Vitamin C schützt vor Erkältungen – ein Wintermärchen?

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Vitamin C gilt seit langem als Hausmittel zur Vorbeugung und Behandlung von Erkältungskrankheiten. Doch inwiefern kann Vitamin C in der Ernährung tatsächlich schützen und was sind nicht mehr als schöne Wintermärchen?

Vitamine sind wie Mineralstoffe keine Energielieferanten, jedoch für den Körper essentiell und an wichtigen biologischen Prozessen beteiligt. Einige unter ihnen wirken antioxidativ und haben so eine Schutzfunktion für Gewebe und Zellen. Man unterscheidet zwischen wasserlöslichen und fettlöslichen Vitaminen.

Vitamin C zählt zu den wasserlöslichen Vitaminen in der Nahrung. Bei gesunden Erwachsenen mit einer adäquaten Flüssigkeitszufuhr wird überschüssiges Vitamin C in der Regel ohne Schädigung des Organismus über die Nieren ausgeschieden. Vitamin C gilt seit langem als Hausmittel zur Vorbeugung und Behandlung von Erkältungskrankheiten.

Der Zusammenhang zwischen Vitamin C und Erkältungskrankheiten wird auch wissenschaftlich schon seit mehr als 60 Jahren kontrovers diskutiert. Dabei wird vor allem der prophylaktische und therapeutische Einfluss in Bezug auf Inzidenz, Dauer und Schwere von Erkältungen diskutiert.

 

Vitamin C und Erkältung

Gerade Sportler mit oft hohen Belastungen auf den Organismus sind in der Winterzeit infektanfällig. Nicht ohne Grund stellt Vitamin C bei Frauen den am häufigsten und bei Männern den am zweithäufigsten supplementierten Nährstoff dar. Neuere Untersuchungen konnten jedoch in der allgemeinen Bevölkerung keinen Einfluss einer prophylatkischen Vitamin-C-Einnahme von 200 mg pro Tag auf die Entstehung von Erkältungen nachweisen. Die Erkältungsdauer jedoch war bei prophylaktischer Zufuhr bei Erwachsenen um durchschnittlich 8 % und bei Kindern um durchschnittlich 13 % reduziert. Auch die schwere von Erkältungen war signifikant verringert. Zudem fand man bei der Analyse von Subgruppen heraus, dass bei Personengruppen mit extremen Belastungen bei prophylaktischer Vitamin-C-Gabe ein verringertes Erkältungsrisiko bestand. Hierzu zählten zum Beispiel Marathonläufer und Skifahrer.

Da Vitamin C ein bedeutendes Antioxidans darstellt, das mit anderen antioxidativ wirkenden Mikronährstoffen einem Synergismus unterliegt, scheint eine Kombination an Antioxidantien effektiver für die Gesundheit zu sein als hohe Mengen eines einzelnen Antioxidans. Vitamin C kombiniert mit Provitamin A und Vitamin E kann unter anderem, ergänzt durch das enzymatische Schutzsystem, freie Radikale im Körper entgiften.

 

Lesen Sie auch ausführlicher: Das Geheimnis von Vitamin C 

 

Quellenangabe:

1. Sport- und Präventivmedizin, 2010, Bd. 40 (3), S. 42–43

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Über den Autor

Dennis Sandig

Dennis Sandig arbeitet als Sportwissenschaftler am Institut für Sportwissenschaften der Julius-Maximilians Universität in Würzburg.

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