Sportpsychologie im Bergsteigen: Die Gefahren des Everest

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Kletterer Jeremy Windsor der den Mount Everest bestieg reflektiert über den Umgang mit den Gefahren dieses Extremsports: Ein Erfahrungsbericht über eine Extremsituation im Bergsteigen.

Es ist erst ein paar Monate her, seit ich auf dem Gipfel des Mount Everest stand. Und doch kann ich mich an viele Einzelheiten kaum noch erinnern. Fest in meinem Gedächtnis verhaftet ist jedoch das Gefühl der Angst, das mich auf dem als „Todeszone“ bekannten Abschnitt und auf dem letzten Stück zum Gipfel begleitete. Mit einer Höhe von 8.850 m stellt der Everest für den Menschen die absolute Grenze des Machbaren dar. Und seit dem 1. Versuch, diesen Berg zu besteigen, hat er mehr als 200 Bergsteiger das Leben gekostet.

Trotz sinkender Sterblichkeitsrate am Everest und an anderen 8000er-Bergen wird es schon allein wegen der wachsende Zahl von Bergsteigern, die auf die Spitze von Everest und Cho Oyu drängen, weiterhin viele Todesopfer geben (s. Abb. 1 und 2).

Abbildungen 1 + 2

Im Frühjahr 2006 und 2007 kamen 1.055 Bergsteiger wohlbehalten auf dem Gipfel des Everest an und 19 Bergsteiger starben (s. Tabelle 1).

Tabelle 1: Todesopfer am Mount Everest

Wie kommt es dazu, und – noch wichtiger – was kann man tun, um die Gefahr zu verringern?

Obwohl am Everest immer wieder neue Routen geöffnet werden, wie z. B. diejenige, die 2 Südkoreaner das Leben kostete, wählen fast alle Bergsteiger die Route über den südöstlichen und nördlichen Grat. Beide sind etablierte und technisch einfache Routen. Doch der Weg nach oben ist eine lange Reise durch Eisbrüche und an schmalen Gratlinien entlang. Diese beschwerlichen Aufstiegsrouten setzen die Bergsteiger nicht nur der Gefahr von Schneefall und herabfallendem Eis- und Felsgestein aus. Sie setzen denjenigen, die sich lange Zeit auf dem Berg aufhalten, physisch und psychisch stark zu – bis zur totalen Erschöpfung.

Mit der Zeit führt diese Müdigkeit zum Abbau der körperlichen Leistungsfähigkeit, und der Bergsteiger zeigt immer weniger Bereitschaft, selbst einfachste Dinge zu tun. Auf dem Everest kann das fatale Konsequenzen haben. Dies wird Ihnen deutlich werden, wenn Sie die nachfolgenden Eintragung aus meinem Tagebuch lesen, die ich kurz nach dem Abstieg vom Gipfel zum Camp 4 (7.900 m) geschrieben habe:

Ich war erschöpft. Jeder Schritt nach unten war wie 10 Schritte nach oben. Während ich mich vorwärtskämpfte musste ich immer an einen Satz denken, den Sundeep gesagt hatte: „Wenn man auf dem Gipfel ist, hat man erst die Hälfte geschafft.“ Immer wieder wiederholte ich diesen Satz und versuchte so, meine Müdigkeit und Erschöpfung zu verdrängen. Manchmal funktionierte es, aber oft hatte ich nicht einmal mehr die Kraft, mich aufrecht zu halten. Bald wurde es mir schon zu viel, mich in das Fixseil einzuhaken. Stattdessen wickelte ich es um den linken Arm und vertraute ganz auf die Kraft meiner Arme. Dies funktionierte auch gut, bis ich an einen Punkt kurz über dem Hillary Step kam. Hier stieß ich plötzlich gegen einen Felsen. Ich taumelte gegen den brüchigen Vorsprung, fiel hin und starrte plötzlich 2.000 m die Kangschungwand herunter und auf den Talboden unter mir. Erst jetzt begriff ich, dass es nicht genügte, die einzige Rettungsleine, die ich hatte, nur locker zu umfassen…“

 

Kleine Fehler katastrophale Folgen

Auch wenn wir nie genaue Einzelheiten über die Ursachen für den Absturz von Pavel Kalney, Dawa Sherpa und Tomas Olsson erfahren werden, können wir mit großer Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass für ihren Tod genau solche kleinen Fehler verantwortlich waren, wie ich sie gemacht habe.

Doch abgesehen von den offensichtlichen physischen Gefahren birgt der Everest auch eine sehr reale „unsichtbare“ Gefahr. Auf seinem Gipfel – in einer Höhe von 8.850 m – herrscht der niedrigste Luftdruck auf unserem Planeten. Er beträgt hier nur knapp 1/3 des Normaldrucks auf Meeresspiegelniveau. Um es einmal plastisch darzustellen: Würde man einen Mensch vom Strand wegholen und ihn auf den Gipfel des Everest stellen, so würde er das Bewusstsein verlieren und innerhalb weniger Minuten sterben.

Doch dank der Akklimatisierung und dem Einsatz von zusätzlichem Sauerstoff (bis zum Jahr 2000 waren lediglich 98 der 1.318 Aufstiege ohne zusätzlichen Sauerstoff erfolgt) können Bergsteiger bis in die „Todeszone“ hinaufklettern – aber mit Mühe und Not! Jeder, der diese Welt betritt, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit an der Höhenkrankheit erkranken.

Die akute Höhenkrankheit (acute mountain sickness – AMS) ist eine gutartige Erkrankung, die einige Tage zu Unbehagen und Irritation führt. Auf den Hängen des Everest oberhalb des Basislagers (5.300 m) kommt es jedoch immer häufiger zu tödlichen Komplikationen, z. B. zu einem Höhenlungenödem oder einem Höhenhirnödem.

Im Jahr 2007 war ich kurzzeitig in den (in der Öffentlichkeit viel beachteten) Fall von Usha Bista involviert, einer 22 Jahre alten Nepalesin und Teilnehmerin der Democratic Nepal Everest Expedition. Am 21. Mai hatte man Usha bewusstlos in der Nähe des „Balcony“ gefunden. An diesem flachen, schneebedeckten Absatz beginnt der letzte Grataufschwung zum südlichen Gipfel des Everest. David Hahn, Leiter einer touristischen Expedition von International Mountain Guides (IMG) und 9-maliger Everest-Bezwinger, war gerade auf dem Rückweg vom Gipfel, als er Usha fand. Er erkannte sofort, dass sie an einem Hirnödem erkrankt war und nur bei rascher medizinischer Behandlung überleben würde. Nachdem man ihr Dexamethason und zusätzlichen Sauerstoff verabreicht hatte, wickelten Hahn und seine Sherpas, Führer und zahlenden Kunden Usha in Schlafsäcke ein, banden sie auf einer Trage fest und trugen sie den Berg hinunter.

12 Stunden später bemerkten wir dann die Kopfleuchten von Hahn und seinem Team von unseren Zelten im Camp 3 aus. Zum Glück waren wir gut ausgerüstet. Es standen erfahrene Ärzte, umfangreiche medizinische Versorgung und ein warmes und gut beleuchtetes Zelt für sie bereit. Nachdem Usha wohlbehalten im Camp angekommen war wurde sie ins Zelt gebracht und untersucht. Sie bekam eine Sauerstoffmaske und wurde entsprechend behandelt. Am nächsten Morgen ging es ihr schon so viel besser, dass sie ins Basislager laufen konnte. Von dort wurde sie auf dem Luftweg in Sicherheit gebracht.

Die tödliche Zone

Usha war nicht die Erste, die am Everest nur knapp dem Tod entronnen ist. Am 25. Mai 2006 hatte man Lincoln Hall in einer Höhe von 8.700 m zurückgelassen, nachdem er den Berg zuvor erfolgreich bezwungen hatte. Zu ihrem großen Erstaunen fanden Bergsteiger, die über den Nordgrat kamen, Hall am nächsten Morgen noch lebend vor, obwohl er die Nacht ohne zusätzlichen Sauerstoff verbracht hatte. Myles Osborne, einer der ersten, die bei ihm waren, schrieb:

„Links von uns, etwa einen halben Meter von einem 3000 m tiefen Steilhang entfernt, saß ein Mann. Er war weder tot noch schlafend, sondern saß mit gekreuzten Beinen da und wechselte gerade sein Shirt. Der Reißverschluss seines Daunenanzugs war bis zur Taille offen, die Ärmel hatte er ausgezogen. Er trug weder Hut, noch Handschuhe oder Sonnenbrille. Keine Spur von Sauerstoffmaske, Regulator, Eisaxt, Schlafsack, Matratze, Essen oder Wasserflasche. „Ihr seid wahrscheinlich überrascht, mich hier zu sehen“, meinte er.“

Ein Rettungsteam, bestehend aus 12 Sherpas und einer Reihe westlicher Bergsteiger, trug Hall schließlich auf einer Trage den Berg hinunter. Trotz erheblicher Erfrierungen überlebte er die Tortur. Der britische Bergsteiger David Sharp hatte leider nicht so viel Glück: Nur 10 Tage vor Halls erstaunlicher Rettung war Sharp in einer kleinen Höhle in 8.400 m Höhe gefunden worden. Über die letzten Stunden von Sharp ist zwar nichts Genaues bekannt, doch man nimmt an, dass mehrere Bergsteiger gesehen hatten, in welcher schlimmen Verfassung er sich befand, und dennoch einfach an ihm vorbeigegangen waren. Als die Gipfelstürmer das 1. Mal bei ihm vorbeigekommen waren, konnte Sharp noch alleine stehen und Fragen beantworten. 12 Stunden später, auf dem Rückweg vom Gipfel, fanden sie ihn bewusstlos und mit schlimmen Erfrierungen. Einige versuchten zwar noch, ihm Sauerstoff zu geben. Doch mangels umfangreicher Rettungsmaßnahmen musste Sharp einsam sterben, nur 100 Meter vertikal oberhalb des Hochlagers.

Was kann man tun?

Am Everest etwas zu ändern ist leichter gesagt als getan. Der Berg stellt nicht nur für die Regierungen Chinas und Nepals eine wichtige Einkommensquelle dar, sondern auch für viele 1000 Gepäckträger, Führer und Hüttenbesitzer, die in dieser Region arbeiten. Gegen alle Maßnahmen, die diese Einkommensquelle gefährden, wie die Einschränkung der Zahl der Besteigungen oder die „Schließung“ von Teilen des Bergs, wird sich starker Widerstand regen, der eine Umsetzung so gut wie unmöglich macht. Veränderungen – so sagen die Einheimischen – müssen von Innen kommen. Auch wenn die mit dem Bergsteigen verbundenen Gefahren immer wieder zu Todesopfern am Everest führen werden, kann der Einzelne das Risiko für sich durchaus minimieren. Zum Beispiel, indem er sich über folgende 3 Fragen Gedanken macht:

1. Bin ich gut vorbereitet?

Wer höher als bis zum Basislager des Everest klettert, muss auf jeden Fall gut vorbereitet sein. Für die meisten unter Ihnen mag das eine Selbstverständlichkeit sein. Doch viele, die den Everest erklimmen wollen, besitzen nicht genügend Erfahrung im Bergsteigen. Es ist kaum zu glauben, aber tatsächlich machen sich viele Gipfelaspiranten auf den Weg in den tückischen Khumbu-Eisbruch, ohne jemals zuvor eine Eisaxt oder ein Steigeisen benutzt zu haben. Ich konnte nur ungläubig staunen, als ich im letzten Frühjahr sah, wie ein Sherpa seinem zahlenden Kunden nur wenige Minuten vor dem Überqueren einer Gletscherspalte in 5.400 m Höhe die Technik der Seilsicherung erklärte.

Der neuseeländische Bergführer und Everest-Bezwinger Peter Hillary, Sohn von Edmund Hillary, hat ausführlich darüber berichtet, wie wichtig es ist, zunächst eine „Lehre“ zu absolvieren, ehe man sich das Recht erwirbt, den Everest zu besteigen. Mehr Zeit in der „Todeszone“ fördert die Unabhängigkeit und Selbständigkeit unter extremen Umweltbedingungen und hilft dem Einzelnen, spezifische Probleme, z. B. die Höhenkrankheit, zu vermeiden bzw. damit umzugehen. Erfahrungen mit 7000er- oder anderen 8000er-Bergen sind eine wertvolle Vorbereitung auf die extremen Höhen. Wenn die Bergsteiger viel Zeit in tieferen Lagen verbringen können sie ein höheres Fitnesslevel erreichen und, was ganz entscheidend ist, jene Techniken verbessern, die bei höheren Bergen möglicherweise lebensrettend sind. Ohne technische Fertigkeiten und eine gute Fitness wird die „Todeszone“ ihrem Namen alle Ehre machen.

2. Habe ich das richtige Team?

Kommerzielle Veranstalter bieten seit mehr als 20 Jahren die notwendige Logistik und geführte Expeditionen auf den Mount Everest an. Doch neuerdings gibt es immer mehr Firmen, die Freizeitbergsteigern einen „preisgünstigen“ Aufstieg ermöglichen. Allerdings bieten sie ihren Kunden längst nicht den gleichen umfangreichen Service wie die großen etablierten kommerziellen Veranstalter. Ihre Leistung beschränkt sich auf den Transport zum Basislager und die Besteigungs-Genehmigung. Das ist alles. Verpflegung, Unterkunft, Wettervorhersagen, Kommunikation, zusätzlicher Sauerstoff und medizinische Versorgung sind „Extras“, die zusätzlich bezahlt werden müssen.

Im Basislager kann man auch gut alleine überleben. Allerdings hätten die meisten von uns große Probleme, wenn sie ohne die Unterstützung von Teamkollegen und Sherpa-Führern höher hinaufklettern würden. Für viele Bergsteiger ist es ein großer Anreiz, den Aufstieg alleine zu machen. Diese Unabhängigkeit und Autarkie sind für sie die „reine“ Form des Bergsteigens. Eine solche Vorgehensweise bringt natürlich ein wesentlich höheres Risiko mit sich.

Genauso steigen andere, wie der verstorbene Brasilianer Vitor Negrete, ohne zusätzlichen Sauerstoff auf den Gipfel hinauf, weil sie dies für „ethischer“ halten. Bevor ein Bergsteiger alleine oder ohne zusätzlichen Sauerstoff in große Höhen steigt, sollte er seine Fähigkeiten ehrlich beurteilen und sich darüber im Klaren sein, dass die meisten westlichen Bergsteiger solchen Strapazen einfach nicht gewachsen sind.

Die notwendige Infrastruktur hat ihren Preis, und die Bergsteiger sollten anfangen, dies zu begreifen. Sherpas können müden Bergsteigern oben auf dem Berg die Zelte aufbauen, Sauerstoffflaschen transportieren und das Essen zubereiten. Am Gipfeltag werden ihre Erfahrung und die angeborene Anpassung an das Leben in großen Höhen dafür sorgen, dass auch sehr kranke und mitgenommene Bergsteiger wieder unbeschadet unten ankommen. Hierbei setzen die Sherpas ihr Leben allerdings enorm hohen Gefahren aus. Daher ist es ganz wichtig, dass wir, die Bergsteiger-Kameraden, auch auf ihre Absicherung achten: Dass sie eine Krankenversicherung haben, die bei einem schweren Unfall oder Tod die Kosten für ihren Abtransport übernimmt, und dass sie und ihre Familien in einem solchen Fall finanziell versorgt sind. Wenn ein Sherpa für eine Rettungsaktion den Verlust des heißbegehrten „Gipfelbonus“ in Kauf nimmt, sollte er als Ausgleich dafür ein ähnlich hohes Honorar erhalten.

3. Werde ich Anderen Hilfe leisten?

Am Fall von Usha Bista und Lincoln Hall wird deutlich, dass der Körper des Menschen eine unglaubliche Regenerationsfähigkeit besitzt. Bei der richtigen Behandlung und einem schnellen Abstieg in tiefere Lagen können Erkrankungen wie Lungen- und Hirnödeme erfolgreich behandelt werden. Ein berühmter amerikanischer Bergführer schrieb kürzlich: „Wirklich tot ist man erst, wenn man tot unten ankommt.“

Daher darf ein geschwächter oder verletzter Bergsteiger nur dann alleine zurückgelassen werden, wenn keine Hoffnung mehr besteht oder der Retter sein eigenes Leben dabei aufs Spiel setzen würde. Bergsteiger können einem Kranken oder Verunglückten auch dann noch helfen, wenn ein Rettungsversuch nicht mehr möglich ist. Als er von David Sharps Tod hörte bemerkte der erfahrene amerikanische Bergsteiger Ed Viesters, dass alle, die an ihm vorbeigegangen sind, mehr für Sharp hätten tun können. Sie hätten länger bei ihm bleiben können, um ihm seine letzten Stunden „etwas zu erleichtern“.

Einem kranken Bergsteiger zu helfen steht für mich außer Frage. Als Arzt und Wissenschaftler finde ich Krankheiten, die in den Bergen auftreten, faszinierend und bin jederzeit bereit, Menschen in Not zu helfen. Als Mitglied einer großen medizinischen Forschungsexpedition war ich natürlich auch am praktischen Einsatz unserer enormen medizinischen Infrastruktur interessiert. Die meiste Zeit über waren wir im Basislager (5.300 m) technisch und personell so gut ausgestattet, dass unsere Intensivstation es mit der eines englischen Krankenhauses hätte aufnehmen können. Aber am wichtigsten ist es vielleicht, dass der Berg mich nicht „gepackt“ hat. Dies war nicht meine 3., 4. oder 5. Tour zum Everest. Ich hatte nicht mein Haus belastet oder meinen Job aufgegeben – so wie viele andere. Ich war einfach nur dankbar, dort zu sein, interessante wissenschaftliche Studien durchzuführen und auf einen einmalig schönen Berg zu klettern, der mich schon seit der Kindheit in seinen Bann gezogen hat.

Was, wenn es anders wäre? Ich hoffe, dass ich als Bergsteiger immer weiß, dass ich Verantwortung für mich und meine Mitmenschen habe. Wenn wir zu solchen Abenteuern aufbrechen, müssen wir auch bereit sein, mit allen auftretenden Problemen fertig zu werden. Es darf nicht dazu kommen, dass der Gipfelanstieg mehr wert ist als ein Menschenleben. Der amerikanische Bergführer Dan Mazur drückte dies nach der Rettung von Lincoln Hall so aus: „Der Gipfel bleibt, und wir können zurückkommen. Aber Lincoln hat nur ein Leben.“

Jeremy Windsor ist Anästhesist im North Middlesex Hospital und Forschungsassistent am Institute of Human Health and Performance am University College London.

 

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