Doping: US-Sprinter Mike Rodgers positiv getestet

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Köln (SID) – Der amerikanischen Leichtathletik droht zwei Wochen vor Beginn der WM in Daegu ein Doping-Skandal: Bei Top-Sprinter Mike Rodgers, dem viertschnellsten Mann über 100 Meter in diesem Jahr, wurde bei einem Doping-Test eine verbotene Substanz festgestellt. „Tested positive for stimulant in an energy drink“, twitterte Rodgers („Positiv getestet auf eine Stimulanz aus einem Energy Drink“) kurz und knapp.

„Er hat einen Fehler gemacht“, sagte Rodgers-Manager Tony Campbell: „Er war in Italien mit Freunden in einem Club und dachte, dass er Red Bull trinkt. Aber es war ein anderer Energiedrink. Einer, der eine verbotene Substanz enthält.“

Rodgers ist für die WM in Daegu, die am 27. August beginnt, für den 100-Meter-Sprint sowie für die amerikanische 100-Meter-Staffel nominiert. Die Strafe für den positiven Doping-Test kann von einer Verwarnung bis zu einer Sperre reichen. „Ich hoffe, dass es vor der WM noch eine Anhörung gibt, so dass ich mein Schicksal kenne“, sagte Rodgers.

Der US-Verband (USATF) hat Rodgers bislang nicht aus dem WM-Kader gestrichen. „Die US-Anti-Doping-Agentur wird entscheiden, ob Rodgers starten darf“, sagte USATF-Sprecher Jill Geer. Bei der USADA wird ein unabhängiges Juristenteam die Entscheidung treffen. Die Öffnung der B-Probe ist für Mittwoch vorgesehen. Der Weltverband IAAF will die Entscheidung des US-Verbandes abwarten und dann entscheiden, ob Rodgers bei der WM startberechtigt ist.

Rodgers steht in der Weltjahresbestenliste über 100 Meter mit 9,85 Sekunden auf Rang vier hinter Asafa Powell (Jamaika/9,78), Tyson Gay (USA/9,79) und Steve Millings (Jamaika/9,80).

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