Gladbach zittert sich in die zweite Runde

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Regensburg (SID) – Gezittert, aber nicht gefallen: Borussia Mönchengladbach hat mit viel Mühe die zweite Runde des DFB-Pokals erreicht. Beim Drittligisten SSV Jahn Regensburg setzte sich der dreimalige Pokalsieger eine Woche vor dem Bundesliga-Start beim Rekordmeister Bayern München mit 3:1 (2:1) durch.

Vor 10.388 Zuschauern hatten Innenverteidiger Martin Stranzl (14.) und der starke Marco Reus (23.) im strömenden Regen die Weichen eigentlich früh auf einen standesgemäßen Sieg gestellt. Nach dem Anschlusstreffer von Tobias Schweinsteiger per Foulelfmeter (30.) verloren die Borussen aber den Faden und mussten bangen, ehe Igor de Camargo (71.) den Favoriten mit einem Lupfertor erlöste.

Gladbachs Trainer Lucien Favre setzte weitestgehend auf die Elf, die im Mai in der Relegation gegen den VfL Bochum (1:0, 1:1) den Klassenerhalt gesichert hatte. Neuzugang Lukas Rupp vom Karlsruher SC ersetzte Juan Arango, der nach dem Halbfinaleinzug bei der Copa América mit Venezuela Sonderurlaub genießt. De Camargo stürmte für Mohamadou Idrissou. Der Kameruner stand wie der ehemalige Kapitän Tobias Levels nicht einmal im Kader.

Gladbach begann stark, der Österreicher Stranzl köpfte eine Ecke von Reus am kurzen Pfosten zur Führung ein. Nur wenige Minuten später sorgte Reus selbst für Ruhe im ausverkauften Regensburger Jahnstadion. Nach einem feinen Sololauf erhöhte der Youngster auf 2:0.

Schnell keimte aber wieder Hoffnung bei den Gastgebern auf. Gladbachs Keeper Marc-André ter Stegen holte Michael Klauss im Strafraum von den Beinen und konnte sich bei Schiedsrichter Tobias Welz bedanken, dass es neben Strafstoß nur die Gelbe Karte gab. Tobias Schweinsteiger, älterer Bruder des Bayern-Stars Bastian, traf vom Punkt.

Nach dem Seitenwechsel dauerte es lange, bis die Gätse ihre spielerische Überlegenheit vor dem Regensburger Tor in Chancen ummünzen konnten. Zu umständlich agierte Mönchengladbach, die defensiven Mittelfeldspieler Roman Neustädter und Havard Nordtveit nahmen immer wieder das Tempo aus dem Spiel. Es schien beinahe, als würde Gladbach auf den Schlusspfiff warten – erst nach dem 3:1 wurde der Favorit wieder sicherer.

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