Einbeinige Kniebeugen: Das dominante Bein dominiert nicht!

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Gibt es Unterschiede zwischen dem vermeintlich starken und schwachen Bein? US-Wissenschaftler haben in einer Studie die Kraftentwicklung bei einbeinigen Kniebeugen untersucht. Dabei schnitten beide Beine ähnlich ab.

Eine amerikanische Untersuchung befasste sich mit der Fragestellung, ob bei einbeinigen Kniebeugen bei Frauen und Männern ein Kraftunterschied zwischen dominanter und nicht-dominanter Seite vorliegt. 17 gesunde junge Männer (Gewicht 90.5 ± 20.9 kg; Alter 21.7 ± 1.8 Jahre) und 25 Frauen (Gewicht 62.2 ± 14.5 kg; Alter 21.9 ± 1.3 Jahre) nahmen als Probanden an der Studie teil. Um die einbeinige Kraft zu bestimmen, wurde ein 1RM Test als modifizierte einbeinige Kniebeuge (MUS) der dominanten und nicht-dominanten Seite durchgeführt. Die Probanden führten dabei Kniebeugen mit einem Kniewinkel von 90° aus. Bei der Übung wurde der Fuß des nicht arbeitenden Beines auf eine Stange hinter dem zu testenden Bein abgelegt, um das arbeitende Bein zu isolieren. Die gepaarten t-Test Stichproben ergaben bei den Männern keine signifikanten Kraftunterschiede für das dominante (107.0 ± 12.5 kg) und nicht-dominante (106.0 ± 21.4 kg) Bein bei einer durchschnittlichen Seitendifferenz von 2.8 %. Bei den Frauen wurde ebenfalls eine Beinkraftsymmetrie zwischen dominanter (45.5 ± 12.5 kg) und nicht-dominanter (45.0 ± 12.4 kg) Seite gefunden, bei einer durchschnittlichen Seitendifferenz von 5.0 %. Die Daten deuten darauf hin, dass es bei jungen Frauen und Männern keine signifikanten Differenzen bezüglich der Maximalkraft bei einbeinigen Kniebeugen zwischen dominantem und nicht-dominantem Bein gibt.

 

The Journal of Sports Science and Medicine, 2005. 4, S. 153-159.

 

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Über den Autor

Dennis Sandig

Dennis Sandig arbeitet als Sportwissenschaftler am Institut für Sportwissenschaften der Julius-Maximilians Universität in Würzburg.

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