Bolt nach Fehlstart raus, Gold für Blake

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Daegu (Südkorea) (SID) –

Ein Fehlstart hat die große Usain-Bolt-Show verhindert. Stattdessen trat sein jamaikanischer Landsmann Yohan Blake das Erbe des Weltrekordlers an und gewann in 9,92 Sekunden bei 1,4 m Gegenwind Gold über die 100 m bei den 13. Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Daegu. US-Sprinter Walter Dix sicherte sich in 10,08 die Silbermedaille vor dem 2003-Weltmeister Kim Collins (10,09) von der Karibik-Insel St. Kitts und Nevis. Bester Europäer war der französische Europameister Christophe Lemaitre (10,19) als Vierter.

Bolt, der in Südkorea sein Triple von Berlin 2009 mit Siegen über 100 m, 200 m und mit der 4×100-m-Staffel wiederholen wollte, realisierte blitzschnell, dass er den Fehlstart verursacht hatte. Noch auf der Bahn riss er sich das Trikot vom Leib und starrte entgeistert auf die Anzeigentafel.

Blake, der Geheimtipp des Olympiasiegers und fünfmaligen Weltmeisters Maurice Greene, hatte bereits im Halbfinale mit der schnellsten Zeit aller Teilnehmer (9,95) seine Ambitionen angedeutet.

Die als Medaillenkandidaten gehandelten Richard Thompson (Trinidad und Tobago) und Michael Frater (Jamaika) waren ebenso wie der amerikanische Ex-Weltmeister Justin Gatlin bei seinem WM-Comeback nach seiner vierjährigen Dopingsperre bereits im Halbfinale ausgeschieden.

Im Rennen um die WM-Krone fehlten die ersten Vier der Weltrangliste 2011. Asafa Powell (9,78/Jamaika) und Tyson Gay (9,79/USA) sind verletzt, Steve Mullings (9,80/Jamaika) und Mike Rodgers (9,85/USA) wegen Dopings gesperrt.

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