DEB und DEL suchen Sportdirektor für Nationalteam

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München (SID) – Der Deutsche Eishockey Bund (DEB) und die Deutsche Eishockey Liga (DEL) suchen gemeinsam einen neuen Sportdirektor für die Nationalmannschaft. „Das wird das nächste Ziel der Zusammenarbeit zwischen Verband und Liga sein. Wir gründen dafür das Kompetenzzentrum Sport“, sagte DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke dem Sport-Informations-Dienst (SID).

Das Zugpferd Nationalmannschaft soll durch die Zusammenarbeit profitieren – je zwei Vertreter des DEB und der DEL sitzen in dem Gremium. Der neue Bundestrainer Jakob Kölliker soll beratend tätig werden. „Die Nationalmannschaft ist der zentrale Punkt. Sie macht das deutsche Eishockey aus“, sagte Tripcke. Auch für die Vermarktung des Aushängeschildes werden in Zukunft beide Parteien gleichermaßen verantwortlich sein.

Ab der Saison 2012/2013 soll der neue Kooperationsvertrag zwischen DEB und DEL in Kraft treten, darauf hatten sich die Verhandlungspartner zuletzt geeinigt. „Es liegen harte Monate hinter uns“, sagte DEB-Präsident Uwe Harnos, der zugab, „verbal“ mit der DEL gestritten zu haben, nachdem der alte Vertrag am 30. April ausgelaufen war.

Zu keiner Einigung kam es dagegen zwischen der DEL und der Vermarktungsgesellschaft der 2. Bundesliga (ESBG). Diese hatte die Verhandlungen über eine Relegation abgebrochen. „Aus unserer Sicht hat die ESBG mit ihrer Entscheidung eine große Chance vertan“, sagte DEL-Aufsichtsratsvorsitzender Jürgen Arnold. Harnos fügte hinzu: „Die Durchlässigkeit der Ligen war unser Ziel. Der DEB hat hart verhandelt, um die Interessen der 2. Bundesliga zu wahren. Leider hat sich die ESBG anders entschieden.“

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