Sportlerhaut richtig gepflegt

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Wind, Wetter, Sonne oder Wasser sorgen dafür, dass gerade die Haut von Sportlern oft strapaziert wird. Damit Ihre Haut immer schön bleibt, gibt Hautarzt Dr. Andreas Degenhardt einige Tipps, worauf Sportler bei der Hautpflege besonders achten können.

Sportler und natürlich Sportlerinnen sollten besonders gut auf ihre Haut aufpassen“, rät Dr. med Andreas Degenhardt, Dermatologe aus Bremen. „Denn verschiedene Faktoren können der Haut Schaden zufügen. Der Wind, den man beispielsweise beim Radfahren abbekommt, trocknet die Haut aus. Die Sonnenstrahlen, die man beim Laufen abbekommt, sind gefährlich, wenn man sich nicht entsprechend schützt. Das Wasser beim Schwimmen kann die Haut austrocknen. Das kann auch beim Duschen passieren, wenn man zu lange und zu heiß duscht und das falsche Waschgel benutzt. Das Chlor im Schwimmbecken kann die Haut reizen. Und auch der Schweiß selber, besser gesagt die darin enthaltenen Salze, können die Haut reizen.“

Es gibt also viele Gründe, warum die Haut von Sportlern eine besondere Pflege braucht, auch wenn Sport an sich gut für die Haut ist. Denn durch regelmäßige Bewegung wird die Haut besser durchblutet und der Stoffwechsel angeregt. Das stärkt auch die hauteigene Schutzbarriere und damit die Gesundheit. Wer seine Muskeln trainiert, bekommt eine straffe Haut und stärkt das Bindegewebe. Insofern ist regelmäßiges Training ohnehin der wichtigste Schritt für eine schöne Haut.

 

Grundlagen der Hautpflege

Damit die Haut durch den Sport nicht leiden muss, benötigt sie eine besondere Pflege“, sagt auch Dr. Degenhardt. „Besonders wichtig ist, dass sie die Feuchtigkeit und Fette zurückbekommt, die beim Sport verloren gehen. Dazu ist es wichtig, ausreichend zu trinken. Besonders gut geeignet sind hier Mineralwasser, ungesüßte Tees oder Fruchtsaftschorle mit einem Mischverhältnis von 2:1 Wasser/Saft. So bekommt der Körper Feuchtigkeit und die Mineralien zurück, die er durch das Schwitzen verloren hat. Bei der Ernährung sollte man auf hochwertige Öle achten, die für die Haut wichtig sind, um die Schutzbarriere aufzubauen.“ Teilweise kann das schon reichen, damit die Haut geschmeidig bleibt. (Lesen Sie dazu auch: Auswirkungen einer Dehydration)

Besser ist es in der Regel, sich vor und nach dem Training einzucremen, damit die Haut zum einen nicht zu viel Feuchtigkeit verliert und diese zum anderen nach dem Sport möglichst schnell zurückbekommt. Dafür empfiehlt Dr. Degenhardt zwei verschiedene Cremes: „Nach dem Sport rate ich zu einer Creme auf Wasserbasis, die nach Möglichkeit Glycerin und Urea, also Harnstoff, enthält. So bekommt die Haut die verlorene Feuchtigkeit zurück. Vor dem Sport ist eine Creme auf Fettbasis besser, die die Feuchtigkeit in der Haut hält und die hauteigene Schutzbarriere stärkt. Allerdings ist eine Fettcreme mit Parafinen eher weniger geeignet, da sich die Creme wie ein Schild über die Haut legt und die Poren verstopfen kann. Das reizt die Haut, da sie so nicht richtig schwitzen kann. Möchte man dagegen die Haut vor Reibung schützen, kann man vor dem Sport durchaus Vaseline auftragen, die sich wie eine Art Film über die Haut legt.“

 

Gesicht und Körper

Wichtig ist zudem, die passende Creme zu benutzen. Eine Bodylotion sollte beispielsweise nicht fürs Gesicht verwendet werden. „Die Haut im Gesicht ist empfindlicher“, sagt Dr. Degenhardt. „Da die Bodylotionen oft Duftstoffe enthalten, kann sie im Gesicht eine allergische Reaktion hervorrufen. Zudem enthält sie meistens viel Fett, die die Poren im Gesucht verstopfen können. Mögliche Folgen sind Pickel oder auch Entzündungen der Haarwurzeln.“ Klar ist auch, dass die Lippen nicht mit einer Gesichtscreme gepflegt werden sollten, sondern mit einem eigenen Pflegestift, der ebenfalls Glycerin und Urea enthalten sollte.

Mit diesen einfachen Pflegetipps kann man davon ausgehen, dass die Haut durch den Sport nicht leiden muss, sondern immer gut gepflegt ist und so fit bleibt wie der Körper.

 

Christian Riedel

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