Unruhe bei Union: Stasi und Gerichtstermine

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Berlin (SID) – Fußball-Zweitligist Union Berlin kommt nicht zur Ruhe. Zwei Tage vor dem ersten Heimspiel der Saison gegen die SpVgg Greuther Fürth am Samstag (15.30 Uhr/Liga total) wurden weitere Stasi-Verstrickungen der Klub-Spitze bekannt. Geschäftsführer Oskar Kosche soll laut Bild-Zeitung ebenfalls im Wachregiment der DDR-Geheimpolizei gedient haben. Dienstag war bekannt geworden, dass Klub-Chef Dirk Zingler Mitglied des Stasi-Wachregiments war.

Der Klub bestätigte dem SID, dass Kosche zu DDR-Zeiten in dem Regiment gedient hat. Allerdings sei dieser Umstand seit Jahren bekannt. Man wundere sich über den Zeitpunkt der Veröffentlichungen, hieß es. Trotz der Empörung vieler Union-Fans in den Internet-Foren gab man sich im Verein optimistisch. „Die Stimmung ist trotz der Unruhe in den letzten Tagen positiv. Wir freuen uns auf das erste Heimspiel unserer Mannschaft“, sagte Klub-Sprecher Christian Arbeit.

Ein weiterer Unruheherd ist der anhaltende Streit mit dem früheren Teammanager Christian Beeck. Der einstige Bundesliga-Profi wurde Mitte Mai überraschend entlassen. Beeck hat juristische Schritte eingeleitet. Am kommenden Montag treffen sich beide Parteien zum ersten Mal vor dem Amtsgericht in Berlin.

Zudem sorgt auch Torwart Marcel Höttecke seit Tagen für Negativ-Schlagzeilen. Der Schlussmann soll bei einem nächtlichen Streifzug Polizisten beleidigt haben und nun eine Strafe von rund 16.000 Euro bezahlen müssen. Auch von Seiten des Klubs wird wohl noch eine Geldstrafe verhängt. Trotzdem soll der 24-Jährige am Samstag zur Heimspiel-Premiere gegen Fürth im Tor stehen.

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