Schwindel: Der benigne paroxysmaler Lagerungsschwindel (BPPV)

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Der benigne paroxysmaler Lagerungsschwindel (BPPV) ist ein Gefühl des Karussellfahrens, das 2- bis 3-mal im Jahr für ca. 10 Tage auftritt. Man kann diese Anfälle mit Eigenübungen in den Griff bekommen und im Alltag angemessen reagieren, um das Ausmaß so gering wie möglich zu halten.

Lesen Sie auch den ersten Teil des Artikels: Schwindel: Wenn die Umwelt sich dreht

Was genau passiert bei BPPV?

Der benigne paroxysmaler Lagerungsschwindel (BPPV) ist die am häufigsten auftretenden Schwindelform – circa 20 % der Menschheit erleidet im Leben mindestens einmal einen solchen Schwindelanfall. Trotz sehr heftiger Anfälle ist es eine gutartige Form des Schwindels. Die Betroffenen haben Steinchen oder kleine Kristalle im flüssigkeitsgefüllten Gleichgewichtsorgan, welche sich durch eine Änderung der Haltung mitbewegen. Dadurch gelangen sie in die Bogengänge und reizen dort die Sinneszellen. Dabei entsteht ein plötzlicher, kurz und heftig auftretender Schwindel, der mit Übelkeit einhergeht.

Häufig treten die Anfälle nachts auf, da die Kristalle einige Zeit benötigen, um in der Flüssigkeit herabzusinken und sich abzulagern. Nachts haben die Kristalle genügend Zeit dafür und lösen Anfälle aus.

 

Welche Therapiemöglichkeiten gibt es?

Es kann durchaus passieren, dass der Lagerungsschwindel genauso plötzlich verschwindet, wie er aufgetreten ist. Dies ist bei 2 von 3 Patienten der Fall. Da ist der Schwindel nach einigen Tagen bis Monaten verschwunden. In anderen Fällen kann der Schwindel jahrzentelang anhalten. Trotzalldem sind die Heilungschancen recht gut. Mit Medikamenten kommt man allerdings nicht allzu weit. Man nutzt stattdessen Lagerungsübungen, das Semont-Manöver. Hierbei wird der Patient mit Schwung von der einen Seite auf die andere Seite gelagert. Dabei tritt eine Erleichterung der Symptome auf. Diese Übungen können die Patienten auch alleine durchführen.

 

Angi Peukert

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