Zusatzstoffe in Lebensmitteln: Darauf sollten Sie achten

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In den meisten Lebensmitteln aus dem Supermarkt stecken Zusatzstoffe. Cleanes und gesundes Essen gehört zur Seltenheit. Einige Stoffe sind harmlos, andere wiederum ziemlich schlecht oder gar gefährlich für Sie. Deshalb sollten Sie diese Dinge über Zusatzstoffe in Lebensmitteln unbedingt wissen.

Warum werden Zusatzstoffe verwendet? 

Zusatzstoffe werden auch gerne als „Kosmetik für Lebensmittel“ bezeichnet. Sie werden meist verwendet, um ein Produkt optisch ansprechender zu machen. Die Ware muss immer frisch und appetitlich aussehen. In Kochschinken werden Unmengen an Pökelsalz und Wasser gepumpt, damit er immer „schön saftig“ aussieht. Antioxidantien und Konservierungsstoffe sorgen dafür, dass Lebensmittel viel länger haltbar gemacht werden als sie es eigentlich sind. Die Zusatzstoffe, die in Lebensmitteln am häufigsten zu finden sind, sind Antioxidationsmittel, Farbstoffe, Emulgatoren, Stabilisatoren, Geliermittel, Verdickungsmittel, Geschmacksverstärker, Konservierungsmittel und Süßungsmittel. 

In welchen Lebensmitteln sind Zusatzstoffe? 

So ziemlich alle Lebensmittel, die Sie nicht in ihrer ursprünglichen Form kaufen, enthalten Zusatzstoffe. Das muss man sich erst einmal vor Augen führen. Die große Mehrheit aller Lebensmittel ist mit Zusatzstoffen versetzt. Im Supermarkt ist es (mal abgesehen von der Obst- und Gemüseabteilung) schwierig Produkte zu finden, die wirklich naturbelassen sind. Es sind nämlich nicht nur Fertiggerichte mit jeder Menge Zusatzstoffe versetzt. Von der Nudelsoße über den abgepackten Kochschinken bis zum Fruchtjoghurt. Fast überall steckt ein bisschen Extra-Chemie drin. Deswegen ist es so wichtig, dass Sie bei allem, was Sie kaufen, die Liste der Zutaten genau durchlesen und kennen. 

Schädlich oder nur widerlich? 

Viele Zusatzstoffe gelten als absolut harmlos. Wären sie schädlich, wären sie verboten, heißt es gerne. Einige der Stoffe sind vielleicht nicht schädlich, aber dennoch völlig unnötig und einfach nur widerlich. Beispielsweise in Aufback-Brötchen steckt häufig eine Chemikalie, die auch in Yogamatten zu finden ist. Sie macht den Teig besonders fluffig. Besondere Vorsicht ist bei E-Stoffen geboten. Das sind eine ganze Reihe von Chemikalien, die Geschmack und Optik von Lebensmitteln beeinflussen. Es gibt unter anderem Farb- und Konservierungsstoffe, Emulgatoren, Geschmacksverstärker und Antioxidantien unter den E-Stoffen. Nach aktuellem Stand sind in der Europäischen Union rund 320 Stoffe als Lebensmittelzusatzstoffe zugelassen. Etwa die Hälfte der Zusatzstoffe wird als unbedenklich eingestuft, jedoch stehen einige dieser Zusätze sogar im Verdacht extrem krebserregend zu sein. Man sollte daher die einzelnen Stoffe betrachten und entscheiden, ob ein Zusatz nutzlos, widerlich oder gar gesundheitsschädigend ist. 

Farbstoffe 

Unterscheiden müssen Sie zwischen künstlichen und natürlichen Farbstoffen. Erstere sind synthetisch hergestellt, so dass kein natürlicher Stoff der gleichen Struktur existiert. Natürliche bzw. naturidentische Farbstoffe kommen hingegen in identischer Form auch in der Natur vor und werden teilweise synthetisch nachgebildet. Wichtig, auf Farbstoffe kann und sollte man verzichten, vor allem auf die umstrittenen, wie Tartrazin, Azorubin, Erythrosin und Litholrubin BK (E102, E122, E127 E180), welche im Verdacht stehen erhebliche gesundheitliche Nebenwirkungen mit sich zu bringen. 

Geschmacksverstärker 

Andere Zusatzstoffe, wie Geschmacksverstärker, sind nachweislich schlecht für Sie. Ihr Körper wird durch diese Stoffe überlistet, Sie bekommen Heißhunger und Ihr Gehirn kann sogar Schaden nehmen. Geschmacksverstärker werden dennoch bei der Herstellung von Nahrungsmitteln eingesetzt, um den Verlust der geschmacksgebenden Inhaltsstoffe bei der Lebensmittelverarbeitung (z. B. Trocknen oder Erhitzen) auszugleichen. Teure Gewürze oder gesunde Kräuter können dadurch eingespart werden. Häufig verwendete Geschmacksverstärker sind die umstrittenen Glutamate wie z. B. Mononatriumglutamat, Monokaliumglutamat und Calciumdiglutamat. Diese finden Sie nicht selten in verarbeiteten Lebensmittelns, Saucen, Suppen und Würzmischungen. 

Auch in Bio- oder konventionellen-Lebensmitteln, die als „ohne Geschmacksverstärker“ gekennzeichnet sind, kann Glutamat enthalten sein. Hier werden Stoffe wie Hefeextrakt, die laut Gesetz nicht unter die Geschmacksverstärker fallen, aber eine ähnliche Wirkung haben oder Glutamat enthalten, untergemischt. 

Antioxidationsmittel 

Antioxidationsmittel werden hauptsächlich für den Erhalt von Geschmack, Haltbarkeit, Farbe und Zusammensetzung einiger Lebensmittel verwendet. Einzelne Inhaltsstoffe können dadurch beim Kontakt mit Sauerstoff nicht oxidieren. Das hat durchaus seinen Sinn. So verlieren die Lebensmittel durch die Oxidation teilweise Ihre Wirksamkeit, z.B. wichtige Vitamine, oder der Geschmack ist einfach nicht mehr derselbe. Gerade bei Fetten ist dieser Vorgang gut erkennbar. Fette werden beim Kontakt mit Sauerstoff schnell ranzig. Auch die Braunfärbung bei aufgeschnittenem Obst sollte Ihnen bekannt sein. Anstatt auf Antioxidationsmittel zurückzugreifen, kann dem mittels einfachen Hausmannstricks entgegengewirkt werden. Einfach frisch gepressten Zitronensaft über das Obst geben. 

Derzeit sind 27 Antioxidationsmittel zugelassen, von denen z.B. „Ascorbinsäure (= Vitamin C), Ascorbate (E300-304) und Tocopherole (= Vitamin E) (E306-309) genau wie Lecithin (E322), das auch als Emulgator verwendet wird, als unbedenklich einzustufen sind. Die Citronensäure (E330), welche in unserem Körper vollständig verwertet wird, gehört zu den starken Säuren, welche kariesfördernd wirken kann. Aufgrund ihres hohen Zuckergehalts hat sie in einer gesunden Ernährung auch nicht viel zu suchen. Schwefeldioxid (E220) und andere Schwefelverbindungen, erkennbar durch die Endung „-sulfit“ (E221-228) können pseudoallergische Reaktionen, wie Asthma, Übelkeit oder Kopfschmerzen hervorrufen. Sulfite verstecken sich häufig in Wein, Trockenfrüchten und Nüssen. Auch Gallate (E310-312) können ähnliche Beschwerden hervorrufen und kommen häufig in Kuchenmischungen, Knabbersachen und Würzmittel vor. 

Generell können Sie problemlos Ihren Konsum an Antioxidationsmittel senken, indem Sie täglich frische und unbehandelte Lebensmittel zu sich nehmen. 

Konservierungsstoffe 

Als wäre nach Farbstoffen, Geschmacksverstärkern und Antioxidationsmitteln noch nicht genug, gibt es auch noch die Konservierungsstoffe, deren Hauptziel es ist, dem Wachstum von Mikroorganismen wie Hefe, Schimmel oder Bakterien entgegenzuwirken. Konservierungsstoffe machen die Produkte also länger haltbar. Einige schützen uns also vor Gesundheitsgefahren aber weitaus mehr sind kritisch zu betrachten, wie PHB Ester (E214/215/218/219) und Benzoesäure (E210/211/212), aufgrund ihres Einflusses auf Allergien und Pseudoallergien. 

Fazit 

Um wirklich sicher sein zu können, was Sie essen, sollten Sie versuchen, keine oder zumindest nur bestimmte verarbeitete Lebensmittel zu kaufen. Lesen Sie immer und bei wirklich allem, was Sie kaufen, die Liste der Zutaten und Inhaltsstoffe durch und vermeiden Sie alles, bei dem unnötig Zucker, Salz und vor allem bedenkliche E-Stoffe beigefügt wurde. Man sollte die einzelnen Stoffe und ihren Einsatz kritisch betrachten und kennen. Es gibt harmlose Zusätze, aber generell sollten Sie nur Produkte kaufen, bei denen Du jede Zutat kennst. Und zwar am besten aus der Natur und nicht aus einem Chemiebaukasten.

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