Glutenfrei ans Ziel?

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Glutenfreie Ernährung liegt voll im Trend. Sie gilt für viele als gesünder, bekömmlicher und leichter zu verdauen. Für viele Menschen ist sie aber auch ein zwingender Umstand, weil sie an einer Glutenunverträglichkeit leiden.

Es gibt drei Arten der Glutenunverträglichkeit (Zöliakie, Weizenallergie und Glutensensitivität), die alle auf unterschiedliche Art und Weise bei den Betroffenen für gesundheitliche Probleme sorgen. Da so eine Unverträglichkeit wirklich jeden, jederzeit und in jedem Alter treffen kann, ist es wichtig zu wissen, was Gluten ist, macht, kann und wann wir wieso darauf verzichten sollten. 

Was ist Gluten? 

Gluten entsteht, wenn sich zwei Eiweiße miteinander verbinden, die in den meisten Getreidesorten (vor allem Weizen, Roggen, Hafer und Dinkel) enthalten sind. Es muss je ein Eiweiß aus den Protein-Gruppen von Prolamin und Glutenin sein. Werden sie nass, verbinden sie sich und es entsteht Gluten. Gluten ist also eine Art Kleber, der entsteht, wenn Mehl mit Wasser in Berührung kommt und der Lebensmittel zusammenhält. Gesunde Menschen können diesen Kleber verarbeiten, Enzyme spalten und die Nahrung kann ganz normal verdaut werden. 

Haben glutenfreie Lebensmittel einen Vorteil? 

Gerade bei sportlich aktiven Personen, die Gluten nicht vertragen, hat die glutenfreie Ernährung erhebliche Vorteile. Unangenehme Magen- und Darmbeschwerden sowie Kraftlosigkeit durch Gluten vermindern das Wohlbefinden und die Effektivität des Trainings. Daher sollte in diesem Fall eine weitestgehend glutenfreie Ernährung eingehalten werden. Es gibt mittlerweile fast alle glutenhaltigen Lebensmittel in einer glutenfreien Version, sodass auch Menschen mit einer Unverträglichkeit kaum noch auf etwas verzichten müssen. Deshalb ist eine Umstellung einigermaßen einfach geworden. Es gibt einige Lebensmittel, die in einer glutenfreien Version wesentlich weniger Kalorien haben. Pro 100 Gramm hat Ciabatta mit Gluten 322 kcal, die glutenfreie Variante aber nur 196 kcal. Ähnlich ist es bei Knäckebrot. Hier haben 100 Gramm mit Gluten 345 kcal, ohne Gluten sind es nur 268 kcal. Einige andere Lebensmittel haben aber auch deutlich mehr Kalorien ohne Gluten. Kuchen, zum Beispiel. 100 Gramm glutenhaltiger Kuchen haben „nur“ 376 kcal, während glutenfreier Kuchen 413 kcal hat. Das liegt daran, dass deutlich mehr Fett verwendet werden muss, damit der Kuchen nicht zerfällt. 

Ist glutenfrei die Lösung für alle? 

Fest steht: Als gesunder Mensch, der nicht an einer Unverträglichkeit leidet, ist Gluten nicht schlecht und es gibt keinen Grund darauf zu verzichten. Glutenfrei ist nicht gleich besser. Es gibt aber auch keinerlei Hinweise, dass glutenfreie Ernährung einem gesunden Menschen schaden könnte. Jedoch haben Nahrungsmittel ohne Gluten häufig weniger Kalorien und können somit helfen, abzunehmen. Es gibt aber auch viele Menschen, die gar nicht wissen, dass sie an einer Glutenunverträglichkeit leiden. Sie halten ihre Beschwerden oft für ganz normal. Deshalb ist es auch so schwer zu sagen, wie viele Menschen wirklich mit einer Glutenunverträglichkeit leben. Eine Ernährungsumstellung kann das Leben schlagartig verbessern. Es lohnt sich deshalb auf jeden Fall einmal auszuprobieren, wie der eigene Körper auf eine Ernährung ohne Gluten reagiert. 

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