WM 2022: Blatter setzt auf Hilfe von Zwanziger

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Frankfurt/Main (SID) – FIFA-Präsident Joseph S. Blatter setzt im Zuge der Aufarbeitung der Korruptionsvorwürfe bei der Vergabe der Fußball-WM 2022 an Katar auf die Hilfe von DFB-Boss Theo Zwanziger. „Es freut mich, dass Theo Zwanziger gesagt hat, dass er mich voll und ganz unterstützen will. Wir haben jetzt Zeit, uns mit dem Thema zu beschäftigen und werden bei unserer nächsten Sitzung mit dem Exekutivkomitee im Oktober erste Ergebnisse vorbringen“, sagte Blatter bei der Abschlusspressekonferenz in Frankfurt/Main.

Zunächst wird die beim FIFA-Kongress Anfang Juni eingesetzte Lösungskommission versuchen, die Korruptionsvorwürfe aufzuklären. Anschließend wird sich eine Arbeitsgruppe mit den FIFA-Statuten befassen. Voraussichtlich wird Zwanziger, der bereits 1998 für die Ausarbeitung der noch heute geltenden DFB-Satuten verantwortlich zeichnete, diesem Gremium vorstehen. „Dabei werde ich gerne auf die Kompetenzen von DFB-Präsident Theo Zwanziger zurückkgreifen“, sagte Blatter.

Zwanziger selbst will sich unbedingt an der Klärung der Vorwürfe beteiligen. Noch immer hält der DFB-Boss die WM-Vergabe an Katar für äußerst fragwürdig. „Es ist wichtig, dass die WM in Katar ohne Makel ist. Deshalb muss die Ethikkommission am 22. und 23. Juli zunächst den Fall Bin Hammam klären. Denn es stehen ja noch einige Fragen im Raum. Wo kam denn der Gegenkandidat her? Es muss geklärt werden, in welchem Zusammenhang seine Kandidatur zu der Vergabe der WM steht“, sagte Zwanziger.

Zuletzt hatte sich die Schlinge um den Katerer Mohamed Bin Hammam weiter zugezogen. Der ehemalige Gegenkadidat von Blatter im Wahlkampf um das Präsidentenamt des Fußball-Weltverbandes soll versucht haben, Funktionäre beim Kongress der 25 karibischen Verbände in Trinidad zu bestechen.

Mittlerweile haben sich neun Funktionäre der Inselstaaten bei den Privatermittlern um den ehemaligen FBI-Agenten Louis Freeh gemeldet. Sie sollen bei der Tagung der Karibischen Fußball-Union (CFU) am 10. und 11. Mai entweder 40.000 US-Dollar (27.900 Euro) in braunen Briefumschlägen erhalten oder die Geldübergabe beobachtet haben.

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