Die Körperzusammensetzung der Spieler im Profifußball

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In einer aktuellen Untersuchung wurde die Körperzusammensetzung von Fußballern der englischen „Premier League“ untersucht. Darunter auch von denen der englischen Clubs, die in der Saison 2007/08 auf europäischer Ebene gespielt hatten.

Hintergrund der Untersuchung ist die Tatsache, dass die fettfreie Masse und die Knochendichte wichtige Einflussgrößen auf die Schnelligkeit, die Kraft und auch auf die Verletzungshäufigkeit sind. Mithilfe einer röntgenbasierten Methode analysierte man die Fettmasse, die Knochendichte sowie deren Verteilung in sämtlichen Körperregionen von 64 Profispielern. Die Ergebnisse wurden mit denen einer Kontrollgruppe verglichen. Außerdem wurden die Spielpositionen und die Leistungsstärken international und national erfolgreicher Spieler miteinander verglichen.

Die Spieler der Kontrollgruppe und die Profifußballer unterschieden sich nicht hinsichtlich ihres Alters, Ihrer Größe oder des Gewichts voneinander. Während die Spieler der Kontrollgruppe jedoch einen Körperfettanteil im Mittel von 17,3 % ± 3,9 % aufwiesen, war der Fettanteil der Fußballer mit 10,6 % ± 2,1 % erheblich kleiner. Die Knochenmineraldichte war bei den Personen in der Kontrollgruppe signifikant geringer. Vor allem diese beiden Parameter unterscheiden Fußballer von der „normalen“ Bevölkerung. Referenzwerte können also Mindestanforderungen festschreiben. Die Torhüter unterscheiden sich vor allem in der Körpergröße und im Gewicht von den Feldspielern. Sie sind größer und schwerer. Die Verteidiger sind signifikant größer als die Mittelfeldspieler, unterscheiden sich aber nicht von den Stürmern. Die größten Unterschiede bei den Fußballern hinsichtlich der Körperzusammensetzung bestehen zwischen Torhütern und Feldspielern. Fußballer unterscheiden sich im Körperfettanteil nicht nach Position oder nach Erfolg. Die Spieler der international agierenden Clubs wiesen ähnliche Werte auf wie die der anderen Vereine aus der „Premier League“. Aber es zeigte sich, dass Fußballer eine andere Körperzusammensetzung haben als die meisten Menschen.

Somit kann die Erhebung anthropometrischer Daten ein wichtiger Bestandteil der Leistungsund Talentdiagnostik sein. Allerdings fehlen für den deutschen Raum groß angelegte Untersuchungen, um Referenzwerte zu bestimmen.

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Trainingsworld

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