Wegen Blatter: Hoeneß greift erneut Zwanziger an

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München (SID) – Präsident Uli Hoeneß vom Fußball-Rekordmeister Bayern München hat das Verhalten des DFB-Präsidenten Theo Zwanziger bei der Wiederwahl von Weltverbands-Chef Sepp Blatter erneut kritisiert. „Ich verstehe einfach nicht, dass er bei all den fragwürdigen Fakten, die auf dem Tisch lagen, verkündete, Blatter zu wählen. Wenn er gesagt hätte, ich wähle ihn nicht, dann hätte er ein Zeichen gesetzt. Diese Chance hat er vertan“, sagte Hoeneß im Interview mit dem Nachrichtenmagazin stern (Donnerstagsausgabe).

Der Weltverband wurde zuletzt immer wieder von Korruptionsskandalen erschüttert. Bereits unmittelbar nach der Wiederwahl Blatters hatte Hoeneß Kritik an Zwanziger geübt und dem FIFA-Präsidenten ein baldiges Ende von dessen Amtszeit prophezeit. Nun erneuerte Hoeneß auch seine Vorwürfe gegen den Weltverband. „Wir als seriöser Klub tun nicht so, als fühlten wir uns von der FIFA noch gut repräsentiert“, sagte er.

Hoeneß kritisierte auch Teile der eigenen Fans, die versucht hatten, dem neuen Bayern-Torwart Manuel Neuer Verhaltensregeln zu diktieren. Jetzt wisse jeder, erklärte Hoeneß, „was die vorhaben: einen Menschen manipulieren. Wenn in den nächsten Heimspielen was vorfallen sollte, werden unsere Fans brutal auf diese kleine Gruppe einhämmern. Die Leute sind sauer auf die, weil deren Argumente einfach schwach sind.“ Die Vorfälle rund um Neuers Verpflichtung stellten „einen weniger schönen Abschnitt meiner Zeit beim FC Bayern dar“, fasste Hoeneß zusammen.

Der Bayern-Präsident blickt aber optimistisch in die am Freitag beginnende Bundesliga-Saison. Im Kampf um den Titel hat er „ganz klar Borussia Dortmund“ als einzigen echten Herausforderer ausgemacht. „Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke und Sportdirektor Michael Zorc machen einen guten Job. Die bauen gute Strukturen im Verein auf, haben gute Leute, mit Peer Steinbrück und Friedrich Merz im Aufsichtsrat zum Beispiel“, sagte Hoeneß über den Meister: „Schulden haben sie kaum noch. Dazu kommen ein tolles Stadion und eine junge Mannschaft mit Potenzial.“

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