Meister Bamberg trotzt dem Bonner Schlussspurt und zieht ins Halbfinale ein

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Vor\nheimischem Publikum begann vor allem Tony Gaffney auf Seiten der Bonner sehr\nstark und markierte in den ersten 4 Minuten mit einem spektakulären Alley-oop-Dunk und einem Monsterblock die ersten Akzente auf Bonner Seite und erzielte 6\nder ersten 8 Punkte der Bonner (8:10).\n\n\n\n

\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\nAls\nNBA-Veteran Casey Jacobsen den Abstand nach 6 Minuten mit einem Dreipunktewurf\nauf 5 Zähler erhöhte, antworteten die Baskets promt mit einem 7-Punkte-run und\ngingen erstmals in diesem Spiel, durch den bärenstarken Benas Veikalas (21\nPunkte), in Führung (15:13). Diese Führung sollte auch noch am Ende des 1.\nViertels (19:17) bestand haben, ein eher seltenes Gefühl für die Telekom Baskets,\nIn Spiel 2 und 3 mussten die Baskets mit hohem Kraftaufwand in ihrer „kleinen\nRotation“ permanent einem Rückstand hinterherlaufen.\n\n\n\n

\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\nSchon\nin dieser Phase des Spiels wurde klar, dass das Spiel mehr von der Defense\ngeprägt war als noch Spiel 3, bei dem die Bamberger das „Dreier-Shootout“\nfür sich entscheiden konnten (Bamberg 75 % Trefferquote, Bonn 54 % Trefferquote).\n\n\n\n

\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\nZu\nBeginn des 2. Viertels erhöhte Bonns Center, Chris Ensminger, auf 21:17, doch\nJacobsons 2. Dreier in diesem Spiel brachte Bamberg die Führung zurück. In dieser\nPhase des Spiels erhöhten die Bonner immer wieder für kurze Phasen den Druck\nauf die Aufbauspieler der Bamberger, meist durch eine kurz eingestreute\nGanzfeld-Pressverteidigung. Chris Ensminger, der Routinier im Trikot der\nTelekom Baskets, dirigierte das Bonner-Verteidigungs-Orchester und deutete immer\nwieder an, wie sich seine Mitspieler in der Zone verschieben sollten.\n\n\n\n

Bonns Dreierspezialist Serapinas „Null-Faktor“

\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\nAls\nSimonas Serapinas Mitte des 2. Viertels sein 3. Foul gepfiffen bekam, erschien\ndas für die Bonner, aufgrund der engen Rotation, eine erhebliche Schwächung zu\nsein. In Spiel 3 noch einer der besten im Team (19 Punkte, 63 % Trefferquote aus\ndem Feld), war Serapinas an diesem Abend mit 0 Punkten und nur 3 Versuchen aus\ndem Feld ein Totalausfall. Bamberg schaffte es, sich in dieser Phase leicht\nabzusetzen und Michael Koch, Trainer der Bonner, reagierte sofort und nahm 4\nMinuten vor Ende der 1. Halbzeit eine Auszeit, um wieder mehr Linie in die\nOffensivaktionen seiner Schützlinge zu bringen (30:36).\n\n\n\n

\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\nDer\nnimmer müde werdende Chris Ensminger verkürzte den Abstand mit 2 Wühlaktionen\nunter dem Bamberger Korb auf 34:38. Der 38-Jährige war in diesem Spiel nicht\nnur in der Offensive, gemeinsam mit Veikalas, bester Schütze für die Bonner\n(21), er war auch der Garant dafür, dass der zukünftige NBA-Spieler Tibor\nPleiß (von den Oklahoma City Thunder gedraftet) nur auf eine Ausbeute von 9\nPunkten kam.\n\n\n\n

\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\nDer\nbis dahin stärkste Spieler der Brose Baskets Bamberg war Anthony Leon Tucker, der mit 2 Freiwürfen 1,6 Sekunden vor dem\nEnde der 1. Halbzeit, seine Punkte 10 und 11 erzielte und die Halbzeitführung\nder Bamberger (38:44) festigte.\n\n\n\n

Bambergs Tucker legt vor wie die Feuerwehr

\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\nZu\nBeginn der 2. Halbzeit legte dieser Chris Tucker wie die Feuerwehr los und es\nschien, als wolle er das Spiel jetzt selbst entscheiden. Tucker sorgte durch\nseinen 12-0 Run im Alleingang für eine komfortable Führung der Franken (38:56).\n17:26 Minuten vor Schluss glaubten jetzt wohl nur noch hart gesottene Telekom\nBaskets Fans an den Sieg ihrer Mannschaft. Und als Tibor Pleiß nach einer\nAuszeit der Bonner den Abstand auf 20 Punkte erhöhte, schien das Spiel auch\nentschieden zu sein. Verteidigungsspezialist Andrej Mangold von den Telekom\nBaskets Bonn sagte nach dem Spiel: „Das ist Bamberg. Nach der Halbzeit\ngehen die immer so ab und dann wird es schwer.“\n\n\n\n

\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\nDoch\ndie Rheinländer wollten sich vor heimischem Publikum noch nicht geschlagen\ngeben und probierten alles. In dieser Phase schienen Punkte von Talor Battle\nund Tony Gaffney nicht mehr als ein Strohfeuer zu sein (45:61). Brose-Trainer\nChris Flemming nahm sicherheitshalber dennoch eine Auszeit, um die\nKonzentration seiner Spieler zu wahren. Doch das Gegenteil war der Fall. Die\nRheinländer verkürzten durch sieben Punkte in Folge auf 52:63 und allen voran Talor\nBattle zeigte in der 2. Halbzeit eine starke Leistung und erzielte 11 seiner 15\nPunkte im 2. Spielabschnitt.\n\n\n\n

\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\nEndlich\nschienen die „Riesen vom Rhein“ im 3. Viertel angekommen zu sein. Der ständige\nRückstand schien überraschend Kräfte freizusetzen. Mit 58:65 ging es in die\nletzte Pause vor dem 4. Viertel. Kam die Aufholjagd zu spät, oder sollten es\ndie Bonner wirklich noch schaffen, das 5. und entscheidende Spiel in Bamberg zu\nerzwingen?\n\n\n\n

\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\nZu\nBeginn des letzen Viertels begann ein offener Schlagabtausch mit leichten\nVorteilen für die Bonner. Als der starke Veikalas 8:25 Minuten vor Schluss mit\neinem Dreipunktewurf zum 65:68 verkürzte, wackelte der Dome. Doch Casey\nJacobson und Chris Tucker hatten die richtigen Antworten (65:73). Auch das 4.\nFoul des eher unauffällig gebliebene Anton Gavel (7 Punkte) in dieser Phase schien\ndie Bamberger nicht zu stören. Zu stark ist die Rotationskraft des Kaders und nach\neinem Dreier von Jacobson hatten eher die Bonner Grund zur Sorge. 5:10 Minuten\nvor Schluss waren die Brose Baskets wieder auf 10 Punkte davon geeilt. War die\nMoral nun endgültig gebrochen?\n\n\n\n

\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\nDie\nTelekom Baskets schienen an diesem Abend einfach niemals aufzugeben und kamen\nerneut sensationell wieder ins Spiel zurück. Die in dieser Phase besten\nSpieler, Talor Battle und Veikalas, hielten die Rheinländer im Spiel und\nverkürzten überraschend auf 74:78 und alles war wieder drin. Auszeit Bamberg,\n2:18 Minuten vor Ende des Spiels.\n\n\n\n

Schlussphase nichts für schwache Nerven

\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n1:20\nMinute vor Schluss zog Battle unwiderstehlich zum Korb und wurde beim Dunking\ngefoult (78:81). Er erhält einen Extrafreiwurf, den er trifft (79:81). Als\nGaffney im anschließenden Angriff den Ball stealt und die Bonner seit langer\nZeit mal wieder, und gerade in dieser wichtigen Phase, in Führung gehen konnten,\nbrach die Halle fast zusammen. Den Ballbesitz konnte Battle jedoch nicht in\nPunkte ummünzen, Tucker verteidigte im 1-gegen-1 stark.\n\n\n\n

\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\nIm Gegenzug\ntippte Gaffney einen Ball 17,4 Sekunden oberhalb des Zylinders weg und die\nSchiedsrichter entschieden richtigerweise auf Punkte für Bamberg (79:83).\nTimeout Bonn. Konnten die Bonner in dieser Phase noch einmal zurück kommen und\ndas Spiel so kurz vor Schluss noch einmal drehen? Zuzutrauen war ihnen alles an\ndiesem Tag.\n\n\n\n

\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\nBonns\nSpielmacher Jared Jordan erhielt in dieser wichtigen Phase den Ball, zog zum\nKorb und sah den an der Dreierposition postierten Benas Veikalas, der den\nBall 9,6 Sekunden vor Schluss aus 6,75 Metern im Korb versenkt (82:83). Auszeit\nBamberg.\n\n\n\n

\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\nDie\nBonner mussten jetzt natürlich schnell die Uhr stoppen und hatten glücklicherweise\nbereits 4 Teamfouls. Als Gavel den Ball nach einem Einwurf zugespielt bekam,\nfoulten die Bonner schnell und konnten die Uhr auf 8,8 Sekunden anhalten. Als\nGavel den 1. Freiwurf verwarf und den 2. Freiwurf traf, hatten die Bonner\nalles in der eigenen Hand.\n\n\n\n

Veikalas fühlt sich bei Dreierversuch behindert

\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\nDer\nletzte Angriff: Jordan passt den Ball auf Veikalas und dieser schloss mit dem\nDreipunkte-Wurf aus der Ecke ab: Der Ball sprang vom Ring sehr hoch ab, eine\ngeballte Rebound-Spielertraube stieg hoch, doch der Schlusspfiff ertönte.\nVeikalas reklamierte ein Foulspiel, doch Bamberg gewann das Spiel und auch die\nSerie.\n\n\n\n

\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\nChris\nFlemming ist nach dem Spiel mit seiner Mannschaft zufrieden, fordert jedoch auf\ndem Weg zur Meisterschaft Konstanz und Konzentration über 40 Minuten. Auch ein\ngroßes Lob findet Flemming für die kämpferische Leistung der Bonner: „Sie haben\nmit der kleinen Rotation nie aufgegeben. Besonders Veikalas hat eine\nbeeindruckende Leistung abgeliefert und 11 Punkte im letzten Viertel erzielt“.\n\n\n\n

\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\nFlügelspieler\nAndrej Mangold von den Telekom Baskets Bonn meinte nach dem Spiel: „Wir waren\nmit Bamberg auf Augenhöhe. Umso enttäuschter sind wir, dass es nicht geklappt\nhat. Bamberg war in der Serie nicht unschlagbar. Wir haben eine gute Leistung\ngezeigt und unsere Aufholjagd spricht für die super Moral und den Teamspirit in\nunserer Mannschaft“.\n\n\n\n

Ramy Azrak

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