Schützt Cystein Ihren Körper?

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Cystein ist eine schwefelhaltige Aminosäure. Der Schwefelgehalt sorgt für die antioxidative Wirkung (was für eine Aminosäure ungewöhnlich ist) und erklärt, warum Cystein-Derivate wie Taurin (eine ebenfalls schwefelhaltige Aminosäure) als wichtige Antioxidantien für den Köper betrachtet werden.

Diese Derivate sind auch beliebte Antioxidantien-Zusätze. Eine neuere polnische Studie hat nun untersucht, welches dieser Derivate den Körper während extremer Belastung am besten schützt.

Die Studie

In der Studie wurden 55 Männer willkürlich in 4 Gruppen aufgeteilt. Jeder Gruppe wurde, bevor es eine Phase intensiver Belastung gab (die im Körper oxidativen Stress hervorrufen sollte), Folgendes verabreicht:

Acetylcystein: 1,8 g pro Tag

Alpha-Liponsäure: 1,2 g pro Tag

Taurin: 3 g pro Tag

Kontrollgruppe: Placebo

Die oben genannte Dosierung der Nahrungsergänzung war so gewählt, dass alle Gruppen in etwa das gleiche Level an Schwefel aufzeigten. Daraufhin maßen die Forscher den antioxidativen Status vor und nach den Belastungsübungen, einschließlich antioxidanter (schützender) Enzyme wie Superoxiddismutase, Glutathionperoxidase und Katalase, lipide Peroxidationsprodukte (ein Maß für den oxidativen Schaden an Lipiden im Körper) und thiobarbitursäurereaktive Äquivalente (TBARS) – eine allgemeine Messmöglichkeit für oxidativen Stress.

 

Die Ergebnisse

Die Ergebnisse wurden dann zusammengefasst, um das Verhältnis von Pro-oxidant/Antioxidant (P/A-Verhältnis) zu bestimmen. Einfach ausgedrückt: Ein P/A-Verhältnis von mehr als 1 zeigt größeren oxidativen Stress, als der Körper verarbeiten kann (z. B. vermehrter oxidativer Schaden), und ein Wert von unter 1 bedeutet, dass der Körper einen Überhang an antioxidativer Aufnahmemöglichkeit hat (z. B. oxidativer Schaden wird begrenzt). Für einen optimalen Schutz sollte das P/A-Verhältnis so gering wie möglich sein. (Lesen Sie mehr zum Thema Gesundheit!)

Die Ergebnisse im Einzelnen:

– Intensives Training erhöhte den TBAR-Wert und die Peroxidation in der Kontrollgruppe (ohne Schutz) um 25 %.

– Die Peroxidation war durch Acetylcystein (14 % geringer) und Alpha-Liponsäure (16 % geringer) deutlich vermindert.

– Alle drei Cystein-Derivate kurbelten die Aktivität schützender Antioxidantien an, vor allem Alpha-Liponsäure.

– Das P/A-Verhältnis zeigt nach der Einnahme von Alpha-Liponsäure den geringsten Wert.

 

Fazit

Für die Forscher stand damit fest: Die schützenden antioxidativen Eigenschaften aller 3 Cystein-Derivate sind bestätigt, vor allem die der Alpha-Liponsäure.

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