Aspartat und Asparagin

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Die Aminosäuren Aspartat und Asparagin gehören zu den Vorläufersubstanzen des Oxalacetats.Einige Wissenschaftler vermuteten, dass eine Supplementierung mit Aspartat und Asparagin die Energieproduktion über diese Schiene steigern und den Abbau von Muskelglykogen sogar überflüssig machen könnte.

Die Studie

Diese Hypothese wollten italienische Wissenschaftler überprüfen und wählten 15 männliche, trainierte Sportler zwischen 20 und 30 Jahren für einen Belastungstest bis zur Erschöpfung aus, der bei 90 % des jeweiligen maximalen Sauerstoffverbrauchs (VO2max) durchgeführt wurde. Vor den Tests wurde eines der folgenden Nahrungsergänzungsmittel verabreicht:

– eine Mixtur aus 7 g Aspartat und 7 g Asparagin

– ein Placebo

    Während des Ergotests wurde der Blutlaktatwert gemessen. Dazu wurde den Sportlern am Ende der Aufwärmphase, bei maximalem Krafteinsatz und während der Erholungsphase Blut aus dem Ohrläppchen entnommen (nach 3, 5, 10, 15 Trainingsminuten sowie 30 Minuten nach Trainingsende). Außerdem wurde jeweils vor Beginn des Trainings, am Ende des Ergotests und 30 Minuten nach Testende der Blutzuckerspiegel gemessen (eine hohe Blutglukosekonzentration nach der Supplementierung kann ein Hinweis auf einen Glykogenanstieg sein).

     

    Die Ergebnisse

    Das Ergebnis war enttäuschend. Durch die gleichzeitige Einnahme von Aspartat und Asparagin kam es weder zu einem Leistungsschub noch zu Auswirkungen auf die Blutglukosekonzentration.

     

    Fazit

    Daraus zogen die Wissenschaftler die Schlussfolgerung, dass Aspartat und Asparagin als Nahrungsergänzung bei Sportlern weder die körperliche Leistung bei hochintensiver Belastung steigern noch eine Einsparung von Muskelglykogen bewirken. Dieses typische Beispiel aus dem Bereich der Sporternährung zeigt deutlich, wie weit Theorie und Praxis bisweilen auseinanderdriften können. Also wieder ein Nahrungsergänzungsmittel, das wir abhaken können!

     

    Quellen:

    1. Journal of Sports Medicine and Physical Fitness. Dezember 2007, Bd. 47 (4), S. 422–6

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