Die heiße Pazifikküste Costa Ricas lockt mit Surfen als Alternative zum Schwimmen

0

\n Nach nun 6 Monaten Vagabundendasein stehe ich nun also am Ende meiner Weltreise. Um das gute Wetter noch einmal so richtig auszukosten fuhr ich an die Pazifikküste Costa Ricas. Hier ist das Triathlontraining vor allem eines: sehr, sehr schweißtreibend.\n

Der erste Stopp auf der Nicoya-Halbinsel führte mich nach Montezuma. Doch Montezumas Rache hat mich dort zum Glück nicht heim gesucht. Vielmehr gibt es hier einen wunderschönen dreistufigen Wasserfall. Um dorthin zu gelangen muss man eine mehr oder minder abenteuerliche Wanderung absolvieren. Der Aufwand lohnt, denn oben angekommen, kann man im ersten Sammelbecken baden. Die ganz Mutigen trauen sich sogar trotz einiger Warnschilder den zweiten Wasserfall hinunterzuspringen. Dieses Wagnis wollte ich dann aber doch nicht eingehen. Schwimmen konnte ich in Montezuma leider nicht, da die „Red Tide“ den Ort heimsuchte. Dabei färbt sich das Wasser rot bis braun und riecht nach totem Fisch. Es handelt sich hierbei um eine Algenblüte und das Gesundheitsamt rät davon ab in diesem Wasser zu baden. Heimgesucht wird der Golf von Nicoya normalerweise in den Monaten April und Mai, doch dieses Jahr gibt es schon seit Februar immer mal wieder Tage mit Red Tide.

Wasserfall in Montezuma.

Wasserfall in Montezuma.

Auch in Santa Teresa kann man leider nicht schwimmen. Die Red Tide habe ich hier nicht so ausgeprägt erlebt, doch die Unterströmungen sind wirklich sehr, sehr stark und ich würde niemandem raten hier zu schwimmen. Zum Surfen ist der Ort aber bestens geeignet und so absolvierte ich eben Ersatztraining mit viel Paddeln. Denn was gibt es Schöneres als im Wasser zu sein, wenn der Himmel in Blau, Gelb, Orange, Rosa und Rot erstrahlt? Die Sonnenuntergänge sind hier wahrlich traumhaft.

Playa Santa Teresa in Costa Rica.

Playa Santa Teresa – traumhaft zum Joggen.

Traumhaft schön ist es auch morgens am Strand joggen zu gehen. Möglich ist dies allerdings nur bei Ebbe, doch dann bieten sich einem Laufmöglichkeiten von bis zu 1,5 Stunden! Alternativ lädt auch die „Straße“ (auf der gesamten südlichen Nicoya-Halbinsel gibt es nur Schotterwege mit einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h!) zum Nationalpark Cabo Blanco ein. Hier sieht man morgens vor allem viele kleine rot-lilane Krabben ihr Unwesen treiben. Auch Brüllaffen, Leguane und Kolibris gibt es en masse. Doch um dies genießen zu können muss man recht früh raus. Die Sonne geht um kurz nach 5 Uhr auf und sobald sie etwas höher steht wird es sehr, sehr heiß. Ich glaube, ehrlich gesagt, dass ich noch nie so sehr geschwitzt habe beim Lauftraining.

Zum Radfahren ist die Gegend rund um Mal Pais/Santa Teresa nur bedingt geeignet. Mit dem Mountainbike ist man zwar gut unterwegs, doch immer nur auf Schotterstraßen zu fahren wird schnell langweilig und Wege in den Dschungel hinein gibt es hier leider nicht. Für alle Erholungssuchenden empfehle ich einen Besuch aber in jedem Fall, da man schnell vom entspannten Pura Vida Lifestyle angesteckt wird und herrlich entspannen kann. Und es gibt sogar einen Direktbus vom/zum Flughafen. Diesen werde ich dann morgen besteigen und ab Freitag wird wieder in Deutschland trainiert.

Eine kleine Zusammenfassung meines Triathlontrainings des letzten halben Jahres werde ich euch beim nächsten Mal geben bevor es dann ans Eingemachte geht. Noch bin ich mir unsicher an welcher Mitteldistanz ich teilnehmen werde, doch bestreiten werde ich sie ganz bestimmt diesen Sommer.

Sandra Holte

Teilen

Über den Autor

Leave A Reply