Triathlontraining auf Hawaii – erste Disziplin: Schwimmen

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Ist man dann endlich in Kona angekommen, also dort, wo jedes Jahr im Oktober die Ironman Meisterschaft statt findet, fühlt man sich tatsächlich ein bisschen wie im Paradies. Im Triathletenparadies! Hier kann man umsonst seine Bahnen im Schwimmbad (Kona Aquatic Center) ziehen, sogar Schließfächer stehen zur Verfügung. Ist das 50-m-Becken unterteilt, stehen einem quer 25 Yard Bahnen und längs 25 Yard oder 25 Meter (selbst die Bademeister waren sich hier nicht ganz sicher) zur Verfügung. Das Bad ist ein reines Schwimmbad und in der Regel nicht zu voll – ich hatte mal wieder eine Bahn für mich alleine! Das Wichtigste: Es ist angenehm temperiert und sehr sauber. Sogar Trainingsmaterial kann kostenfrei benutzt werden.

Der Schwimmertraum geht weiter: Auch Open Water technisch hat Kona einiges zu bieten. Die komplette Ironman Schwimmstrecke ist das ganze Jahr über dank Bojen beschwimmbar. Ich hielt mich allerdings nur im küstennahen Bereich auf, da ich mir dann doch noch nicht so sicher war, was die Orientierung angeht (die mittlere Boje ist derzeit durch eine halb so lange ersetzt, weshalb man sich die Strecke vorher gut ansehen sollte). Doch selbst im küstennahen Bereich wird dem Schwimmer einiges geboten: zahlreiche Korallen und viele bunte Fische lassen sich durch die Schwimmer nicht stören. Etwas weiter im Meer kann man mit etwas Glück sogar Meeresschildkröten und Delfine sehen! Die Umgebung rund um Kona ist auch besonders unter Schnorchlern ein beliebtes Ziel, denn das Wasser ist tatsächlich kristallklar. Selbst bei ca. 5-10 m Tiefe kann man den Boden noch sehen.

Etwas weniger geeignet für das Schwimmtraining scheint die größte Stadt der Insel zu sein: Hilo. Auch hier gibt es ein kostenfreies Bad (Kawamoto Swim Stadium), wo man im Idealfall auf knapp 50 m (es gab einen Konstruktionsfehler und das Becken ist um ein paar Inch zu kurz!) seine Bahnen ziehen kann. Ich hatte allerdings Pech und musste mit den 25 Yard vorlieb nehmen. Doch das wahre Pech bei diesem Bad stellt die Wassertemperatur dar. Es ist richtig kalt! Ich war sehr froh um mein wärmendes Lycrashirt. Etwas gewöhnungsbedürftig ist auch die Tatsache, dass das Becken recht flach ist – außer im Sprungturmbereich. Man kann sich also bequem in den Pausen hinstellen. Alles in allem ein recht schönes Bad, das leider etwas zu kalt ist, doch mit Shirt definitiv machbar – schließlich ist es umsonst. Auch hier stehen übrigens Schließfächer, aber kein Trainingsmaterial, zur Verfügung. Die Öffnungszeiten für Publikumsverkehr erfragt man am besten telefonisch oder beim Bademeister.

Beim nächsten Mal berichte ich euch vom Radtraining auf Hawaii!

 

Sandra Holte

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