Was ist Low-Carb und wie setzen sie es um?

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In der aktuellen Wissenschaft setzt sich immer mehr die Meinung durch, dass die Kohlenhydrate Mitverursacher ernährungsbedingter Zivilisationskrankheiten sind. Lesen Sie, wie Low Carb funktioniert und wo Vor- sowie Nachteile liegen.

Das von der DGE vertretene Ernährungskonzept scheint in die Jahre gekommen zu sein. Ernährungsbedingte Zivilisationskrankheiten wie z.B. Diabetes Mellitus, Adipositas, der koronaren Herzkrankheit oder Arteriosklerose galt es jahrzehntelang durch diese kohlenhydratbetonte, eiweißmoderate und fettreduzierte Ernährung vorzubeugen und gleichsam zu heilen. Anstelle des vorausgesagten positiven Nutzens dieser Kostform stiegen die Zahlen solcher Erkrankungen jedoch stets weiter an. Wissenschaftliche Studien näherten sich diesem Problem systematisch und es zeigte sich, dass die Konsequenz quasi auf der Hand lag. Kohlenhydrate rückten ins Visier der Wissenschaftler, mit dem Verdacht, einen schlechten Einfluss auf die eben genannten Krankheiten zu haben. So sind sich mittlerweile viele Ernährungsexperten einig: Dem kohlenhydratreduzierten Essen gehört die Zukunft! 

Banting, Atkins und andere Konzepte

Unter der Bezeichnung „Low Carb“-Ernährung, die so viel wie kohlenhydratarme Ernährung bedeutet, fallen Ihnen bestimmt eine Reihe von Diätbezeichnungen ein, in denen der Kohlenhydratanteil der täglichen Ernährung reduziert ist. Schon im 19. Jahrhundert entwickelte der Engländer William Banting eine kohlenhydratarme Diät. Diese sehr fleischbetonte Kost war auch in Deutschland als Banting-Kur bekannt. Immer wieder empfahlen Ärzte und Gastrosophen ähnliche Diäten, die jedoch Randerscheinungen blieben. 

Erst in den 70er Jahren wurde die Low-Carb-Ernährung durch Robert Atkins populär. Die nach ihm benannte Atkins-Diät ist in 4 Phasen unterteilt, die sich durch die unterschiedlichen Zufuhrmengen an Kohlenhydraten unterscheiden. Unter Ernährungsexperten gilt sie als sehr umstritten, da sie keine ausreichende Deckung an Vitalstoffen garantiert. Sie ist eigentlich schon fast unter „No-Carb“ anzusiedeln und stellt eine zu extreme Variante dar. Atkins selbst empfiehlt Nahrungsergänzungsmittel, um Mangelerscheinungen zu vermeiden. 

Eine in den letzten Jahren vermehrt aufgetretene Variante der Low-Carb-Ernährung sind Diäten, die den glykämischen Index mit einbeziehen. Bekannt sind hier z. B. die Glyx-Diät nach Marion Grillparzer, die Montignac-Methode nach Michel Montignac oder die LOGI-Methode (Low Glycemic and Insulinemic Diet Methode) nach Nicolai Worm. 

Alle 3 Diäten werden auch als Dauerernährung empfohlen. Wir stellen Ihnen im nächsten Artikel eine fett-eiweißbetonte Basisernährung vor, die der Ernährungsweise der LOGI-Methode am nächsten kommt. Sie stellt eine Ernährung ad libidum dar und ist deshalb leicht umzusetzen, versorgt Ihren Organismus mit wertvollen essentiellen Vitalstoffen und wirkt ganz nebenbei den ernährungsbedingten Zivilisationskrankheiten entgegen.

Hanna Sandig

 

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