Triathlontraining im Norden Neuseelands

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Auch wenn ich leider kein Rad zur Verfügung habe, so kann ich doch schön viel im offenen Meer schwimmen und per Pedes die Umgebung erkunden.

Genau genommen bin ich in North Whananaki, einem winzigen Ort, der aus ein paar Häusern, einem Gestüt, einer Schule, einem kleinen Laden und 2 oder 3 Campingplätzen besteht. Auf einem dieser Plätze arbeite ich nun also. Das besondere an Whananaki ist, dass der Ort durch ein breites Delta, das sich bei Flut ordentlich mit Wasser füllt, in Nord und Süd geteilt ist. Über dieses Delta führt lediglich eine schmale Fußgängerbrücke. Sie ist sozusagen das Highlight hier. Dort versammeln sich bei Flut die Angler und man hat es als Jogger gar nicht so leicht hindurchzukommen.

Hat man dies aber geschafft, so erwartet einen ein wunderbarer Ausblick auf Hügel wie aus Schneewittchen – oder natürlich Herr der Ringe. Geschmückt sind diese mit Kühen, Schafen oder auch Pferden – nur ganz vereinzelt sieht man auch ein Haus. Die Straße (ein Schotterweg) windet sich eher im Tal, weshalb man keine großartigen Höhenmeter erklimmt. Durch die Tatsache, dass ich dringend neue Laufschuhe benötige, war das Laufen für mich leider eher schmerzhaft als angenehm – zwei dicke Blasen bildeten sich an meinem linken Fuß. Dumm nur, dass ich mir frühestens auf Hawaii neue Schuhe kaufen kann! Bis dahin heißt es also leiden?!

Nein, nicht ganz, denn Dank dieses riesigen Deltas kann man bei Ebbe wunderbar barfuß auf Sand und Schlick laufen – und die Strecke ist nicht minder schön! Ein Traum um ehrlich zu sein. Nur selten begegnet man trotz absoluter Hochsaison Leuten. Lediglich ein paar Reiter, Kajakfahrer und Fischer sieht man.
Auch für’s Schwimmen eignet sich Whananaki mehr als gut. Einerseits lädt bei Flut das Delta selbst ein. Man muss allerdings etwas vorsichtig sein, da es an vielen Stellen sehr flach ist. Mindestens genauso schön ist es, im Pazifik zu schwimmen. Der lange Sandstrand dient hier sehr gut zur Orientierung. Denn auch wenn es von außen nicht so scheint, es gibt durchaus nicht zu unterschätzende Strömungen, die einen schon mal abtreiben lassen. In jedem Fall empfiehlt sich ein Neoprenanzug, da das Wasser doch recht kühl ist. Dafür aber wunderschön türkis und vor allem kristallklar. Auch der schöne Strand lädt gerade zu ein, dort Kräftigungs- und Dehnübungen zu machen. Seht selbst!

Sandra Holte

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