Was bringt Arginin?

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Eine Studie über die Effekte von der Einnahme des Nahrungsergänzungsmittels Arginin.

Die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln zur Ankurbelung der natürlichen Produktion von Stickoxid, einem Signalmolekül, erfreut sich in den letzten Jahren großer Beliebtheit. Stickstoff fördert die Vasodilation (Erweiterung der Blutgefäße im menschlichen Gewebe, was einen größeren Blutfluss bewirkt). Es wird vermutet, dass durch die Stimulation der Vasodilation die Blutzirkulation in der arbeitenden Muskulatur verstärkt wird. Dadurch funktioniert nicht nur die „Pumpe“ während des Trainings besser, es kommt theoretisch auch zu einer günstigeren Nährstoffzufuhr sowie zum Abbau von Nebenprodukten des Trainings, wie z. B. von Laktat, bei dessen Anhäufung Muskelermüdung eintritt.

Bei Patienten mit kardiopulmonaler Erkrankung zeigte es sich, dass eine Nahrungsergänzung mit der Aminosäure Arginin zu einer Anregung der Stickstoffproduktion und zur Verbesserung der Trainingsleistung führt. Wie aber sieht dies bei gesunden, trainierten Sportlern aus?

 

Die Studie

Diese Frage veranlasste Wissenschaftler aus Taiwan zu Untersuchungen über die Wirkung einer kurzzeitigen Arginin-Supplementierung auf die Leistung. In einer randomisierten, placebo-kontrollierten Crossover-Studie ließen sie 10 Elite-Judokas eines College-Teams intermittierende anaerobe Übungen machen. Jeder Proband nahm 3 Tage lang täglich entweder 6 Gramm Arginin oder die gleiche Menge eines inerten Placebos ein und machte anschließend einen intermittierenden anaeroben Belastungstest auf einem Fahrradergometer. Vor der Supplementierung, vor und während des Trainings sowie jeweils 0, 3, 6, 10, 30 und 60 Minuten nach dem Training wurde den Testpersonen Blut entnommen.

 

Die Ergebnisse

In der Arginin- wie auch in der Placebogruppe wurde bei den Stickstoffmarkern ein erhöhter Wert festgestellt. Im Vergleich beider Gruppen unterschieden sich die Stickstoffmarkerwerte jedoch nur unwesentlich voneinander. Darüber hinaus gab es weder beim Laktatspiegel noch bei der Höchst- und Durchschnittsleistung während des anaeroben Tests Unterschiede.

 

Fazit

Die Forscher schlossen daraus, dass eine kurzzeitige Arginin-Supplementierung bei durchtrainierten Sportlern keine Wirkung auf die Stickoxid-Produktion oder den Laktat- und Ammoniak-Metabolismus sowie auf die Leistung bei einem intermittierenden anaeroben Training hat.

 

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Quellenangabe:
1. The Journal of Nutritional Biochemistry, 2008

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