Die “fett-eiweißbetonte” Ernährungsweise

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Bei der fett-eiweißbetonten Ernährung verschieben sich die prozentualen Anteile hinzu Fetten und Eiweß. Wichtig ist allerdings, dass auf die Qualität der Nährstoffe geachtet wird. Lesen Sie, warum diese Ernährung empfehlenswert ist und wie Sie diese umsetzen.

Es zeigt sich also, dass die von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung propagierte Nahrungszusammensetzung, die Verbreitung von Erkrankungen die mit Ihrer Ernährungsweise zusammenhängen, nicht reduzieren vermag. Um nun neue Wege auszuprobieren, ist die Verschiebung der prozentualen Zusammensetzung der Hauptnährstoffe Ihrer Nahrung zu empfehlen. Hierbei scheint eine fett-eiweißbetonte Lebensmittelzusammenstellung wohl die beste Kostform zu sein. Eine solche Ernährungsweise stellt allerdings die Empfehlungen der DGE bezüglich der zu bevorzugenden Lebensmittel auf den Kopf. Um diese Kostform umzusetzen, hilft Ihnen hier ebenfalls die Vorstellung einer Ernährungspyramide. Sie beruht auf Empfehlungen der medizinischen Fakultät der Bostoner Harvard Universität zur Verbesserung von Stoffwechselparametern. Je breiter die Pyramidenstufe ist, desto mehr können Sie von ihren Lebensmitteln essen (vgl. Abb. 1). So hilft Ihnen die Pyramide gleich zweifach: Zum einen können Sie den jeweiligen Anteil des Lebensmittels an der täglichen Zufuhr einschätzen, zum anderen erleichtert sie Ihnen die Lebensmittelauswahl. Sie sollten immer darauf achten, Ihre Lebensmittelauswahl möglichst vielfältig zu gestalten und Ihre Essensauswahl stark zu variieren. 

Kochen und Backen mit Ölen

Sporternährung: Die “fett-eiweißbetonte” Ernährungsweise

Abb. 1: Die Ernährungspyramide

Da jedes Lebensmittel eine andere Nährstoffzusammensetzung hat, erreichen Sie so eine möglichst große Ausgewogenheit in der Zusammensetzung der einzelnen Bestandteile. Die Basis einer fett-eiweißbetonten Ernährungsweise bilden wasserreiche und ballaststoffreiche Früchte, Beeren, Gemüse und Salate. Auf gleicher Stufe stehen hochwertige Öle wie z. B. Rapsöl und Olivenöl sowie Butter. Diese sind wichtig für Gesundheit, Geschmack und gutes Aussehen und müssen in einem Atemzug mit Gemüsen und Salaten genannt werden. Greifen Sie zu diesen Ölen, wann immer Sie beim Kochen und Backen Fett benötigen. 

Auf der zweiten Pyramidenstufe stehen bei dieser Kostform die eiweißreichen Lebensmittel als sattmachende Leckerbissen sowohl von pflanzlicher wie tierischer Herkunft. Wählen Sie zwischen verschiedenen Fleischsorten, Geflügel, fettarmen Fisch und fettreichem Kaltwasserfisch, Eiern, Vollmilch und anderen Molkereiprodukten sowie Nüssen und Hülsenfrüchten, wann immer Sie wollen. Erst auf der Stufe 3 folgen Vollkornprodukte, die bei der alten Ernährungspyramide der DGE noch die unterste Stufe und damit breite Basis bildeten. Vollkornnudeln, -reis, -brot und -brötchen sowie Müsli sollten aber nicht mehr die wichtigste Zutat auf Ihrem Speiseplan sein. Stattdessen sollten sie in Ihrer Ernährung nur noch als kleine Beilage zu großen Gemüseportionen und Sattmachereiweiß gegessen werden. 

Kohlenhydrate: Qualität vor Quantität

Bei den Kohlenhydraten geht Qualität vor Quantität. Hochwertige Kohlenhydrate sind per se keine Krank- bzw. Dickmacher, nur wenn man zu viele davon isst und sie zur Energiebereitstellung nicht benötigt, werden sie in Fett umgewandelt. Bei einem zu großen Anteil in Ihrer Nahrung können sogar die ehemals hochgelobten Vollkornprodukte dieselben negativen Wirkungen haben wie Zucker. Die ungünstigsten Lebensmittel stehen bei unserer neuen Ernährungspyramide auf Stufe 4. Auf diese Art von Kohlenhydrate können Sie ruhig ganz verzichten. Sollten helles Brot und Gebäck aus raffiniertem Mehl, Kartoffelprodukte, Teigwaren, geschälter Reis, Süßigkeiten und gesüßte Erfrischungsgetränke jedoch einen zu verlockenden Einfluss ausüben, versuchen Sie den Konsum so gering wie möglich zu halten. 

Wenn Sie sich bei Ihrer täglichen Energiezufuhr nach dieser Pyramide richten und Ihre Lebensmittel entsprechend auswählen, ergibt sich eine Nährstoffzusammensetzung von: 

ca. 20-30 % Kohlenhydrate, 

ca. 40-45 % Fett und 

ca. 25-30 % Eiweiß.

Hanna Sandig

 

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Quelle: 

Worm, Nikolai (2006). Glücklich und schlank – die LOGI Methode. Lünen: Systemed Verlag

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