Mexiko verpasst Viertelfinale und ersten WM-Sieg

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Sinsheim (SID) – Das Wunder blieb aus, der vage Viertelfinal-Traum platzte – und auch mit dem ersten WM-Sieg wurde es am Ende nichts: Die Mexikanerinnen verpassten beim 2:2 (2:0) im abschließenden Gruppenspiel gegen Neuseeland in Sinsheim durch zwei Gegentore in den letzten fünf Minuten ihren ersten Sieg bei einer Weltmeisterschaft leichtfertig.

Mit der Ausbeute von insgesamt zwei Punkten treten sie die Heimreise an. Auch ein Sieg hätte allerdings nicht zum Einzug in die Runde der letzten Vier gereicht, da sich England im Fernduell gegen Japan keine Blöße gab.

Vor 20.451 Zuschauern in der Rhein-Neckar-Arena sah es nach den Treffern von Stephanie Mayor (2.) und Torjägerin Maribel „Marigol“ Dominguez (29.) schon nach einem sicheren Sieg für Mexiko aus, doch Neuseeland konterte. Die Wolfsburger Bundesligaspielerin Rebecca Smith in der 90. Minute und Hannah Wilkinson (90.+4) bescherten dem Außenseiter doch noch den ersten Punktgewinn bei der dritten WM-Teilnahme.

Bei schwülwarmen Temperaturen gelang dem mit fünf US-Legionärinnen gespickten mexikanischen Team ein Traumstart. Nach einem leichtfertigen Ballverlust Neuseelands im Mittelfeld schaltete Dominguez am schnellsten und schickte Mayor auf die Reise. Die Mittelfeldspielerin tunnelte die 38 Jahre alte neuseeländische Keeperin Jenny Bindon und sorgte für die frühe Führung. In der Gewissheit, dass nur durch einen hohen Sieg die Minimalchance auf das Viertelfinale gewahrt werden konnte, forcierte Mexiko immer wieder den Druck.

Die Mittelamerikanerinnen erwiesen sich als technisch versierteres Team und hatten die besseren Möglichkeiten. Veronica Perez (19.) und Monica Ocampo (25.) scheiterten knapp. Die als einzige Stürmerin aufgebotene Wahl-Spanierin Dominguez zeigte ihre Torjägerqualitäten, als sie eine Kopfballvorlage von Guadalupe Worbis aufnahm und nach einem schönen Alleingang cool zum 2:0 abschloss.

Erst im Laufe der ersten Halbzeit fand Neuseeland besser ins Spiel und sorgte vor allen Dingen über die Flügel für Gefahr. Doch die erst 18-jährige Rosie White (26.) sowie Anna Green (43.) scheiterten an Mexikos aufmerksamer Torhüterin Cecilia Santiago.

Nach dem Wechsel mühte sich die favorisierte Elf von Trainer Leonardo Cuellar weiter. Allerdings verzettelten sich die ballverliebten Mexikanerinnen zunehmend in Einzelaktionen. Auch Neuseeland steckte nicht auf. Chancen blieben in der zweiten Hälfte einer durchwachsenen Partie allerdings Mangelware – bis zur turbulenten Schlussphase.

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