Padel-Tennis: Welches Zubehör benötige ich? Schläger, Bälle, Schuhe

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Zubehör für Padel-Tennis: Die Wahl des richtigen Padel-Schlägers gestaltet sich nicht immer leicht. Ebenso ist es mit den anderen Materialien, wie z.B. Bällen und Schuhen. Wir zeigen Ihnen, worauf Sie beim Kauf eines Padel-Tennis-Schlägers und weiterem Zubehör achten sollten.

Inhaltsangabe

  • Padel-Tennis-Schläger: Das Material
  • Eigenschaften eines Padel-Schlägers
  • Welche Formen gibt es?
  • Welche Bälle braucht man zum Padel-Tennis?
  • Mit welchen Schuhen spielt man Padel?

Aus welchem Material besteht ein Schläger beim Padel?

Der Schläger beim Padel-Tennis besteht wie ein Tennisschläger aus einem Rahmen, einem Herz und einem Griff, hat aber außerdem noch einen Sicherheitsgurt.

Der Rahmen oder Kopf des Schlägers besteht in den meisten Fällen aus Epoxydharz, das durch Glasfasern, Karbon, Kevlar oder Grafit verstärkt ist. Die Zusammensetzung bestimmt die Festigkeit des Schlägers.

Das Innere des Rahmens besteht im Wesentlichen aus EVA-Gummi oder FOAM von mehr oder weniger großer Dichte, um den Schlag abzufangen und den Ball abprallen zu lassen.

Padel-Schläger: Der Rahmen

Der Rahmen hat Löcher mit einem Durchmesser von 9 bis 13 Millimetern, die die Luft durchlassen und direkten Einfluss auf die Balance und Starrheit des Schlägers haben.

Das Herz des Schlägers ist die Verwindungszone, die über Präzision und Härte des Schlags bestimmt. Der Sicherheitsgurt verbindet den Schläger mit dem Handgelenkt des Spielers, um Unfälle zu verhindern, falls der Schläger beim Schlag versehentlich aus der Hand rutscht.

Die Eigenschaften des Schlägers beim Padel-Tennis

Aufbau eines Padelschlägers

Aufbau eines Padelschlägers

Die Eigenschaften des Schlägers sind die gleichen wie beim Tennisschläger. Das betrifft die Größe, das
Gewicht, die Zusammensetzung, die Balance und sogar die Form. Ein Erwachsenenschläger wiegt zwischen
330 bis 340 und 380 bis 390 Gramm.

Es beeinflusst die Schlagkraft und die Handlichkeit des Schlägers. Ein schwerer Schläger überträgt viel Kraft, ist aber auch weniger handlich und lässt den Spieler schneller ermüden. Umgekehrt ist ein leichter Schläger weniger ermüdend und handlicher, überträgt aber auch weniger Kraft.

Die Balance des Schlägers ergibt sich aus der Form (Diamant, Tropfen oder rund) und der Anzahl und
Position der Löcher im Rahmen. Die optimale Auftreffzone (Sweet Spot) variiert je nach Form und macht
den Schläger mehr oder weniger geeignet für Schläge außerhalb der Mitte.

Die Schlägerformen beim Padel-Tennis

Wie beim Tennis richtet sich die Auswahl des Schlägers nach dem Können des Spielers und verändert sich mit dessen Entwicklung vom Anfänger zum Könner. Da dies eine sehr individuelle Entscheidung ist, sollte man mehrere Schläger ausprobieren, um das richtige Modell zu finden, das zum Spielkönnen passt und mit dem man sich wohlfühlt. Die Herstellerfirmen teilen die Schläger dementsprechend in die drei Klassen Anfänger, Mittelstufe und Profi ein. Gängige Formen sind Diamant-, Tropfen- und runde Form.

Padel-Tennis: Die richtige Schlägerwahl, von anfänger bis könner

Padel-Tennis: Die richtige Schlägerwahl

Der Einfluss des Schlägers

Zwei wichtige Eigenschaften des Schlägers beeinflussen das Spiel: seine Größe und das Fehlen einer Bespannung. Aufgrund seiner Größe hat der Schläger eine geringere Hebelwirkung als der Tennisschläger, sodass beim Schlag weniger Kraft übertragen wird.

Dafür ist der Schläger trotz eines größeren Gewichts besser handhabbar, weil sich die Schlagfläche näher an der Hand befindet. Die kleinere Größe erfordert von Tennisspielern oft eine kurze Zeit der Umgewöhnung, vor allem in Bezug auf die Schlagdistanz. Das gilt insbesondere für Spieler, die mit weit ausholenden Bewegungen spielen.

Im Gegensatz zu den Schlägern im Tennis, Squash oder Badminton hat der Padelschläger keine Bespannung. Dadurch überträgt er weniger Energie. Der Spieler selbst muss diese Energie dosieren und wird nicht, wie der Tennisspieler, von der Bespannung des Schlägers unterstützt. Dabei ist es durchaus möglich, den Ball mit Effet zu spielen, aber diese Möglichkeiten sind weniger ausgeprägt.

Diese beiden wichtigen Aspekte haben zur Folge, dass der Ball langsamer, aber auch besser kontrollierbar ist, sodass man schnell in den Ballwechsel kommt und sich schon bald an der spielerischen Seite des Sports erfreuen kann.

Mit welchen Bällen spielt man Padel-Tennis?

Die Bälle beim Padel sind mit Tennisbällen praktisch identisch. Es gibt geringe Unterschiede beim Druck (dieser ist beim Padelball geringer, damit auch der Rückprall etwas schwächer ist), beim Durchmesser und beim Gewicht.

Unterschied Tennisball Padelball

Die Bälle beim Padel unterscheiden sich kaum von Tennisbällen!

Wie beim Tennis verliert der Ball mit der Zeit an Druck, was die Spielbedingungen (Abprall von der Umrandung, Schnelligkeit und Taktik) direkt beeinflusst und nicht zuletzt das Risiko von Entzündungen im Arm (»Tennisarm«) birgt: Ein Ball mit geringerem Druck muss mit mehr Kraft geschlagen werden.

Die richtigen Schuhe für Padel-Tennis

Padel ist ebenso wie Tennis ein Sport mit schnellem Abbremsen und Beschleunigen sowie häufigen Richtungswechseln. Deshalb ist die Auswahl der richtigen Schuhe sehr wichtig. Mehrere Kriterien spielen dabei eine Rolle.

Beim Padel-Tennis ist die Auswahl der richtigen Schuhe sehr wichtig

Padel-Tennis: Auswahl der richtigen Schuhe

Stütze

Für eine gute Stützwirkung müssen Vorder- und Mittelfußbereich fest miteinander verbunden
sein, damit vorderer und hinterer Teil des Schuhs gut zusammenarbeiten.

Sohle und Haftung

Die Außensohle mit speziellem Pfeil-Profil gewährleistet auf Kunstrasen oder Erdplätzen gute Haftung und kontrolliertes Gleiten.

Belüftung

Atmungsaktives, flexibles Meshgewebe

Gewicht

Der Schuh darf nicht zu schwer sein. Ein Gewicht von 200 Gramm entspricht 400 Kilogramm Traglast pro Match.

Dämpfung

Eine Dämpfung auf Gel- oder Luftbasis wirkt stoßabsorbierend

Schutz

Eine Kappe aus Kautschuk schützt die Zehen.

Buchtipp aus der Redaktion

PADEL – Grundlagen, Regeln und Techniken

Padel, das als Mischung aus Tennis und Squash beschrieben werden kann, fasziniert mit seiner Dynamik und einem hohen Spaßfaktor. In Spanien und Frankreich gibt es bereits mehr Padel- als Tennisspieler und auch in Deutschland wächst die Fangemeinde stetig.

Selbst bei uns wechseln immer mehr Tennisspieler zu Padel und es gibt bereits etliche Tennisclubs, die Padelplätze bieten. Zudem haben sich in den letzten Jahren zahlreiche Padelturniere etabliert.

In diesem Buch beschreiben die Autoren Cédric Carité und Alain Henry, französische Padelpioniere mit langjähriger Erfahrung, mithilfe zahlreicher Bilder und Grafiken ausführlich die Grundlagen und erklären Strategien und Techniken zu möglichen Ballwechseln und Spielsituationen.

Die Autoren erläutern technische Unterschiede zum Tennis. So ist ein Padelplatz zu allen Seiten von einer festen Wand umgeben und über diese Seitenwände wird gespielt. In einem Extrakapitel wird auf die stetig wachsende Padelszene in Deutschland eingegangen. Padel ist mit seinen einfachen Regeln nicht nur ideal für Einsteiger, sondern garantiert auch schnellen Erfolg im Spiel.

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