraft (BRK)

Wenn wir eine Kraft auf den Boden übertragen, wirkt eine gleich große Gegenkraft auf Füße und Fußgelenke

Boten-RNA

Ribonukleinsäurestrang, der synthetisiert wird, wenn Gene sich „einschalten“ und aktiv werden

bpm

Schläge pro Minute (beats per minute)

Carboloading

Strategie um die Kohlenhydratspeicher in den Muskeln maximal zu füllen. Nach einer Woche mit reduzierter Kohlenhydrataufnahme werden über 24 Stunden große Mengen kohlenhydrathaltiger Nahrungsmittel wie Nudeln gegessen.

Cholesterin

Auch als Cholesterol bekannt, ist in tierischen Nahrungsmitteln enthalten. Es wird vom menschlichen Organismus benötigt, kann von ihm in der Leber synthetisiert werden und übernimmt zahlreiche wichtige Funktionen. Man unterscheidet zwischen HDL-Cholesterin und LDL-Cholesterin.

Citratzyklus

Serie von chemischen Reaktionen bei der aeroben Atmung, durch die Energie produziert wird

Core

Körperkern, der unter anderem die Bauchmuskulatur, die Rückenmuskulatur, den Sägemuskel und die Muskulatur zwischen den Schulterblättern beinhaltet

Cortisol

Hormon, das in der Nebenniere gebildet wird und den Proteinabbau fördert und so den Aufbau von Muskeln und Kraft verhindert

Countermovement Jump

Vertikalsprung aus dem Stand, eingeleitet durch ein dynamisches Beugen der Knie und Hüfte, gefolgt von einem sofortigen Strecken der Beine

Cross-Training

Training, das ergänzend zur eigentlichen Hauptsportart ausgeführt wird und bei dem mit sportartfremden Methoden und Geräten gearbeitet wird

CW-Wert

Maß für die Windschlüpfrigkeit eines Körpers und gibt den tatsächlichen Luftwiderstand an

CwA-Wert

Produkt aus dem CW-Wert und Stirnfläche eines Objekts. Er ist ein objektiver Wert für die Aerodynamik und gibt die Luftwiderstandsfläche an.

Dauermethode

dient der Entwicklung der Grundlagenausdauer. Bei der Dauermethode bleibt die Belastungsintensität während der gesamten Trainingseinheit konstant. Sie sollte dabei nie über der anaeroben Schwelle liegen - die für einen trainingswirksamen Reiz erforderliche Belastungsdauer könnte ansonsten auf Grund zu früher Ermüdung nicht erreicht werden.

Die Trainingswirkung ist also in erster Linie abhängig von der Dauer und erst in zweiter Linie von der Intensität. Leistungssportler nutzen die Dauermethode in der frühen Phase des Saisonaufbaus und später im Wechsel mit intensiveren Trainingsformen. Anfänger und Untrainierte sollten bei der Aufnahme sportlicher Betätigung anfangs ausschließlich in diesem Bereich trainieren. Die Dauermethode dient zur Ökonomisierung des aeroben Glykogen- und Fettstoffwechsels und zur Verbesserung des Kreislauf- und Atemsystems.

Belastung: bis 45 Minuten (extensiv, z.B. zur Kompensation / Regeneration), bis mehrere Stunden bei niedriger bis mittlerer Belastung (extensiv / intensiv).

Dehnmessstreifen

elektrischer Signalgeber, der aus mechanischem Druck elektrische Impulse formt. So können die auf eine Tretkurbel wirkenden Kräfte gemessen werden.

Dehnungsreflex

Reflexmechanismus, mit dem Muskeln und Gelenke gesteuert und geschützt werden. Beim Sport wird der Dehnungsreflex aktiviert, um den Muskel vor einer Überdehnung zu schützen.

Dehnungsverkürzungszyklus (DVZ)

Arbeitsweise der Muskulatur. Innerhalb einer Kontraktion erst nachgebend, dann überwindend. Man unterscheidet zwischen kurzen DVZ (< ca. 200 msek.) und langen DVZ (> ca. 200 msek.). Bsp.: sämtliche Lauf- und Sprungformen

DHA

Omega-3-Fettsäure (C22:6 ω-3) siehe EPA. DHA kommt zusätzlich im Nervengewebe und in der Augennetzhaut vor

Diätetik

Begriff aus dem Griechischen, der ursprünglich alle Maßnahmen zur Gesunderhaltung oder Heilung im Sinne einer geregelten Lebensweise beinhaltete.

Diffusionskapazität

Fähigkeit der Lunge, Sauerstoff aus der Umgebungsluft ins Blut aufzunehmen

Dimensionsanalytisches Strukturmodell

Beschreibt die physiologischen Einflussgrößen auf das Kraftverhalten

Distal

bedeutet in der Anatomie: von einem Bezugspunkt (Ausgangspunkt oder Fixpunkt) entfernt gelegen

Diurese

Harnausscheidung durch Wasserlassen

DNA (Desoxyribonukleinsäure)

Substanz im Zellkern, die Träger der genetischen Informationen ist

Drop Jump

Sprung von einer Plattform, der beim Auftreffen auf dem Boden zu einem Dehnungsreflex führt und Sprungkraft und Schnelligkeit fördert. Sprunghöhe und Bodenkontaktzeit bilden den Leistungsindex zur Bewertung.

Dynamometer

ein Gerät zur Messung der Kraft, die durch einen oder mehrere Muskeln in einem bestimmten Bewegungsbereich erzeugt wird

ektomorph

Ein ektomorpher Mensch ist jemand mit wenig Muskelmasse. Ausdauersportler, insbesondere bei Sportarten mit Gewichtsbelastung, sind fast immer ektomorphe Leistungssportler.

Elektromyografie/Elektromyogramm (EMG)

Messung/Aufzeichnung der elektrischen Aktivität eines Muskels. Je größer die Aktivität des Muskels ist, desto erhöhter ist die Muskelstimulation.

Endokrines System

Das Hormonsystem betreffend. Hormone sind körpereigene Substanzen, die als Botenstoffe Informationen zwischen den Zellen (oder zwischen den Bestandteilen einer Zelle) übermitteln und die in ihren Zielzellen Stoffwechselfunktionen regulieren

Endogene Faktoren

Entstammen dem Körperinneren und können physischer oder psychischer Natur sein

Energieeffizienz

Fähigkeit, ein Höchstmaß an Fett heranzuziehen, damit die Glykogenspeicher möglichst lange leer bleiben

Energiekreisläufe

unterschiedliche Möglichkeiten, wie der Körper Energie produziert, und die eine Vielzahl von Muskelfasern, chemischen Reaktionen und Energiequellen einschließt

Entwicklungsbereich (EB)

Im Entwicklungsbereich werden vor allem Kraft, Kraftausdauer und wettkampfspezifische Ausdauer trainiert. Es werden fast ausschließlich Kohlenhydrate als Energielieferant herangezogen. Hier wird mehrheitlich mit der Intervallmethode trainiert. Die Intervalle sollten zyklisch (z. B. Wochen- oder Monatsrhythmus) zunehmend gesteigert werden. Mit der Intensität geht es überwiegend in den sog. Übergangsbereich der aerob/anaeroben Schwelle. Vorwiegend in der Wettkampfperiode wird im Entwicklungsbereich trainiert.

Enzym

vom Körper synthetisch hergestellte große Proteinmoleküle, die wichtige biochemische Reaktionen katalysieren, die ansonsten gar nicht oder zu langsam ablaufen würden

EPA

Omega-3-Fettsäure Eicosapentaensäure (C20:5 ω-3); wichtiger Bestandteil der Zellmembranen, beeinflusst Gerinnungs-, Entzündungs- und Immunfunktionen

Ergogene Mittel

Substanzen, die entweder direkt, indirekt oder über eine bessere Trainingsreaktion die sportliche Leistung steigern

Ergonomie

Gesetzmäßigkeiten menschlicher Arbeit aus wissenschaftlicher Sicht

Erythrozyten

Rote Blutkörperchen essenzielle Aminosäuren Aminosäuren, die der Organismus des Menschen nicht selbst herstellen kann und daher über die Nahrung zugefügt werden müssen. 8 der 20 Aminosäuren gelten als essenzielle Aminosäuren für Erwachsene.

Exogene Faktoren

Entstammen der Umwelt und können physische oder psychische Ursachen haben

Extension

Gelenkbewegung, bei der die Knochen auseinander oder voneinander weg bewegt werden

extrakorporale Stoßwellentherapie

nicht-invasive Behandlungsmethode, bei der mithilfe eines Geräts Stoßwellen mit wenig oder viel Energie über die Haut in den betroffenen Bereich geleitet werden.

Extrazelluläre Matrix

Material, das von Zellen produziert und in den Interzellularraum abgegeben wird

Extrinsische Faktoren

Äußere Begebenheiten betreffend, wie zum Beispiel das soziale Umfeld oder Umweltbedingungen

exzentrische Komponente

Bewegung, bei der die Muskelenden weiter auseinander gezogen werden

exzentrische Kontraktion

Muskelkontraktion, bei der sich der Muskel unter Belastung verlängert, z. B. wenn ein Gewicht abgelassen wird.

exzentrische Muskelarbeit

aktive Muskelkontraktion, mit der eine Krafteinwirkung von außen nicht bewältigt werden kann (Muskelverlängerung unter Spannung)

EZM

Material, das von Zellen produziert und in den Interzellularraum abgegeben wird

Fähigkeiten

Fähigkeiten sind zum Großteil angeboren und stellen die allgemeine Grundeigenschaft dar, die die Vorraussetzung für das Durchführen einer bestimmten Fertigkeit bilden

Fahrtspiel / Fartlek

Das Fahrtspiel ist eine Trainingsmethode aus dem Laufsport. Sie kann aber ebenso beim Rennradfahren oder Mountainbiken eingesetzt werden. Das Tempo bzw. die Belastung wird beim Fahrtspiel während eines Trainings mehrmals spontan gesteigert und wieder verringert. Besonders gut eignet sich die Methode, um die Belastung dem Gelände anzupassen – beispielsweise alle Steigungen intensiv zu „nehmen“ und sich im Flachen wieder erholen.

Der größte Vorteil des Fahrtspiels ist die Anpassung an den individuellen Trainingsprozess. Die psychologischen Vorteile liegen im spielerischen Charakter des Trainings. Daher wird das Fahrtspiel von vielen Athleten, trotz intensiver Belastung, als weniger hart empfunden als z. B. Intervalltraining.

Durch die Flexibilität ist es möglich, taktische Elemente einzubringen. Plötzliche Tempoverschärfungen lassen sich ebenso trainieren wie eine gesteigerte Dauerbelastung oder ein Zielsprint. Vor allem im Team- oder Gruppentraining sind diverse taktische Variationen möglich.

Belastung: Individuell und „spontan“, je nach Gelände oder Leistungsbereitschaft.

Fascia thoracolumbalis

Bindegewebe, das die Muskulatur vom Musculus gluteusmaximus bis zum Musculus latissimus dorsi bedeckt und eine Verbindung zwischen unteren und oberen Extremitäten darstellt

Federfestigkeit

Änderung der Beinlänge (Kompression) bei einer bestimmten Aufprallbelastung

Femur

Oberschenkelknochen

Fertigkeiten

Bewegungen, die nicht ererbt sondern durch Üben und Erfahrung erworben werden

Ferritin

Depot-Eisen, Speicherform des Eisens

Fettstoffwechsel

meint

1. die Zerlegung von Nahrungsfetten im Verdauungstrakt

2. die oxidative Verstoffwechselung im Körper zur Energiegewinnung sowie den Ab- und Umbau zu Synthesevorstufen von Steroidhormonen, Vitaminen sowie Gallensäuren

Fibroblast

Zellart, die die extrazelluläre Matrix vieler tierischer Gewebe synthetisiert und erhält

Flanke

Hereingeben eines vom Boden angehobenen Balls oder eines hohen Balls mit dem Fuß aus dem Bereich der beiden Seitenlinien. Der Ball wird hierbei mit dem Spann, also dem Bereich zwischen der Innenseite und dem Fußrücken, gespielt.

fraktionelle Erhöhung

gibt die Erhöhung der Herzfrequenz unter der Belastung in Relation zur Ruhe- Herzfrequenz an

Freie Radikale

Sind reaktionsfreudige Moleküle, die mit Sauerstoff reagieren und Zellen schädigen können

Frequenzierung

Erhöhen der Frequenz, mit der elektrische Signale an den Muskel gelangen

Frontalebene

Ebene, die parallel zur Längsachse des Körpers und senkrecht zur Sagittalebene verläuft. Dieser gedachte Schnitt durch den Körper würde einen vorderen und einen hinteren Teil ergeben

FT-Muskelfasern

Muskelfasern, die primär für die Entwicklung von Schnelligkeit und Schnellkraft zuständig sind

funktionales Overreaching

beabsichtigte Trainingsbelastung eines Athleten, die in einer kurzfristigen Leistungsabnahme resultiert, aber in der Ruhepause zu einer Leistungssteigerung führt

funktionelle Längendifferenz der Beine

die Beinknochen sind anatomisch gleich lang, doch aufgrund ihrer Verankerung im Becken sind sie im Stand ungleich lang, was zu einer biomechanischen Kompensation führt.

Gene

grundlegende Erbeinheiten. Ein Gen ist ein Segment der DNA, die die Struktur eines Proteins oder RNS-Moleküls beschreibt

Genexpression

das „Einschalten“ von Genen

Geschlossene kinetische Kette

Bewegung der Extremitäten in einer belasteten, gewichtstragenden Stellung, z. B. Kniebeuge

Gewichtstraining

eine bestimmte Kombination von Belastung (Gewicht), Wiederholungen, Sätzen, Übungsreihenfolge und Übungskombination

Gewichtungsfaktor

die Zahl, mit der die Trainingszeit zur Berechnung des TRIMP-Wertes in einer bestimmten Übungszone multipliziert wird

Glukose

ein Einfachzucker, der ein wichtiges Kohlenhydrat darstellt, weil die Zellen ihn als primäre Energiequelle nutzen

Glukosetoleranzstörung

Vorstufe des Diabetes mellitus. Von einer Glukosetoleranzstörung spricht man, wenn die Kohlenhydratverwertung gestört ist.

Glycerol

Eine Abbaustufe des Fetts

Glykämischer Index (GI)

Maß zur Feststellung der Wirkung eines Lebensmittels auf den Blutzuckerspiegel

Glykämische Last

Relativierung des glykämischen Indexes auf das Volumen eines Lebensmittels, bezogen auf den Blutzuckerspiegel

Glykogen

eine unlösliche, stark verzweigte Form von Kohlenhydrat, das in den Muskeln und der Leber gespeichert wird.

Glykolyse

Abbau von Kohlehydraten/Glukose um energiereiche Phosphate herzustellen

Grappling

ist ein Element vieler Kampfsportarten und beinhaltet Hebel, Würfe, zu Boden bringen, Aufgabegriffe, Würgegriffe und andere Haltegriffe jeglicher Art

Grundlagenausdauer

aerobe Trainingsbelastung mit dem Ziel der verbesserten Ausprägung des Fettstoffwechsels

Grundlagenausdauer GA1 GA2

GA1

Das Ziel ist die Verbesserung und Stabilisierung der aeroben Leistungsfähigkeit. Der entscheidende Trainingsreiz ist die Dauer - nicht die Intensität der Belastung. Das GA1-Training hat mit Abstand den größten Anteil am gesamten Trainingsumfang. Als Trainingsform sollte hier fast ausschließlich die Dauermethode gewählt werden.

GA2

Zur Erhöhung der aerob/anaeroben Leistungsfähigkeit dient das sog. GA2-Training die Basis. Das Training wird mit höheren Geschwindigkeiten und kürzeren Distanzen als im GA1-Bereich durchgeführt. Die Dauermethode kann durch Fahrtspiele oder Intervalle ergänzt werden. Das Ziel ist es, Glykogen und Fett effizienter zur Energiebereitstellung nutzen zu können. Die Belastungsintensität liegt aber noch im aeroben Bereich, das heißt, dass der Körper keine Sauerstoffschuld eingehen darf.

Grundlagenausdauertraining

Training in geringer Intensität, mit dem insbesondere der Fettstoffwechsel optimiert werden soll

Hämatokrit

Anteil aller zellulären (festen) Bestandteile (z. B. Erythrozyten) am Volumen des Bluts

Hämoglobin

Eisenhaltige, Sauerstoff transportierende Proteine in den roten Blutkörperchen, die für das Binden des Sauerstoffs verantwortlich sind. Hämoglobin wird aufgrund seiner Farbe auch als roter Blutfarbstoff bezeichnet.

Hämolyse

Auflösung von Erythrozyten (rote Blutkörperchen)

Hang Pull

verkürzter Power Clean, bei dem die Stange sich ungefähr in Höhe der Schienbeine befindet und aus hängender Position (und nicht vom Boden aus) zu den Schultern geführt wird.

Herzautonome Modulation

Regulierung des Herzens, die automatisch entsteht

Herzbeschleunigung

eine kurze, 30–60 Sekunden dauernde Phase intensiver aerober Arbeit zur Erhöhung der Herzfrequenz

Herzfrequenzvariabilität

Abstände zwischen den einzelnen Herzschlägen. Mit steigender Fitness variieren die Abstände stärker

Hochintensive Intervalle

Die sogenannten HIIT werden in der englischsprachigen Literatur als aerobe HIITs beschrieben. Trotzdem werden die Intervalle oberhalb der anaeroben Schwelle aus dem Laktatstufentest gesteuert. Zugrunde liegt der Respiratorische Kompensationspunkt, der über eine Spiroergometrie bestimmt wird und oberhalb der anaeroben Schwelle den Punkt angibt, an dem der an der Schwelle noch stabile Mischstoffwechsel rein anaerob wird.

Homöostase

Aufrechterhaltung eines stabilen inneren Gleichgewichts innerhalb eines Organismus und die Konstanz von Bedingungen wie dem osmotischen Druck. Wird oft auf Trainingsanpassungen übertragen

Hormone und andere Signalmoleküle

Moleküle, die den Zellen „sagen“, was sie tun sollen

Hüftflexion

Beugung der Hüfte

Hyperglykämie

Bezeichnung für einen zu hohen Blutzuckerspiegel

Hyperinsulinämie

Anstieg der Blutkonzentration des Insulins

Hypertrophie

übermäßige Vergrößerung von Geweben und Organen infolge der Vergrößerung der Zellen

Hypertrophie

Dickenwachstum der Muskulatur

Hypobare Hypoxie

Sauerstoffmangel als Folge von niedrigem Luftdruck

Hypomobilität

Verkürzung von Muskeln, Sehnen, Bändern und Faszien, was zu einer Einschränkung der Beweglichkeit führen kann.

Hyponatriämie

Zustand infolge eines Überschusses an Natrium im Körper (auch infolge übermäßigen Trinkens), der zu einer Schwellung des Gehirns führt

Hypoplastiker

Mensch mit schmächtigem Körperbau und wenig ausgeprägter Muskulatur

Hz

Anzahl der Schwingungen pro Sekunde (Hertz)

Iatrik

Aus dem Griechischen = Heilkunst

Immunsuppression

Verlust der Fähigkeit des Körpers, Infektionen zu bekämpfen

Impingement

Chronische Reizung der Sehnenansätze und des Schleimbeutels an der Engstelle zwischen Oberarmkopf und Schulterdach. Das Syndrom tritt häufig bei Überkopfsportarten auf.

Impuls

Kraftstoß im Zusammenhang mit dem Training, den ein Muskel oder mehrere Muskeln im Zusammenspiel erzeugen können

In vitro

wörtlich „im Glas“. Es bezieht sich auf Studien, die außerhalb des Körpers erfolgen, z. B. in einem Reagenzglas.

Innenrotatoren

Muskeln des Oberarms, die für das Einwärtsdrehen des Oberarms zuständig sind, z. B. Musculus latissimus dorsi, Musculus teres major, subscapularis und pectoralis major.

Insulin

Hormon, dessen Anwesenheit die Körperzellen informiert, dass wir Nahrung aufgenommen haben, und veranlasst, dass die Leber- und Muskelzellen Glukose aufnehmen und in Form von Glykogen speichern.

Insulinsensitivität

Empfindlichkeit von Rezeptoren auf die Insulinkonzentration

integriertes Training

kurze aerobe Trainingsphasen vor jedem Satz Krafttraining

Interaktive Momente

Kräfte, die durch die Bewegung und Stellung benachbarter Körperbereiche an Gelenken entstehen

Intervalle

Abschnitte im Training, die mit besonderen Inhalten gefüllt werden

Intervalltraining

Bei der Intervallmethode erfolgt die Trainingsbelastung nicht kontinuierlich, sondern in Intervallen. Die Intensität liegt dabei grundsätzlich im Übergangsbereich der aerobanaeroben Schwelle. Die Pausen werden so gewählt, dass keine vollständige Erholung erfolgt. Der Sportler erholt sich lediglich zu etwa zwei Dritteln. Man nennt dies auch die lohnende Pause. Dadurch werden die Erschöpfung und die Wirkung des Trainingsreizes erhöht, ohne den Organismus und die Muskulatur zu schädigen.

Die Intervallmethode findet Anwendung zur weiteren Entwicklung der Ausdauer (wettkampfspezifische Ausdauer, Tempohärte). Sie hilft beim Anheben der individuellen anaeroben Schwelle, dient aber in erster Linie der Verbesserung der Erholungsfähigkeit und Laktattoleranz. Belastung: Intervallartiger Wechsel von Belastung und Pause, wobei die Dauer abhängig von der Sportart ist.

Intervertebal

Zwischen den Wirbeln liegend

Intraabdomineller Druck

Druck im Bauchraum, durch den ein fester Zylinder entsteht, der die Steife der Lendenwirbelsäule erhöht

Intrazellulärer Raum

Gesamtheit aller von Zellmembranen umschlossener Zellbestandteile im menschlichen Organismus

Intrinsische Faktoren

Betrifft innere Faktoren wie genetische Begebenheiten oder psychologische Charaktersitika

isokalorisch

mit der gleichen Kalorienzahl

isokinetisch

Muskelkontraktion bei gleich bleibender Geschwindigkeit

Isoliertes Trainieren

Bei isolierten Bewegungen werden einzelne Muskeln isoliert von funktionellen Ketten trainiert

isometrische Kontraktion

statische Muskelkontraktion, bei der keine Bewegung entsteht und Gelenkwinkel und Muskellänge konstant bleiben

Kaloriengrundumsatz / Grundumsatz

Der Grundumsatz ist der Kalorienverbrauch, den der Körper im Ruhezustand hat. Er gibt die Energie an, die man täglich verbrauchen würde, wenn man sich überhaupt nicht bewegen würde.

Der Kalorien-Grundumsatz ist im Wesentlichen vom Alter, vom Geschlecht, von der Körpergröße und vom Gewicht abhängig. Der tägliche Kalorienverbrauch setzt sich aus Grundumsatz und Arbeitsumsatz zusammen.

Kapillare

kleinstes Blutgefäß, das Nährstoffe und Sauerstoff in die Zellen transportiert und Abfallprodukte des Stoffwechsels abtransportiert

Kapillarisierung

Aufbau neuer Kapillare im Muskelgewebe. Die Erhöhung der Sauerstofftransportkapazität in der Muskulatur wirkt sich positiv auf die aerobe Kapazität der Muskulatur aus und erhöht die Ausdauer.

Kardiopulmonal

Betrifft das Herz-Kreislauf- und das Lungen-System kardiovaskulär Herz und Gefäße sowie das Herz-Kreislauf-System betreffend

kardiovaskuläre autonome Modulation

Regulierung des Herzens, die automatisch erfolgt

katabole Proteinbilanz

negative Proteinbilanz, d. h. der Proteinabbau (Abbau von Proteinstrukturen im Körper) ist größer als die Proteinsyntese (Aufbau neuer Proteinstrukturen)

katabole Stoffwechsellage

dabei ist der Muskelproteinabbau größer als die Muskelproteinsynthese. Die Folge ist eine Abnahme von Muskelprotein und Muskelmasse

katabole Wirkung

Abbauvorgänge von Stoffwechselprodukten, wie z. B. Muskelprotein, bewirken den Abbau von Muskeln und Kraft

kataboles Training

ein experimentelles Modell, das eine Reduzierung der Muskelproteinsynthese bewirkt

Kinetik der Laktatkurve

mit der Kinetik beschreibt man das Steigungsverhalten der Laktatkurve. Hieraus lassen sich Rückschlüsse auf die Stoffwechselkapazität der Trainingsbereiche ziehen.

Kinetische Kette

Verbindung der an einer Bewegung beteiligten Muskelschlingen

Knorpelige Wachstumsfugen

Die sogenannten Epiphysenfugen befinden sich im Endstück der Röhrenknochen und bestehen aus Knorpel. Sie sind der Ort des Längenwachstums der Knochen.

Kollagen

Als Bindegewebe der Hauptbestandteil der Sehnen und der extrazellularen Matrix des Muskels, sowie von Haut, Knochen und Bändern

Komplexe Bewegungen

Als komplexe Bewegungen werden solche bezeichnet, bei denen mehrere Muskeln eine Bewegung unterstützen und stabilisieren.

Kontraktionsgeschwindigkeit

Bezieht sich während der Übung auf die Muskulatur und ist nicht zu verwechseln mit der Bewegungsgeschwindigkeit. Beim Maximalkrafttraining ist die Kontraktionsgeschwindigkeit explosiv.

Konzentrisch

Muskelkontraktion, bei der sich der Muskel verkürzt, z. B. wenn ein Gewicht angehoben wird

konzentrische Muskelaktionen

aktive Muskelkontraktionen, die ausreicht, um eine Krafteinwirkung von außen zu bewältigen. (Muskelkontraktion führt zu Muskelverkürzung)

konzentrischer Sprung

Sprung aus einer gehaltenen Kniereflexionsstellung, z. B. 45°, wodurch verhindert wird, dass beim Sprung ein Dehnungsreflex auftritt

Koordination

Bezeichnet das Zusammenspiel von Muskeln und Nerven, oder die Zusammenwirkung innerhalb eines Muskels

Koordinative Anpassungen

Um das Zusammenspiel von Nerv und Muskel, aber auch das verschiedener Muskeln, zu verbessern

Kortex

Die so genannte Hirnrinde besteht aus mehr als 200 Feldern, von denen nur wenige Funktionen bekannt sind. Den größten Anteil bildet die motorische Rinde, die bewusste Bewegungen steuert. Eine Hälfte des Gehirns steuert die gegenüberliegende Körperhälfte.

Kortikale Ebene

Beschreibt die Großhirnrinde

Kortisol

ein kataboles Hormon, das physiologisch gesehen genau die gegenteilige Wirkung von Insulin hat. Bei einem hohen Kortisol-Spiegel wird weniger Glykogen gebildet und der Körper begünstigt den Abbau von Glykogen, Fetten und Proteinen

Kraft-Geschwindigkeits-Relation

Muskeln können ohne Belastung schneller kontrahieren als mit Belastung, und je größer die Belastung, desto langsamer ist die maximale Kontraktionsgeschwindigkeit. Jeder Muskel hat bei einer bestimmten Belastung eine maximale Kontraktionsgeschwindigkeit, d. h. jede Belastung kann eine maximale Belastung darstellen, wenn sie nicht mit der maximalen Muskelgeschwindigkeit bewältigt wird. Bewegungen, die bei moderater Belastung mit größtmöglicher Geschwindigkeit ausgeführt werden, können daher ermüdender sein als Bewegungen unter großer Belastung bei einer submaximalen Geschwindigkeit.

Kraftausdauer

Bezeichnet die Fähigkeit des neuromuskulären Systems, eine möglichst große Impulssumme in einer gegebenen Zeit – längstens 2 Minuten – gegen einen Widerstand zu produzieren, der mehr als 50 % der Maximalkraft entspricht

Kraft-Gewicht-Verhältnis

das Maß an Kraft, das pro Kilo Körpergewicht erzeugt werden kann - ein wichtiger Indikator für sportliche Leistung

Kreatinphosphat

Kann vom Körper zur Energiebereitstellung herangezogen werden und in einem anaeroben Prozess ohne Laktatbildung Energie liefern. Wichtig bei sehr kurzen Belastungen

Kreuzband, Vorderes (ACL)

Eines von 4 Bändern, die das Kniegelenk zusammenhalten.

Kurbellänge

Die Standardlängen der Kurbel beim Fahrrad sind 170; 172,5; 175 und 180 mm. Je nach Körpergröße ist die richtige Länge zu wählen.

Kybernetik

beschreibt die mechanische Auffassung vom Steuern nach Gesetzmäßigkeiten

Lage

Damit werden beim Schwimmsport die unterschiedlichen Schwimmstile bezeichnet

Laktat

Stoffwechselprodukt, das beim anaeroben Stoffwechsel anfällt. Steigt es zu stark an, muss eine Belastung abgebrochen werden.

Laktatabbaurate

Entgegen der ursprünglichen Annahmen ist Laktat kein Stoffwechselendprodukt. Es kann beispielsweise von der Herzmuskulatur wieder zu Energie umgewandelt werden.

Laktat-Steady-State

Gleichgewichtszustand („steady state“) zwischen Laktatauf- und Abbau

Laktatelimination

Abbau von Laktat nach einer Belastung, geschieht im Herzmuskel und in der Skelettmuskulatur

Laktatschwelle (LT)

die Belastungsintensität, bei der eine schnelle Ansammlung von Laktat in den Muskeln einsetzt

Lactate Treshold

Beschreibt die aerobe Schwelle, ermittelt über die Laktatkinetik (dabei werden das Anstiegsverhalten und das Verlassen der Laktatbasis herangezogen)

Laktattoleranz

Fähigkeit, hochintensive Belastungen trotz schmerzender Muskeln, oft als Brennen beschrieben, auszuhalten

langsame Muskelfasern

Muskelfasern, die primär bei Aktivitäten mit weniger Ausdauer beansprucht werden

Laufökonomie

Effektivität, mit der die Energie in Laufgeschwindigkeit umgesetzt wird. Eine verminderte Laufökonomie entspricht einer verminderten Effizienz und einem erhöhten Energiebedarf bei einem vorgegebenen Tempo.

Leistungsphysiologie

Teilbereich der Sportwissenschaft und der Medizin, der sich mit der Physiologie unter körperlichen Belastungen beschäftigt

Leptosom / leptomorph

Schlanker, schlaksiger Mensch

Lipolyse

Spaltung von Fettsäuren

Lymphozyten

weiße Blutkörperchen, die bei der Bekämpfung von Infektionen helfen

Magnetresonanztomografie (MRT)

bildgebendes Verfahren, mit dem Schnittbilder von Geweben und Organen möglich sind. Im Gegensatz zum Röntgen lassen sich hier auch weiche Gewebe gut darstellen.

Makronährstoffe

Nährstoffe, die der Körper in vergleichsweise großen Mengen benötigt (z. B. Protein, Fett, Kohlenhydrate, Ballaststoffe und Wasser)

Maximalkraft

Größtmögliche Kraft, die das Nerv-Muskel-System eines Menschen willkürlich gegen einen Widerstand ausüben kann

Megajoule (MJ)

Einheit für Energie, Arbeit und Wärme (1 MJ = 1.000 kJ = 239 kcal)

Meniskus

Scheibenförmiger Faserknorpel zwischen den Gelenkpartnern im Knie

mesomorph

Ein mesomorpher Mensch ist jemand mit viel Muskelmasse (Gegenteil von -> ektomorpher)

Mesozyklen

mittellange Trainingsphasen, im Allgemeinen über 3–6 Wochen

Messdrucksohlen

dünne Kraftaufnehmer in Form eines Fußes. Werden die hauchdünnen Messfühler in einen Schuh gelegt, kann die Kraftverteilung bei einem Tretzyklus gemessen werden.

Metaanalyse

Studie, die mehrere Einzelstudien zusammenfasst

Metabolische Anpassungen

Anpassungen im Stoffwechsel (im Gegensatz zu morphologischen Anpassungen)

Metabolisches Syndrom

Sich gegenseitig negativ bedingende Zustände wie Übergewicht, Bluthochdruck, Hyperinsulinämie, Glukosetoleranzstörungen, Fettsoffwechselstörungen und Hyperurikämie werden bei gemeinsamem Auftreten als sogenanntes metabolisches Syndrom zusammengefasst

Metabolismus

Gesamtheit der chemischen und physikalischen Vorgänge bei der Erhaltung lebender Organismen

Metabolit

Substanz, die als Zwischenstufe bei Stoffwechselvorgängen entsteht. - Ein Molekül, das durch eine snachließende biochemische Umwandlung des Zielmoleküls entsteht

Mitochondrien

kleine Zellstrukturen, die aus Kohlenhydraten und Fetten wieder energiereiche Phosphate (ATP) für die Zelle produzieren. Sie sind die Kraftwerke der Muskulatur.

Mol

Mengenangabe bei chemischen Reaktionen

Morphologische Anpassungen

Veränderungen der Struktur (im Gegensatz zu metabolischen Anpassungen)

Morphologische Aspekte der Kraft

Beispielsweise der Muskelfaserquerschnitt und die Sehnenelastizität gehören zu diesen Aspekten

Motilität

Unwillkürliche Bewegungsvorgänge, z. B. des Darms

Motoneuronen

Nervenzellen, die die Muskulatur des Körpers aktivieren (1 Motoneuron bildet zusammen mit den von ihm aktivierten Fasern eine motorische Einheit)

Motorische Einheit schneller Muskelfasern

Bündel von Muskelfasern, die viel Kraft erzeugen können, sowie von Nerven, die dazwischen verlaufen

Motorische Einheiten

Muskelfaserbündel, die jeweils von einem Motoneuron aktiviert werden

Movement Prep

dynamische Übungen zur Vorbereitung vor allem schnellkräftiger Belastungen

MTB

Mountainbike

Musculus biceps femoris

Beinbeuger; auch Kniebeuger genannt: Muskel an der Oberschenkelrückseite, der das Bein im Kniegelenk beugt

Musculus iliopsoas

Hüftbeugemuskel, zieht vom Becken an den Oberschenkel

Muskelperfusion

Fluss von Nährstoffen in die Muskelzellen und der Abtransport von Abfallprodukten daraus

Muskuläre Dysbalancen

Ungleichheiten im Kraftverhältnis bei einem Muskel im Verhältnis zum Gegenspieler

myofibrilläre Proteine

Proteine, die in den Muskeln und anderem Gewebe vorkommen, für Muskelaufbau und Muskelgröße sorgen und für die Muskelkontraktion notwendig sind

Myokard

Muskelgewebe des Herzens

Myosin

Molekül in der Muskelstruktur

Myositis ossificans

Knochenbildung im Muskel nach einer traumatischen Schädigung der betreffenden Stelle

Nährstoffdichte

Nährstoffgehalt eines Lebensmittels im Verhältnis zu seinem Energiegehalt. Lebensmittel mit hoher Nährstoffdichte enthalten viele Nährstoffe im Verhältnis zur aufgenommenen Nahrungsmenge

Natriurese

Natriumausscheidung durch Wasserlassen

natürlicher Logarithmus

rechnerisch abgeleitete Zahl, die in der Statistik häufig eingesetzt wird, um eine zuverlässige Auswertung von Daten zu erreichen

Neuromuskuläres System

motorische Nervenzelle und deren Verbindung mit der Muskelfaser

Neuronale Aktivierungsfähigkeit

Bei der willkürlichen Kontraktion kann der Mensch nicht alle motorischen Einheiten eines Muskels gleichzeitig aktivieren. Das bezeichnet man als neuronale Aktivierungsfähigkeit. Diese kann durch Training verbessert werden.

Neuronale Ebene

Ebene der Nerven und der Nervenbahnen

Neurotransmitter

biochemische Stoffe im Körper, die an der Kommunikation zwischen den Nervenzellen beteiligt sind.

nicht-funktionales Overreaching

Trainingsbelastung eines Sportlers, die eine größere kurzzeitige Leistungsabnahme hervorruft als erwünscht (siehe auch: funktionales Overreaching)

Nieder-Hoch-Sprünge

Sprünge von einer erhöhten Ebene (40-100 cm hoch). Der Sportler macht einen Schritt nach vorne. Wenn er auf dem Boden landet, setzt er gleich zu einem Sprung (oder einer Serie von Sprüngen) an.

niedrigglykämische Kohlenhydrate

Kohlenhydrate mit einem geringen Zuckergehalt, so dass der Blutzuckerspiegel nur langsam ansteigt und insgesamt niedriger bleibt. Dadurch treten weniger Störungen im Stoffwechsel auf.

OBLA (Onset of Blood Lactate Accumulation)

Belastungsintensität, die eine Laktatkonzentration von 4 mmol/l erzeugt.

Offene kinetische Kette

Bewegung der Extremitäten in einer nicht-gewichtstragenden Stellung, z.B. Beinstrecker

Olympische Distanz (Triathlon)

1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren, 10 km Laufen

Omega-3-Fette

essenzielle Fette, die vor allem in öligen Kaltwasserfischen, z. B. Makrele, Lachs, Hering, sowie in Leinsamenöl vorkommen

Omega-6-Fette

essenzielle Fette, die in Pflanzenöl, wie Sonnenblumenöl, Sojaöl, Erdnussöl etc., vorkommen

Osteoporose

Knochenschwund: Schwund der Gerüstsubstanz der Knochen, die immer poröser werden. Die Osteoporose ist eine häufige Erkrankung im höheren Lebensalter, wobei der Hormonmangel (bei der Frau Östrogene, beim Mann Testosteron) eine wesentliche Rolle spielt

Östradiol

Stärkstes körpereigenes Östrogen. Östradiol wird vor allem in den heranreifenden Follikeln des Eierstocks gebildet

Östrogene

Gruppe von Steroidhormonen, die in den Eierstöcken produziert werden und unterschiedliche Funktionen in Bezug auf die Sexualentwicklung, Fruchtbarkeit und Knochengesundheit bei Frauen haben.

Overreaching

geplante Trainingssequenz, die den Körper ermüden soll und auf die zum Ausgleich und zur Verbesserung der Fitness eine ausreichende Ruhepause folgt. (Kurzzeitige Überlastung)

Overtraining

ungeplante Folge von zu viel Training und zu wenig Erholung, die häufig im Zusammenhang mit anderen Lifestyle-Faktoren auftritt und zu einer Leistungsabnahme führt.

Ovulatorischer Zyklus

weiblicher Zyklus innerhalb dessen eine Eizelle heranreift und bei nicht erfolgreicher Befruchtung während der Menstruation wieder abgestoßen wird

oxidativer Stress

Schädigung von Gewebe wie z. B. der Zellmembranen, wichtigen Proteinen, DNA etc., die die Folge von kurzlebigen chemischen Substanzen ist, die im Stoffwechselgeschehen unweigerlich entstehen.

paralleles Training

Trainieren von Kraft und Ausdauer in ein und demselben Trainingszyklus oder Kraft- und Ausdauerarbeit innerhalb einer Trainingseinheit

Parasympathikus

Teil des vegetativen Nervensystems, das auch als Ruhenerv bezeichnet wird. Wirkt hemmend und senkt u. a. die Herzfrequenz

parasympathische Aktivität

Aktivität, die den Herzschlag senkt und die Darmaktivität ankurbelt

Passive Strukturen

Knochen, Sehnen und Bänder des Bewegungsapparats

Patella

Kniescheibe

Periodisiert

in Zeitabschnitte eingeteilt (z. B. ein Trainingsplan, mit dem Fitness systematisch und Schritt für Schritt aufgebaut wird)

Periodisierung

in Zeitabschnitte einteilen. Ein Trainingsplan, mit dem Fitness systematisch und Schritt für Schritt aufgebaut wird. Periodischer Wechsel der Komponenten eines Trainingsprogramms, damit der Körper immer wieder neu gefordert wird und sich nicht an eine bestimmte Aktivität gewöhnt.

periphere arterielle Verschlusskrankheit

eine Verengung der Arterien in den Extremitäten, zumeist den Beinen, die sehr häufig durch Fettablagerung, die sogenannten Plaqques, entsteht

persönliche Werte

Verhaltensregeln. Im Kontext dieses Artikels sind damit Regeln gemeint, die das Erreichen von Zielen in Sport und Wettkampf steuern.

Phosphokreatin

energiereiches Molekül, das sehr schnell ATP in den Muskeln regenerieren kann

Phosphokreatinsystem

erzeugt ATP für eine kurzzeitige Belastung über einen Zeitraum von 2-7 Sekunden

plyometrische Kontraktion

dynamische Muskelkontraktion, die entsteht, wenn ein Muskel direkt von der verlängernden (exzentrischen) Kontraktion zu einer verkürzenden (konzentrischen) Kontraktion übergeht, wie z. B. beim Springen

Plyometrisches Training

Form des Schnellkrafttrainings, bei der die Muskeln exzentrisch und sofort darauf konzentrisch kontrahiert werden

Polygenetisch

Polygenie ist die Bezeichnung für die Beeinflussung eines Merkmals durch mehrere Gene

POMS

Fragebogen, mit dem die psychischen Empfindungen des Sportlers zu einem bestimmten Zeitpunkt abgefragt werden

Popriozeption

Bewusstsein von der Bewegung und Stellung des Körpers

Postabsorbtiv

Zeitrahmen, in dem der Absorptionsvorgang der Nährstoffe und der Verdauung abgeschlossen ist (zeitlich „nach“ der Absorption)

Posterior Chain

Gruppe von Muskeln in der unteren Körperhälfte, die bei der Kraftentwicklung für explosive Bewegungen, wie z. B. Springen und Sprinten, eine Rolle spielt (hintere Oberschenkelmuskulatur, Waden, Gesäß- und Lendenwirbelmuskulatur)

Postprandial

Zeit unmittelbar nach der Nahrungsaufnahme

Potenzierung

erhöhte Stimulierung von schnellen Muskelfasern, was als Folge erhöhter neuronaler Aktivität erachtet wird

Potenzierungseffekt

durch wiederholte Kontraktionen von Muskelgruppen kommt es aufgrund von chemischen, neuromuskulären und mechanischen Veränderungen der Muskulatur zu einer Potenzierung der Kraft

Predatorbänder

Spezielle Zugbänder, die bis zu 120 kg Zug aufbauen können

Pronation

Einwärtsdrehen von Gliedmaßen

proniert

Der Fuß ist in einer Pronationsstellung. Dabei kommt es zu einer Dorsalflexion im oberen Sprunggelenk, einer Eversion des Rückfußes und einer Abduktion des Vorderfußes.

Propriozeption

neuromuskuläre Rückkoppelung, welche die Position, Spannung und Geschwindigkeit von Bewegungen steuert / Wahrnehmung von Körperbewegungen im Raum

Proteinbilanz

Verhältnis von Proteinsyntese (Aufbau neuer Proteinstrukturen, z. B. Muskeln) und Proteinabbau (Abbau von Proteinstrukturen im Körper)

Proteinsynthese

Herstellung eines Proteins im Organismus

Proximal

näher zu einem Bezugspunkt, wie z. B. der Körpermitte

Pulmolare Vasokonstriktion

Engstellung der Lungengefäße

Pyknosom / pyknomorph

Pummeliger, adipöser Mensch

Rahmentrainingspläne

Vorgaben der Sportverbände, in denen Angaben zu den Trainingsumfängen und Intensitäten gemacht werden, die Spitzensportler in bestimmten Trainingsphasen absolvieren sollen

Range of Motion (RoM)

maximal möglicher Bewegungsumfang

Regeneration

Fähigkeit des Organismus, Verlorenes zu ersetzen. Im Sport bezieht sich Regeneration auf die Erholung nach einer Belastung

Reißen

Kraftübung mit der Langhantel. Eine einzige Bewegung, mit der die Hantel über den Kopf gehoben und aus der Hocke in die Hochstrecke gebracht wird. In der Hocke kann der Gewichtheber vor dem Aufstehen nach eigenem Ermessen verharren.

Relative Kraft

Quotient aus Maximalkraft und Körpergewicht

REKOM - Regeneration/Kompensation

Nach intensiveren Belastungen, also einer langen oder harten Trainingseinheit oder einem Wettkampf, sollte immer mal wieder ein Kompensations- oder Regenerationstraining mit sehr niedriger Intensität eingestreut werden. Ein richtig dosiertes Training in diesem Bereich unterstützt die Regeneration des Körpers und hilft bei der Kompensation des Leistungsstandes. Es dient somit auch zur Vorbereitung auf die nächste intensivere Trainingseinheit. Kompensationstraining gehört ganzjährig zur Trainingsgestaltung.

Anmerkung: Viele Sportler nutzen in der Wettkampfvorbereitung das sog. Tapering. Damit ist die Trainingsphase gemeint, in denen man den Trainingsumfang und die Intensität deutlich zurück nimmt, um gut ausgeruht in den Wettkampf zu gehen. Kurz vor einem Wettkampf ist die Gefahr oft gross, zu viel zu trainieren, um möglicherweise gemachte Fehler und Defizite in der eigenen Trainingsplanung auszubügeln. Aber vor einem Wettkampf muss sich der Körper vollständig erholen. Alle Energievorräte wollen aufgefüllt und kleinere Verletzungen im Muskelgewebe auskuriert werden. Tapering ist also kein Trainingsbereich, sondern eine Trainingsphase. In dieser Zeit wird überwiegend im Kompensations- und Regenerationsbereich trainiert.

Rekrutierung

Variieren der Muskelkraft durch ein abgestuftes Aktivieren der motorischen Einheiten

Repitition Maximum (RM)

individuelle Maximalkraft, d. h. das maximale Gewicht, das ein Sportler (in korrekter Ausführung) bei einem Hebeversuch bewältigen kann

Respiratorisch

Die Atmung betreffend

Respiratorische Exchange Ratio (RER)

Verhältnis von Sauerstoff und Kohlendioxid an der Atemmaske einer Spiroergometrie

Respiratorischer Kompensationspunkt (RCP)

Belastungsintensität, bei der infolge eines Anstiegs der CO2-Produktion eine Hyperventilation einsetzt. Wird bei einer Spiroergometrie ermittelt und markiert einen Punkt im Stoffwechsel, ab dem der Körper rein anaerob agiert

Respiratorischer Quotient (RQ)

Verhältnis von Sauerstoff und Kohlendioxid an der Austauschfläche der Lunge

Ruheherzfrequenz

Die Ruheherzfrequenz wird korrekterweise morgens direkt nach dem Aufwachen gemessen (in Schläge/Minute). Dies geht entweder mit einem Trainingscomputer mit Herzfrequenzmessung - manche Computer haben hierfür sogar eine spezielle Funktion – oder von Hand am Hals oder Handgelenk.

Die Ruheherzfrequenz verändert sich durch verschiedene Faktoren. Hierzu zählen neben der Reduzierung des Trainingsumfanges auch mögliche, sich andeutende gesundheitliche Störungen. Eine Infektion kann sich bereits frühzeitig durch eine erhöhte Ruheherzfrequenz ankündigen. Ein weiterer Grund kann auch der Zustand von Übertraining sein.

Mit einer regelmäßigen Kontrolle kann man demnach rechtzeitig auf Veränderungen reagieren und das Training gegebenenfalls anpassen. Bei Untrainierten liegt die Ruheherzfrequenz normalerweise zwischen 60 - 80 Schlägen/Minuten. Gut Ausdauertrainierte haben Werte zwischen 40 - 60 und speziell Ausdauerathleten können Ruheherzfrequenzen unter 40 Schlägen/Minute haben. Sollten sich nach längerer Beobachtung Unterschiede von mehr als 10 Schlägen/Minute ergeben, sollten Sie den Grund zweifelsfrei feststellen lassen - eventuell auch medizinisch -, bevor Sie Ihr Training in gewohnter Länge und Intensität fortsetzen.

Sagittalebene

gedachte Ebene, die den Körper von oben bis unten durchschneidet und sich durch Körperteile wie Nabel und Wirbelsäule zieht

Schlagvolumen

Blutvolumen bzw. die Blutmenge, die bei einem Herzschlag vom Herzen ausgeworfen wird.

schnelle Muskelfasern

produzieren kräftige Kontraktionen (3-mal schneller als langsame Muskelfasern), und sorgen so für Schnellkraft, Kraft und Tempo (im Gegensatz zu den langsamen Muskelfasern oder Ausdauerfasern), die für Leistungs- und Größenzuwachs benötigt werden. Wichtig zur Steigerung der sportlichen Dynamik

Schnellkraft

Fähigkeit des neuromuskulären Systems, einen möglichst großen Kraftstoß in einer zur Verfügung stehenden Zeit zu produzieren

Selbstwirksamkeit

Vorstellung einer Person davon, wie sie unabhängig von ihrem tatsächlichen Fähigkeitsniveau ein Ziel erreichen kann.

serielles Training

gleich im Anschluss an eine Einheit Krafttraining folgt eine Einheit Ausdauertraining

Sinusknoten

der natürliche „Schrittmacher“ des Herzens

Sparring

Form des Trainings, die es in vielen Kampfsportarten gibt. Es handelt sich um ein Kämpfen ähnlich wie im Wettkampf, jedoch mit geänderten Regeln und Abmachungen, die Verletzungen weitgehend verhindern sollen.

Spinale Ebene

Zur Wirbelsäule gehörende Bereiche

Spiroergometrie

Atemgasmessung unter körperlicher Belastung, wobei mit speziellen Geräten jeder einzelne Atemzug gemessen wird und die Sauerstoffaufnahme sowie das Abatmen von Kohlendioxid analysiert werden

Spiroergonomie

Messen der Atemgase unter Belastung, wobei Sauerstoffaufnahme und Kohlendioxidabatmung erfasst werden

Spitzenbereich (SB)

Im Spitzenbereich sollten nur Sportler trainieren, die absolut gesund sind und an Wettkämpfen teilnehmen. Die Intensität ist hier immer maximal. Das bedeutet maximale Kraft und maximale Herzfrequenz. Im Spitzenbereich werden die Sprintschnelligkeit und die Schnelligkeitsausdauer trainiert. Die Verbesserung Schnelligkeitsausdauer ist vor allem in Wettkämpfen bei Angriffen von Bedeutung, z.B. um sich vom Feld erfolgreich zu lösen.

Split-Routine

Gewichtstraining, das nur eine Übung pro Körperteil bzw. eine Muskelgruppe beinhaltet

ST-Muskelfasern

impulsleitende Nervenzelle und die von ihr innervierten Muskelfasern

Stabilisierungsfähigkeit

Zusammenspiel von Nerv, Muskel und Sensoren, um das Gleichgewicht unter Belastung zu halten, bzw. Kräfte auszuüben

Start- und Explosivkraft

Stellt bei isometrischer und konzentrischer Arbeitsweise eine Dimension der Schnellkraft dar.

Statisches Dehnen

Übungen mit dem Ziel der verbesserten Beweglichkeit. Mit bestimmten Positionen wird dabei versucht, Ursprung und Ansatz eines Muskels so weit wie möglich auseinanderzuhalten

Stoßen

Kraftübung mit der Langhantel. Offiziell als Umsetzen und Stoßen bezeichnet, lehnt sich somit an die englische Benennung des „clean and jerk“ an. Besteht aus den Teilabläufen „Umsetzen auf die Schulter“ und „Ausstoßen über dem Kopf“.

Stufentest

dabei wird die Belastung über die Leistung oder die Geschwindigkeit nach bestimmten Zeitmustern gesteigert. Über die Messung von Laktat oder Atemgasen lassen sich Rückschlüsse auf die Belastbarkeit ziehen.

Superkompensation

Modell, das auf Trainingsanpassungen angewendet wird, aber nur für ein Enzym im Kohlenhydratstoffwechsel nachgewiesen wurde

Supination

Auswärtsdrehen von Gliedmaßen

supiniert

Fuß ist in einer Supinationsstellung. Dabei kommt es zu einer Plantarflexion des oberen Sprunggelenks, einer Auswärtsdrehung des Rückfußes und einer Adduktion des Vorderfußes.

Supraspinale Ebene

oberhalb des Rückenmarks und beschreibt so das Gehirn

Synchronisation

Gleichzeitiges Ansteuern möglichst vieler motorischer Einheiten

Synovia

klare Flüssigkeit innerhalb eines Gelenks, die die Gelenkflächen „schmiert“

Synovialflüssigkeit

Zähe Flüssigkeit in den Gelenken. Sie bildet den Gleitfilm auf den Gelenkflächen

T-Test

Agilitätstest, bei dem Sportler auf einem vorgegebenen Parcours so schnell wie möglich vorwärts, seitwärts und rückwärts laufen müssen

Tapering

vor allem Triathleten und Ultra-/Marathonläufer bezeichnen die letzte Phase vor einem wichtigen Wettkampf als „Tapering“, was im Englischen soviel heißt wie „zuspitzen“. Radsporttrainer nennen den etwa 6-wöchigen Zeitraum "unmittelbare Wettkampfvorbereitung".

Testosteron anaboles

männliches Sexualhormon (das auch bei Frauen vorkommt), das infolge von Training erhöht wird und auch das Muskelwachstum beeinflusst

Thermogenese

Bildung von Wärme durch Stoffwechselaktivität, dadurch erhöht sich der Energiebedarf

Tibia

Schienbeinknochen

Tiefsprung

der Sportler lässt sich von einem Kasten oder einem Podest (empfohlene Kastenhöhe 30-75 cm) herunterfallen, um mit einer möglichst geringen Kontaktzeit wieder von Boden abzuspringen

Titin

Elastisches Protein in der Muskelstruktur, das für die Spannung und die Elastizität des Muskels verantwortlich ist. Es ist nicht an der Muskelkontraktion beteiligt.

Tonnenideologie

Viele Trainer und Verbände glauben, dass das Trainingsvolumen entscheidend sei, frei nach dem Motto: Viel hilft viel!

Track Start

dabei stellt der Schwimmer einen Fuß vor, so dass die Zehen über den Blockrand reichen, während das andere Bein bzw. der andere Fuß hinten bleibt

Transversalebene

Ebene, die horizontal und im rechten Winkel zur Längsachse des Körpers verläuft. Sie teilt den Körper in eine obere und eine untere Hälfte

Trittfrequenz

Beschreibt die Geschwindigkeit, mit der das Pedal und die Kurbel bewegt werden. Einheit = Umdrehungen/Minute

Übertraining

wenn einem Sportler die dauerhafte Anpassung an ein Training nicht gelingt oder dies an äußeren Faktoren gezeigt wird. Ein OTS (Overtrainig syndrom) muss mittels Ruhephasen kuriert werden, die in der Regel länger als 2 Wochen dauern.

Valgus

Abnormale Außendrehung von Knochen und Gelenken

Vasodilation

Vorgang, bei dem sich die Blutgefäße erweitern, sodass der Blutfluss ansteigt

Ventilation

Messgröße für das gesamte ein- und ausgeatmete Gasvolumen (Atemvolumen)

ventilatorische Schwelle 1 (VT)

Punkt, an dem die Belastungsintensität ansteigt und die Atmung schneller wird, so dass es zu schnellerer Sauerstoffaufnahme und vermehrter Laktatansammlung kommt

ventilatorische Schwelle 2

Punkt, an dem die Atmung sich stark beschleunigt, um den Anstieg der Blutlaktatkonzentration zu kompensieren, da das Blutlaktat hier schneller auf- als abgebaut wird.

Vertikalsprung

Der Sportler holt tief aus und springt aus niedriger Höhe nach oben oder vorne

verzweigtkettige Aminosäuren

Gruppe bestimmter essenzieller Aminosäuren, z. B. Leucin, Isoleucin und Valin

Vestibuläres System

liegt im Innenohr und ist für Gleichgewicht und räumliche Orientierung zuständig

Visuelle Differenzierung

Fähigkeit, bewegliche Objekte zu verfolgen, und die Fähigkeit der Augen, etwas zu fokussieren und Unterschiede zwischen Objekten festzustellen.

viszerales Nervensystem

Teil des peripheren Nervensystems, der als Kontrollsystem agiert und verschiedene physiologische Körperfunktionen reguliert.

VO2

Maß für die Sauerstoffaufnahme und den Sauerstoffverbrauch des Körpers

VO2max

bezeichnet die maximale Sauerstoffaufnahmefähigkeit eines Menschen. Sie gilt als Bruttokriterium der Ausdauerleistungsfähigkeit

Vorläufersubstanz

Molekül, das für die Herstellung des Zielmoleküls verwendet wird

Wachstumshormone

wichtige anabole Hormone, dessen Werte durch Training erhöht werden können. Stimulieren das Wachstum von Körperzellen und beeinflussen die Kraftentwicklung

Waschmaschine

Nennt man beim Triathlon die Situation, in der viele Schwimmer an einer Stelle um die Position kämpfen und das Wasser dadurch aufgewühlt ist

Weichteile

Muskeln, Bänder und Sehnen im Unterschied zum Knochengewebe

Widerstandsfähigkeit, natürliche

Fähigkeit eines biologischen Systems, seine Hauptaufgaben auch bei Veränderungen und Unsicherheiten innerhalb und außerhalb des Systems aufrecht zu erhalten

Wiederholungsmethode

wird im Leistungssport eingesetzt. Im Gegensatz zur Intervallmethode ist eine vollständige Erholung zwischen den Belastungsabschnitten notwendig. Gleichzeitig wird jedoch eine Wiederholung des Belastungsreizes gesetzt. Vor allem beim Schnelligkeitstraining (max. Schnelligkeit, Schnelligkeitsausdauer) kommt die Wiederholungsmethode zum Einsatz. Aber auch beim Ausdauertraining in der unmittelbaren Wettkampfvorbereitung (Wettkampfintensität).

Belastung: Submaximale bis maximale Intensität bei unterschiedlicher Anzahl der Belastungen. Die Pausenlänge variiert von einer bis zu 20 Minuten, um eine vollständige Erholung zu bewirken.

XCM

Cross Country Marathon

XCO

Olympisches Cross Country

Z-Scheibe

in den kleinsten Einheiten des Muskels sind die Proteinfilamente an den Z-Scheiben aufgehängt. Bei einer Kontraktion ziehen die Filamente die Z-Scheiben aufeinander zu.

Zelldifferenzierung

bedeutet, dass sich ursprünglich gleichartige Zellen zu solchen mit unterschiedlicher Funktion und verschiedenem Bau entwickeln

Zentrales Nervensystem (ZNS)

Teil des Nervensystems, das aus dem Gehirn und dem Rückenmark besteht. Seine Aufgaben sind die Integration sensibler Reize, die Koordination und die Regulation hormoneller Art

Zirkadiane Variabilität

rhythmische Schwankungen, die infolge der körpereigenen "inneren Uhr" natürlicherweise auftreten

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